In Erinnerung an Familie Fogel, Itamar

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Am Freitag, den 11.03.2011, sind in Israel fünf Mitglieder der Familie Fogel von zwei Palästinensern ermordet worden. Das Motiv war Judenhass, die Täter zeigten keine Reue. Von Gleichgesinnten wurde die Tat als heldenhaft gefeiert, die Medien übten sich in Zurückhaltung. Im Gedenken an die Familie Fogel bleiben die folgenden Beiträge erhalten, in chronologischer Abfolge.

Israel: Palästinenser ermorden fünfköpfige Familie

Mindestens zwei palästinensische Terroristen sind am Freitag Abend gegen 22 Uhr durch einen defekten elektrischen Sicherheitszaun in die jüdische Siedlung Itamar in Samaria eingedrungen und haben fünf Mitglieder einer Familie brutal erstochen. Zuerst ermordeten sie die Eltern Udi (36) und Ruth (35) Fogel und danach ihre drei kleinen Kinder Joav (11), Elad (4) und Baby Hadas (3 Monate).

Die 12-jährige Tochter Tamar kam um kurz vor ein Uhr von einer Jugendversammlung zurück nach Hause. Als niemand ihr die Tür öffnete, alarmierte sie die Nachbarn, denen sich daraufhin ein grausames Bild bot. Nachbar Rabbi Yaakov Cohen, der mit Udi Fogel arbeitet, fand den zweijährigen Ischai kauern und weinend neben seinen toten Eltern. Ischai und sein Bruder Roi (8) blieben wie durch ein Wunder verschont und wurden vorerst bei ihren Großeltern untergebracht. Danni Dayan, der Vorsitzende des Siedlerrates sagte Samstagmorgen, dass der Schmerz und die Bilder unbeschreiblich seien. Die Beerdigung der Opfer wird am Sonntag, den 13. März in Jerusalem stattfinden.

Niemand hat sich bislang zu der Tat bekannt. Die palästinensischen Al-Quds-Einheiten kommentierten lediglich, dies sei ein ganz normaler Vorgang, denn es gebe ein „Recht auf Widerstand gegen die israelische Besatzung und deren Verbrechen”. Als das Attentat in den Medien veröffentlicht wurde, feierten die Palästinenser im Gazastreifen auf den Straßen und verteilten Süßigkeiten in Rafah. Die Palästinenserführung in Ramallah verurteilte die Gräueltat offiziell und betonte, dass sie gegen jegliche Gewalttätigkeit ist.

Die israelische Armee hat sofort nach der Tat mit einer weiträumigen Suchaktion nach den Tätern begonnen. Der Chef der israelischen Armee, Benny Gantz versicherte: „Wir werden nicht ruhen, solange die Mörder auf freiem Fuß sind.“ Ministerpräsident Netanjahu hielt eine besondere TV-Ansprache und sagte, man werde alles tun, um die Täter zu finden. Darüber hinaus teilte er mit, er erwarte von der internationalen Völkergemeinde, dass diese den Mord an der Familie durch palästinensische Terroristen aufs schärfste verurteile.

– israel heute, März 2011

Massaker von Itamar: Mörder festgenommen

Zwei Araber aus dem an Itamar angrenzenden Dorf Awarta sind als mutmassliche Mörder von Udi, Ruth, Joav, Elad und Hadas Fogel festgenommen worden, diese Information ist heute zur Veröffentlichung freigegeben worden.

Nach derzeitigen Informationen von Arutz 7 handelt es sich um Hakim Mazen Niad Awad [17] und Amjad Mahmoud Fawzi [18], beide Aktivisten der „nationalen Front zur Befreiung Palästinas“. Sie haben die Tat gestanden und keine Reue gezeigt.

Bei ihrer ausführlichen Schilderung des Verbrechens haben sie u. a. gesagt, dass, wenn sie gewusst hätten, dass zwei weitere schlafende Kinder im Hause seien, sie auch diese ermordet hätten. Das Motiv: Hass auf Juden.

Sechs weitere Einwohner des arabischen Dorfes sind wegen der Beihilfe zum fünffachen Mord festgenommen worden. Eine grosse Anzahl von MKs, wie heute die MKs Ben-Ari, Ariel, Hotovely und mehrere Minister, unter ihnen Vize-PM Silvan Schalom, haben die Todesstrafe für die Mörder gefordert.

– israel heute, April 2011

Itamar-Massaker: Anklage gegen mutmaßliche Täter

Nach dem Anschlag auf die Familie Vogel in Itamar hat am Sonntag ein israelisches Militärgericht Anklage gegen die Verdächtigen erhoben. Die beiden Palästinenser werden des fünffachen Mordes beschuldigt. Nach Angaben der Militärstaatsanwaltschaft deuten unter anderem DNA-Spuren und Fingerabdrücke auf ihre Täterschaft hin.

Bei den Angeklagten handelt es sich um den 19-jährigen Amdschad Awad und den 18-jährigen Hakim Awad. Beide haben die Tat gestanden. Die Anklage geht davon aus, dass der Mord geplant war, schreibt die Tageszeitung „Ha´aretz“. Die Palästinenser hätten von ihrer nahegelegenen Ortschaft Awarta aus die Siedlung beobachtet. Dadurch hätten sie Einzelheiten über das Sicherheitssystem von Itamar erfahren. Zudem hätten sie vier Messer besorgt und sich fotografieren lassen, wie es Terroristen vor einem Anschlag tun.

Nach Erkenntnissen der Ankläger erreichten die Verdächtigen am 11. März gegen 19 Uhr den Sicherheitszaun der Siedlung. Im Haus der Familie Vogel hätten sie zunächst eines der Kinderzimmer betreten und dem elfjährigen Joav den Mund zugehalten, weil er aufgewacht war. Sie sagten ihm, er müsse keine Angst haben. Daraufhin brachten sie ihn in ein Nebenzimmer, schlitzten ihm die Kehle auf und stachen ihm in die Brust.

00itamarudifogelbaby11aHakim habe anschließend den vierjährigen Elad stranguliert, und Amdschad habe ihm zweimal in die Brust gestochen. Dann hätten sich die beiden Palästinenser ins Elternschlafzimmer begeben und das Licht angeschaltet, hieß es weiter. Sie stachen dem Familienvater Ehud Vogel mehrfach ins Genick und stachen auch auf seine Ehefrau Ruth ein. Diese erschossen sie jedoch, weil sie nicht sofort tot war.

Nach diesen vier Morden verließen die Täter nach Darstellung der Staatsanwaltschaft das Haus, kehrten aber zurück, um ihre Waffen zu holen. Dabei habe Amdschad Schreie des Babys Hadas gehört und befürchtet, dass die Kleine die Nachbarn aufweckt. Deshalb habe er ihr einmal in den Kopf gestochen. Nur der zweieinhalbjährige Jischai und der achtjährige Roi, deren Zimmer die Mörder übersahen, sowie die zwölfjährige Tamar, die nicht zu Hause war, überlebten das Massaker. Die Täter seien aus der Siedlung geflohen, hätten ihre Kleidung verbrannt und die Waffen bei einem Verwandten versteckt.

Ein ranghoher Schabak-Vertreter sagte gegenüber „Ha´aretz“, trotz des jugendlichen Alters hätten die Verdächtigen „das, was sie taten, mit Selbstkontrolle beschrieben und in keiner Phase der Ermittlungen Reue über ihre Taten gezeigt“.

– Quelle: Israelnetz, Juni 2011

Distanziert: Medienreaktion auf Massaker in Israel

Von bemerkenswerter Gefühlskälte ist die Reaktion westlicher Medien auf die Ermordung einer israelischen Familie in Itamar in der Nähe von Nablus. Palästinensische Terroristen hatten am vergangenen Samstag drei Kinder und ihre Eltern ermordet. Der oder die Mörder waren am Abend in das Haus eingedrungen und erstachen dort das Ehepaar Ruth (35) und Udi Fogel (36) und anschliessend die Kinder Yoav (11), Elad (4) und Hadas (3 Monate). Zwei weitere Kinder, der achtjährige Roi und der zweijährige Yishai entgingen dem Anschlag in ihrem Zimmer unverletzt.

Die 12jährige Tochter Tamar befand sich zur Tatzeit ausserhalb des Hauses und alarmierte die Nachbarn, als ihr niemand die Tür öffnete. Daraufhin wurde das Verbrechen entdeckt. In mehreren Berichten in den westlichen Medien wurde die Berichterstattung über das Massaker davon dominiert, dass es sich bei dem Wohnort der Familie um eine „Siedlung“ handele.

Die Tat wurde in einer relativierenden Weise politisiert. So schrieb die New York Times: „Israelisches Militär jagt die Mörder von fünf Siedlern im Westjordanland“. In der traditionell israelfeindlichen britischen BBC wurde über die grausamen Umstände des Massakers hinweggegangen. BBC veröffentlichte keine Porträtfotos der Ermordeten und nannte keine Details der Tat. Der Vorfall wurde zum Vorwand genommen um das Thema der „illegalen Siedlungen“ zu erörtern.

Ausserdem berichtete BBC, der Angriff habe viele Palästinenser „schockiert“. Die offizielle Reaktion der Hamas wurde von BBC nicht berichtet. Die Hamas hatte das Massaker an der Familie Fogel als eine „heroische Operation“ bezeichnete und zur Feier des Verbrechens in Gaza Süssigkeiten verteilt.

Für die BBC ist es bedeutsamer, dass die Siedlungen angeblich illegal sind als die Tatsache, dass hier ein extrem grausames Verbrechen verübt wurde. Die Berichterstattung zahlreicher westlicher Medien trägt nicht nur zu Delegitimierung und Dämonisierung Israels bei. Die Israelis werden auch nicht mehr als Menschen gesehen, auch das dreimonatige Baby nicht, sondern nurmehr als „Siedler“.

Ohne Zweifel hätten BBC und zahlreiche andere westliche Medien über ein von Israelis verantwortetes Massaker an einer palästinensischen Familie ungleich prominenter berichtet. Es hätte es sicher, auch in Zeiten der Katastrophenberichterstattung aus Japan, in die Hauptnachrichtensendungen geschafft.

– Quelle: factum

00_baby drei monateBaby Hadas, 3 Monate

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Elad Fogel, 4 Jahre

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 Joav Fogel, 11 Jahre

Die Gerichtsurteile wurden Ende 2011 gesprochen und sind bei Wikipedia zu lesen:

Am 13. September 2011 wurde Hakim Awad von einem Militärgericht zu fünf Mal Lebenslänglich plus fünf Jahre Haft verurteilt. Im Mai 2011 gab es noch Überlegungen, ob nicht die Todesstrafe beantragt werden sollte, da beide keinerlei Reue zeigten. Dies wäre nur symbolisch gewesen, da ein Todesurteil in Israel zwar möglich, aber nur ein einziges Mal gegen den Völkermörder Adolf Eichmann vollstreckt wurde. Amjad Awad wurde am 28. November 2011 verurteilt und erhielt am 16. Januar 2012 die gleiche Strafe. Auch bei ihm überlegte das Gericht lange, ob nicht die Todesstrafe verhängt werden sollte.