Kategorie-Archiv: Bibel

Sind die Berichte über Jesus nicht einfach Legenden?

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Als Literaturhistoriker bin ich restlos davon überzeugt, daß die Evangelien keine Legenden sind – was immer sie auch sonst sein mögen. Ich habe sehr viele Legenden gelesen, und es ist für mich eindeutig, daß die Jesusgeschichten nicht in diese Gattung passen. Sie sind nicht kunstvoll genug, um Legenden zu sein. In der Darstellung ihrer Inhalte sind sie unbeholfen, sie arbeiten die Dinge nicht sauber heraus. Der größte Teil des Lebens Jesu bleibt uns genauso unbekannt wie das Leben irgendeines seiner Zeitgenossen. Kein Volk, das einen seiner Helden zum legendären Heiligen erheben wollte, würde so etwas zulassen.

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Ein Historiker über die Auferstehung Jesu

Maria_Grab“Aber am Interessantesten für den Historiker ist die Tatsache, dass nichtchristliche Autoren, selbst offen antichristliche wie Celsus, nicht versuchen, die Evangelien zu widerlegen, obwohl es zu jener Zeit kein Risiko bedeutete, Christen anzugreifen. Dass niemand die Christen beschuldigte, ihre Quellen verfälscht zu haben, ist ziemlich bemerkenswert. Tatsächlich findet sich im Matthäus-Evangelium das früheste bekannte Beispiel einer antichristlichen “Wiedergabe” eines Ereignisses (Matthäus 28,11-15), ohne dass die zentrale Tatsache, nämlich das leere Grab am Ostermorgen, in Frage gestellt wurde.

Niemand konnte die offensichtlichen, greifbaren Beweise leugnen. Was also konnten die Gegner tun? Behaupten, Jesus habe sein Verschwinden durch irgendeinen magischen Trick inszeniert, so wie Celsus später versuchte, die unstrittigen Wunder wegzuerklären? Die Gefolgschaft des Hohenpriesters ersann eine Strategie, die sogar noch weniger überzeugte: Sie gaben den römischen Soldaten am Grab einen ordentlichen Geldbetrag, damit sie jedem, der fragte, sagten, die Jünger hätten den Leichnam gestohlen, während die Wachen geschlafen hätten. Der Hohepriester vergewisserte sich sogar, dass der römische Präfekt sie nicht bestrafte – Bestechung war in jenen Tagen weit verbreitet, und Pilatus war nicht abgeneigt, hohepriesterliche Gelder zu entwenden (er und Kaiphas nahmen sogar Geld aus dem Tempelschatz für die persönliche Wasserversorgung des Präfekten).

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C.S. Lewis über Jesus Christus

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Doch dann geschieht das Schockierende. Unter diesen Juden taucht plötzlich ein Mensch auf, der redet, als wäre er Gott. Er behauptet, Sünden vergeben zu können. Er sagt, er sei von Ewigkeit an gewesen. Er sagt, er werde am Ende der Zeiten kommen, um die Welt zu richten. Überlegen wir einmal, was das heißt: Unter Pantheisten, etwa den Indern, könnte jeder sagen, er sei ein Teil Gottes oder er sei eins mit Gott; das wäre nichts Besonderes. Aber da dieser Mann Jude war, konnte er einen solchen Gott nicht meinen. In seiner Sprache bedeutete Gott jenes Wesen außerhalb der Welt, das die Welt erschaffen hat und mit nichts anderem zu vergleichen ist. Haben wir begriffen, was das heißt, dann wird klar: Was dieser Mann sagte, war schlechthin das Schockierendste, was je über menschliche Lippen gekommen ist.

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Robert Dick Wilson – Experte des Alten Testaments

Robert_Dick_WilsonRobert Dick Wilson. Der Mann, der 45 Sprachen und Dialekte beherrschte.

Die Geschichte von Dr. Robert Dick Wilson steht als bemerkenswertes Zeugnis für die Zuverlässigkeit der Bibel. Wilsons Gelehrsamkeit, in mancher Hinsicht noch heute unübertroffen, legte vor der Welt ein unwiderstehliches Zeugnis dafür ab, daß die Bibel ein genaues und vertrauenswürdiges Dokument ist. 1886 erlangte Wilson den Doktorgrad. Er setzte sein Studium am Western Theological Seminary in Pittsburgh fort, gefolgt von zwei Jahren in Deutschland, an der Universität Berlin.

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Die Arche – das sonderbarste Schiff der Weltgeschichte

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„Das Ergebnis ist zwar höchst erstaunlich, aber aus der Sicht des biblischen Glaubens dennoch geradezu erwartet. Kein anderes als das biblisch bezeugte Breiten-zu-Höhen-Verhältnis hätte ausgeführt werden dürfen, um die beiden Einflussgrößen – hohe Schwimmstabilität und möglichst geringer Materialeinsatz – optimal zu kombinieren. Noah konnte diese mathematischen Rechnungen, die wir hier im Detail einem interessierten Leserkreis zugänglich machen wollen, nie und nimmer durchführen. Nur darum, weil Gott sie vorgegeben hat, mussten sie optimal sein.

Damit können wir drei wichtige Ergebnisse festhalten:

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C.S. Lewis über die modernen Theologen

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“Welche Bedeutung diese Männer auch immer als Bibelkritiker haben mögen, ich misstraue ihnen, sofern sie Kritiker sind. Mir scheint, es fehlt ihnen an literarischer Urteilskraft, an Intuition bezüglich der Qualität der Texte, die sie lesen. Dieser Vorwurf klingt seltsam Männern gegenüber, die ihr ganzes Leben inmitten dieser Bücher zugebracht haben. Aber vielleicht besteht gerade hierin die Schwierigkeit. Weiterlesen

Jesus Christus ist wahrhaftig gestorben und auferstanden

„Einer der Kriegsknechte öffnete Seine Seite mit seinem Speer,

und alsbald ging Blut und Wasser heraus.“

– Johannes 19,34

Es wird manchmal behauptet, Jesus sei nach der Kreuzigung vor Erschöpfung und Blutverlust ohnmächtig, aber nicht tot gewesen. In der Kühle des Grabes sei Er wieder zu sich gekommen und dann Seinen Anhängern begegnet. Folgende Argumente sprechen jedoch gegen diese Behauptung:

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John Lennox über Jesus Christus

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John Lennox hielt einmal einen Vortrag vor einer großen Gruppe von Wissenschaftlern in einer angesehenen Universität. Nach dem Vortrag fragte ihn einer der Wissenschaftler: “Herr Lennox, ich leite aus Ihren Vorträgen ab, dass Sie Christ sind. Sie sind deshalb gezwungen daran zu glauben, dass Jesus Christus gleichzeitig Gott und Mensch war. Wie können Sie das als Wissenschaftler erklären?”

Lennox schildert in seinem Buch “Seven days that divide the world” seine Reaktion darauf: “Meine Reaktion war erst einmal, ihm eine Gegenfrage zu stellen, und zwar eine Frage, die signifikant einfacher war als diejenige, die er mir gestellt hatte. Er stimmte zu. Also fragte ich ihn: “Was ist Bewusstsein?” Da antwortete er: “Das wissen wir nicht wirklich.” “Ok”, sagte Lennox, “versuchen wir es etwas einfacher. Was ist Energie?” Der Wissenschaftler sagte: “Wir haben Gleichstellungen, um sie zu messen und sie zu gebrauchen.” “Das war nicht meine Frage. Was ist Energie?”

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Hudson Taylor zum Thema Bibelkritik

Hudson TaylorDer bekannte Tübinger Theologe Karl Heim erlebte Hudson Taylor im August 1893 auf einer Studentenkonferenz in Frankfurt am Main. In seiner Autobiographie „Ich gedenke der vorigen Zeiten“ schreibt er unter anderem:

„Eine weitere, ganz besonders prominente Persönlichkeit, die in Frankfurt dabei war, war der englische Missionsarzt Hudson Taylor, eine wahrhaft apostolische Erscheinung. Ich hatte von ihm schon manches gelesen und gehört. Ich wußte auch, wie er zum Glauben an Christus gekommen war. Er hatte, wie Augustin, eine Mutter, die eine gläubige Beterin war.

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Eta Linnemann – eine Professorin kommt zum Glauben

Linnemann„Als Schülerin von Rudolf Bultmann und von Ernst Fuchs, von Friedrich Gogarten und Gerhard Eberling habe ich die besten Lehrer gehabt, welche die historisch-kritische Theologie mir bieten konnte. … Mein erstes Buch erwies sich als Bestseller. Ich wurde ordentliche Professorin für Theologie und Methodik des Religionsunterrichtes an der Technischen Universität in Braunschweig. Aufgrund meiner Habilitation ernannte man mich zur Honorarprofessorin für Neues Testament an der theologischen Fakultät der Philipps-Universität in Marburg und nahm mich als Mitglied in die Society for New Testament Studies auf. Ich durfte mich der zunehmenden Anerkennung meiner Kollegen freuen.

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