Kategorie-Archiv: Rezensionen

C.S. Lewis, Überrascht von Freude

Lewis_Freude„Ich habe dieses Buch … geschrieben, um dem Wunsch nachzukommen, ich möge berichten, wie ich vom Atheismus zum Christentum gekommen bin“, so der erste Satz des Autors in seinem Vorwort. Und noch einmal: „Das Buch soll die Geschichte meiner Bekehrung berichten; es stellt keine Autobiographie im herkömmlichen Sinn dar“, so der Beginn des zweiten Absatzes. Entsprechend wird es vom Verlag angepriesen: „Spannend beschreibt C.S. Lewis seinen Weg vom erklärten Atheisten zum überzeugten Christen. Eine außergewöhnlich tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Christentum und ein sehr ehrliches Buch.“

Dem Otto-Normal-Leser fällt es schwer, im Verlauf des Buches dieser Linie zu folgen. Lewis beschreibt ausführlich seinen Lebensweg in jungen Jahren, aber nur selten mit klarem Bezug zu seiner Bekehrung. Das Buch ähnelt eher einer Autobiographie mit Beschränkung auf die ersten zwei Lebensjahrzehnte als einer christlichen Bekehrungsgeschichte, wie wir sie heute allgemein kennen und erwarten würden. Lewis erzählt so viel von Kindheit und Jugend und spannt damit, in seinen Worten, „das Netz“ so weit aus, wie vor ihm und nach ihm wohl kein Christ je Zeugnis gegeben hat. Nur wer den Autor bereits kennt, wird wenig überrascht und enttäuscht sein.

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Kang / Nelson, Erinnerungen an die Genesis

Kang_GenesisEs gibt viele apologetische Ansätze, den Wahrheitsgehalt der Bibel zu verteidigen. „Erinnerungen an die Genesis“ ist ein ungewöhnlicher, aber äußerst interessanter und spannender Weg, den Menschen die Urgeschichte gemäß der Bibel nahe zu bringen. Über den Inhalt fasst der Prolog treffend zusammen:

„Dieses Buch möchte zeigen, daß es wirklich bestätigte Belege dafür gibt, daß die Berichte in 1. Mose der Wahrheit entsprechen. Der Höhepunkt ist der Aufweis einer gewissen Parallelität zwischen 1. Mose und den chinesischen Schriftzeichen, von der bisher niemand wußte.

Zunächst wird ein kurzer Blick auf die Geschichte und auf den religiösen Hintergrund notwendig sein, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen. Um die chinesischen Schriftzeichen verständlich zu machen und sie dem Leser nahezu bringen, schließt sich eine kurze Einführung in den Aufbau der chinesischen Schrift an. Dadurch soll Interesse geweckt, und der Leser in die Untersuchung mit hineingenommen werden.

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Achim Klein, Prophetische Auslegungen

Prophetische_AuslegungenEigene Erfahrung mit dem Lesen von Büchern und Schreiben von Beiträgen sowie andere Umstände bringen mich dazu, das eher unbekannte Buch „Prophetische Auslegungen“ näher zu betrachten und zu rezensieren. Die Gründe im Einzelnen sind komplex, betrachten wir es einfach als eine von Gott gegebene Aufgabe, die der Rezensent so gut er kann erfüllen möchte, auch wenn es ihm schwer fällt. Gute Gedanken seien vorangestellt, die Kritik im Anschluss bleibt eher allgemein gehalten in der Hoffnung, dem Leser damit im christlichen Sinne zu dienen.

Der Autor stellt sich im Vorwort als bibeltreuer Prediger vor, seine Ausführungen sind „aus Predigtmanuskripten und persönlichen Aufzeichnungen und Ausarbeitungen zusammengeführt“, auf Nachfrage bietet „Books on Demand“ einen gebundenen Ausdruck. Klein positioniert sich vorab theologisch, was das eine Lager erfreuen und das andere ärgern wird, ohne das Buch gewürdigt zu haben. Stellen wir uns dem Werk unvoreingenommen, ergeben sich folgende Punkte:

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Francis Chan, Der unterschätzte Gott

Chan_unterschaetzte_GottBekanntlich kann man in 15 Minuten mehr Wahrheit predigen, als der Zuhörer sein Leben lang befolgen kann. Ganz ähnlich ist das Buch „Der unterschätzte Gott“ von Francis Chan ein kurzer, aber herausfordernder Aufruf zu einem radikalen, geisterfüllten Glauben, dem nicht alle Leser folgen werden und zwar auch dann nicht, wenn das Buch mehr als 125 Seiten hätte.

Der Autor schreibt aus einer Unzufriedenheit über den gegenwärtigen Zustand der christlichen Gemeinden in der westlichen Welt heraus. Grund für die zunehmende Erbärmlichkeit ist die fehlende Leitung des Heiligen Geistes, schreibt Chan. Stattdessen leitet der Christ sich selbst und flüchtet sich in falsche Traditions- und Denkmuster, auch und besonders über den Heiligen Geist. Daher beginnt das Buch mit einem Aufruf, dem Thema offen und angstfrei zu begegnen. Chan bemüht sich dabei sehr, nicht aus einer charismatischen Schublade zu schöpfen, sondern verweist auf die Bibel und überzeugt den Leser exegetisch, mit Zitaten. So manche Festung wird dabei durchbrochen inkl. die der charismatischen Egozentrik.

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Iain H. Murray, Jonathan Edwards

Edwards_MurrayJonathan Edwards sollte man kennen. So ziemlich jeder Christ in der westlichen Welt wird seinen Namen auch schon gehört haben. Doch was war er für ein Mensch, in welcher Zeit hat er gelebt, und was macht ihn eigentlich so besonders? „Ein Lehrer der Gnade und die große Erweckung“, so der Untertitel des vorliegenden Buches. Das Wesentliche wäre damit schon zusammengefasst.

Iain H. Murray hat hier ein großes Werk geschrieben, das sowohl die vielen Bücher und Predigten von Edwards, als auch die bereits erschienenen Biografien über ihn berücksichtigt. Und so schafft es der Autor auf insgesamt 574 Seiten ausführliche Lebensbeschreibung. Sie beginnt mit der Geschichte von Edwards Vorfahren, die nach Amerika übersiedelten. Er wuchs dort auf mit Menschen, die auf christliche Ausbildung, gute Manieren und wahre Frömmigkeit bedacht waren. Den ersten Kulturschock bekommt der Leser auf Seite 53, wo Edwards im zarten Alter von 12 Jahren einen Brief an seine 14-jährige Schwester schreibt: „Liebe Schwester, durch die wunderbare Gnade und Güte Gottes ist es an diesem Ort zu einem außergewöhnlichen Aufbruch und einer bemerkenswerten Ausgießung des Geistes Gottes gekommen…“

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Don Batten, Fragen an den Anfang

Fragen_AnfangDieses Buch, dessen Herausgeber Don Batten ist und bei dem Ken Ham, Jonathan Sarfati und Carl Wieland Artikel beisteuerten, habe ich im Urlaub gelesen und konnte es nur schwer zur Seite legen. Es ist eines der spannendsten und thematisch umfassendsten bibeltreuen Bücher betreffs Fragen zum Anfang der Welt und der Urgesc hichte und es ist in einer allgemeinverständlichen Art und Weise geschrieben. Die 4 australischen Wissenschaftler beleuchten darin die wohl 20 relevantesten Fragen dieses Themenkomplexes.

Unter anderem werden folgende Fragen behandelt: Hat Gott die Welt in 6 Tagen geschaffen? Warum können wir in einem jungen Universum weit entfernte Sterne sehen? Woher kam die Frau von Kain? War die Sintflut weltweit? Was hat es mit der Kontinentaldrift auf sich? Wie passten die vielen Tiere in die Arche? Wo sind die menschlichen Fossilien? Gab es wirklich Eiszeiten? Was ist mit den Dinosauriern passiert?

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Lloyd-Jones, Einig in Wahrheit

Einig„An uns kommt keiner mehr vorbei!“ So oder so ähnlich hatte es ein prominenter Sprecher der Ev. Allianz formuliert und damit seiner Sucht nach Größe anschaulich Ausdruck verliehen. Christen vereinen sich mit Namenschristen unter Dachorganisationen, um durch höhere Mitgliederzahlen eine vermeintlich stärkere Stimme in der Gesellschaft zu haben. Ein Trugschluss, wie Lloyd-Jones schon zu seiner Zeit predigte: „Nichts widerspricht der biblischen Lehre vom Überrest so sehr, wie die moderne Vorstellung, dass Zahlen und eindrucksvolle Organisationen ausschlaggebend seien.“ (S.80)

Das kleine Büchlein ist durchtränkt von biblischen Beispielen und Auslegungen zur Unterstützung seiner These. Vor allem ist es Exegese von Johannes 17 und Epheser 4, zwei – leider oft missbrauchte – Textstellen zum Thema christliche Einheit. Durch Zusammenschlüsse oder gemeinsame Veranstaltungen lässt sich keine Einheit herstellen. Schon der Versuch ist zum Scheitern verurteilt, denn wir sollen Einheit gar nicht „herstellen“, vielmehr „bewahren“.

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Johnson / VanVonderen, Geistlicher Mißbrauch

Geistlicher_Missbrauch_170Eine solche Widmung hat es in sich: „Dieses Buch ist den müden und schwer beladenen, aber von Gott geliebten Menschen gewidmet, die aufgrund von geistlichem Mißbrauch zu der Überzeugung gekommen sind, daß die Gute Nachricht zu einer schlechten geworden ist.“ Gibt es das? Ja, sagen die Autoren.

Sowohl aus eigener Erfahrung als auch aus langjähriger Beratungspraxis als Pastoren und Seelsorger heraus schreiben sie über geistliche Mißbrauchsfälle und benennen das Problem schon im Titel ganz unverblümt. Damit wollen sie nicht rechthaberisch oder herablassend auftreten, sondern genauso klar für die Wahrheit eintreten wie damals Jesus, der mit nicht weniger drastischen Worten die Pharisäer zurechtwies.

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MacArthur, Biblische Seelsorge

biblische_seelsorgeEin Süchtiger fragte unseren Pastor um Hilfe. Auf dem Treffen mit den Ältesten waren sich alle einig, für solche „Fälle“ seien „Experten“ zuständig. Ist das auch Ihre Meinung? Ich persönlich hatte damals nicht zustimmen können, und das vorliegende Buch ist mir eine wertvolle Bestätigung.

Zum wichtigen und aktuellen Thema beginnt MacArthur: „Ungefähr im Laufe der vergangenen 40 Jahre hat sich die Seelsorge beständig aus der Gemeinde in die Kliniken verlagert. … Doch hat sich der geistliche und emotionale Zustand der Gläubigen durch diesen Trend verbessert?“ (S.16)

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Weidensdörfer, Der Sieg ist Sein

703265Der Titel dieses Buches beschreibt genau das, was der Autor in den über sieben Jahrzehnten seines Lebens kontinuierlich erfahren durfte. Es ist unmöglich alle Inhalte des Buches auch nur anzureißen. Deshalb folgt lediglich eine schlaglichtartige Zusammenfassung.

Mitten im 2. Weltkrieg geboren und in den Nachkriegsjahren aufgewachsen, erlebte Dieter Weidensdörfer die DDR in allen Facetten. Zunächst beschreibt er seine Kindheit, auf die er trotz materiellen Mangels zufrieden zurückblick. Er wuchs in einer gläubigen Familie auf und erfuhr Geborgenheit und Liebe. In Bezug auf seine Bekehrung schreibt er, dass seine betende Mutter, das Fundament für die Lebensübergabe an Jesus legte. Immer wieder berichtet er auch über die Einbindung in die Gemeinde in Vielau.

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Liebi, Bibel und Wissenschaft

Bibel_WissenschaftIn diesem sehr ansprechend gestalteten und bebilderten Büchlein zeigt der bekannte Bibellehrer und Buchautor auf, dass die Bibel auch in naturwissenschaftlichen Fragen absolut zuverlässig ist. Viele Aussagen der Heiligen Schrift galten über Jahrhunderte als unverständlich oder gar fehlerhaft. So belächelte man die Aussage aus dem 3. Buch Mose, dass der Hase widerkäut oder man hielt es für unzutreffend, wenn in den Sprüchen behauptet wird, dass sich Ameisen Wintervorräte anlegen. Heute weiß man endlich, dass beides den Tatsachen entspricht.

Es werden insgesamt 30 Beispiele aus der Bibel genannt, die die Wissenschaft viel später, teilweise erst in den letzten Jahrzehnten, bestätigte. Dabei werden die Bereiche Astronomie, Physik, Geowissenschaften, Biologie, Ökologie, Hygiene und Mikrobiologie thematisiert. Beispiele sind „Kernfusion in der Bibel“, „Das Gewicht der Luft“, „Geschützte Vögel“ oder „“Bakterien und Saatgut“.

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Lewis, Pardon ich bin Christ

Pardon_ich_bin_Christ„Jeder Mensch hat schon einmal zugehört, wie andere sich streiten. … Dabei scheint es, als wüssten beide Seiten um eine Art Gesetz oder Regel von Fair play, von anständigem Benehmen oder Sittlichkeit oder wie man es nennen will.“ (S.20,21) Mit diesem Verweis auf das Gewissen beginnt C.S. Lewis seine Argumentation für den christlichen Glauben und folgt damit – gewollt oder ungewollt – der Struktur des Römerbriefs. Wie geschrieben steht, ist dem Menschen das Gesetz ins Herz geschrieben und wenn er im Streit den anderen richtet, verurteilt er sich ebenso selbst: „Denn du, der du richtest, verübst ja dasselbe!“ (Römer 2:1, vgl. 2:15)

Dass auch der Leser nicht ohne Schuld ist, darauf zielt Lewis erst im zweiten Schritt. Lange hält er sich mit der Frage nach Recht und Unrecht auf. Was genau ist das „Naturrecht“, das „Sittengesetz“, das „Gesetz der menschlichen Natur“ – und woher kommt es? „… von einem unbestimmten Etwas, das die Welt lenkt und in mir als Gesetz sichtbar wird, das mich zum rechten Handeln anhält und mich mit Schuldbewusstsein und Unbehagen erfüllt, wenn ich Böses getan habe.“ (S.39) Lewis setzt nur kleine, dafür aber feste Schritte nacheinander in Richtung christlicher Glaube.

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Rühle, Landeskirche ohne Gott

Landeskirche-ohne-Gott-Wolfgang-RuehleDer Autor dieses Buches ist seit seinem 22sten Lebensjahr bekennender Lutheraner und regelmäßiger Kirchgänger. Er arbeitete viele Jahre in verschiedenen Leitungsgremien auf Gemeinde- und Kirchenbezirksebene der Sächsischen Landeskirche mit, litt dabei aber vermehrt unter den bibelfeindlichen Entwicklungen dieser Institution. Im Gegensatz zu den meisten gläubigen Kirchenmitgliedern ertrug er diesen Zustand aber nicht in der Stille, sondern führte eine intensive Auseinandersetzung mit den verantwortlichen Pfarrern und Gremien. Diese nannte er „Kirchenkampf“ und dokumentierte alles sorgfältig. Heute gehört er zur SELK („Selbständige Evangelisch Lutherische Kirche“) in Dresden.

Wolfgang Rühle zeigt in diesem Buch auf, wie es um die evangelische Kirche in Sachsen steht. Seine Beobachtungen finden sich, unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede, in ähnlicher oft noch verstärkter Form im gesamten deutschen Raum und decken sich mit denen vieler Christen, die das Wort Gottes ernst nehmen.

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Ryrie, Ihr werdet Kraft empfangen!

Ryrie_KraftDie etwas reißerische Übersetzung des englischen Titels „The Holy Spirit“ wird bei vielen falsche Erwartungen wecken. Wollen auch Sie es (nur) kaufen, um „Kraft“ zu empfangen? Vielleicht schenkt Gott es Ihnen sogar, dann aber auf Grundlage gesunder Lehre und nicht durch ein unbiblisches Wunder, wie es von vielen heutzutage versprochen wird. Nehmen wir es vorweg: Die sog. „Geistestaufe“ wird als einmaliges Ereignis bei der Bekehrung behandelt, später die sog. „Geisterfüllung“ in klarer Abgrenzung dazu. Phänomene wie den sog. „Toronto-Segen“ beurteilt der Autor unter „Salbungen“. Von schwärmerischer Charismatik distanziert sich das Buch, lesen Sie z.B. den treffenden Kommentar zu christlichen Spektakeln. (S.196)

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Forneberg, Glauben alle Religionen an denselben Gott?

Forneberg_GlaubenWas ist Wahrheit? Welche Religion liegt richtig? Oder glauben am Ende doch alle an denselben Gott? Diesen Fragen geht der Autor angesichts der heute immer mehr um sich greifenden ökumenischen und interreligiösen Einheitsbestrebungen nach. Dazu hat er Lebenszeugnisse von 9 völlig unterschiedlichen Personen gesammelt. Allen gemeinsam ist die Tatsache, dass sie in den verschiedensten Kulten und Religionen trotz langem Suchen keine Erfüllung fanden, bis sie sich schließlich zum Gott der Bibel bekehrten und Jesus Christus ihr Leben übernahm.

Da ist ein Mann, der alles ausprobiert hatte. Sowohl Buddhismus, Hinduismus, Islam, die Lehren der Indianer oder Okkultismus. Alles brachte ihn weiter Richtung Abgrund. Da ist eine Frau, die von der Astrologie zum Glauben kam. Oder ein Mann, der meinte im Klosterleben Freiheit zu finden, dort aber genau das Gegenteil fand und den erst Jesus wirklich frei machte. Man liest Berichte von Menschen, die vom Hinduismus oder vom Islam zu Christus kamen und erhält interessante Einblicke in diese hoffnungslosen Religionen, in denen man keinen Frieden findet. Vor allem der Lebensweg einer jungen deutschen Frau, die einen Muslim heiratete und zum Islam konvertierte, ist sehr bewegend. Ein anderer Bericht steht unter der Überschrift „Vom Massai-Krieger zum Friedensrufer Gottes“.

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