Kategorie-Archiv: Abtreibung

Was Ungeborene schon alles können

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Ab dem 5. Schwangerschaftsmonat trinkt ein Baby Fruchtwasser in kleinen Schlucken und scheidet es wieder aus. Das trainiert Nieren und Schluckmuskeln. Praktisch dabei: Das Fruchtwasser erneuert sich alle paar Stunden. Das Baby übt auch das Saugen und lutscht hingebungsvoll an seinem Daumen, im zweiten Drittel der Schwangerschaft durchschnittlich 18-mal pro Stunde. Das haben Wissenschaftler mit Ultraschallkameras entdeckt. Vor lauter Daumennuckeln haben manche Babys sogar Schwielen an den Händen, wenn sie zur Welt kommen.

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Was fühlen Babies während der Schwangerschaft?

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Hören, tasten, Glücksgefühle – was kann ein Baby im Bauch einer Schwangeren fühlen? Bekommt es Stress, Freude oder Trauer mit? Ab wann kann es hören, sehen oder Schmerz empfinden? Wissenschaftler sind diesen Fragen auf den Grund gegangen. Die Meinung, dass eine Frau erst dann ein Baby hat und Mutter ist, wenn ihr Kind die Gebärmutter verlassen hat, ist durch die Möglichkeit im Ultraschall, schon frühe Blicke auf den Fötus zu werfen, zurückgegangen.

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Pränatale Selektionsverfahren in Deutschland

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Weitgehend unbemerkt wurde von der „amedes-Gruppe“, einem Unternehmen für medizinisch-diagnostische Dienstleistungen, in Deutschland ein neuer Test für „nicht-invasive“ Pränataldiagnostik (NIPT-Test) mit dem Namen „Panorama“ eingeführt. Eine Presseerklärung dazu (der vollständige Text kann hier gelesen werden) wurde am 13. Mai veröffentlicht. Diese wurde von „Russo Partners“, ein im Pharma- und Biotechnologiesektor tätiges PR-Unternehmen redigiert. Die Streuung der PM übernahm „Business Wire“, das der Firma „Berkshire Hathaway“ des weltberühmten Investors Warren Buffet gehört. Man blieb sozusagen „unter sich“: Die Meldung wurde ausschließlich in den wichtigsten Portalen für Wirtschafts- und Unternehmensnachrichten wie Börsen Manager und ähnlichen, reproduziert.

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Keine Beteiligung am Kindermord

Oberster-Gerichtshof-Schottland

Das Urteil [2013] CSIH 36 P876/11, erlassen vom Obersten Gerichtshof Schottlands verdient Aufmerksamkeit. Es schafft einen Präzedenzfall oder das, was im Common Law als Landmark Case bezeichnet wird. Auch die rechtsetzenden Richter verdienen es, namentlich erinnert zu werden: Lord Mackay of Drumadoon, Lady Dorrian und Lord McEwan.

Der Fall betrifft die beiden katholischen Hebammen Mary Teresa Doogan und Concepta Wood, die seit vielen Jahren am Krankenhaus NHS Greater Glasgow and Clyde Health arbeiten. Die beiden Frauen machten von ihrem Recht auf Gewissensverweigerung Gebrauch und weigerten sich, an der Tötung ungeborener Kinder mitzuwirken. Als 2010 das Queen Mother’s Maternity Hospital von Glasgow geschlossen wurde, nahm jedoch die Abtreibungsnachfrage zu.

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Totgeborene Kinder können Geburtsurkunde erhalten

geburtsurkundeKünftig können totgeborene Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 500 Gramm, sogenannte Sternenkinder, eine Geburtsurkunde erhalten. Diese im Entwurf des Personenstandsrechts-Änderungsgesetzes enthaltene Neuerung hat das Bundeskabinett bewilligt.

Die Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes (PStV) definiert totgeborene Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 500 Gramm als Fehlgeburten. „Nach bisher geltendem Recht wurden Fehlgeburten nicht in den Personen­stands­registern beurkundet und waren damit nicht existent.

Vielfach gab es keine Bestattung und somit keinen Ort zum Trauern und Gedenken“, erklärten der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Petitionen der CDU/CSU-Bundestags­fraktion, Günter Baumann, und die zuständige Berichterstatterin bei der dieser Gesetzesänderung zugrunde liegenden Petition, Stefanie Vogelsang (beide CDU).

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Für das Kind entschieden

In der Schwangerschaft meiner Frau wurde auch ein Indikator für Trisomie an unserem Ungeborenen festgestellt. Daraus wird eine Prozentzahl errechnet und die einem hingeworfen. „Die Chance besteht zu xx%.“ Danach kann man sich entscheiden, ob man das Risiko einfach eingeht oder wenn nicht, abbricht. Wir haben uns für das Kind entschieden und es ist pumperlgsund. Gesünder geht gar nicht. Das Leben ist voller Risiken, oft muss man sie einfach eingehen ohne sich Körperteile abzuschneiden.

– Kommentar unter Angst vor Krebs: Angelina Jolie hat sich Brüste amputieren lassen

Abtreibungsarzt Kermit Gosnell wegen Mordes verurteilt

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Kermit Gosnell, Abtreibungsarzt aus Philadelphia, wurde gestern des Mordes in drei Fällen sowie der fahrlässigen Tötung einer Patientin schuldig gesprochen. Das Strafmaß wurde noch nicht festgelegt, die Staatsanwaltschaft hat die Todesstrafe beantragt. Blutverschmierte Flure und Uringestank: Gosnell hatte jahrzehntelang ungehindert eine Abtreibungsklinik betrieben, in der unbeschreibliche Zustände geherrscht hatten. Aufgeflogen ist er im Februar 2010 mehr oder weniger zufällig nach einer Kontrolle wegen des Verdachtes unzulässiger Medikamentenabgabe, nachdem seine Klinik 17 Jahre lang überhaupt nicht behördlich kontrolliert worden war, obwohl es schon seit 1989 Beschwerden gab.

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Sicherheit für sein Kind – wer will das nicht?

Schlagworte wie »Vorsorge bedeutet Sicherheit für Ihr Kind« ködern werdende Eltern in der Frühphase einer Schwangerschaft, in vorgeburtliche Untersuchungen einzuwilligen, die über die reguläre Schwangerschaftsvorsorge hinausgehen. Sicherheit für sein Kind — wer will das nicht? Tatsächlich geht es hier aber zuallerletzt um die Sicherheit des Kindes. Denn es gibt zwar inzwischen ein großes Instrumentarium zur pränatalen Diagnostik, aber fast keine Praxis vorgeburtlicher Therapie. Die Diagnose hat also im Regelfall gar nicht die Heilbehandlung für das Kind zum Ziel, sondern seine Abtreibung.

– Geiernotizen, Monika Hey · Mein gläserner Bauch

Die Folgen der Abtreibung

Traene

Frauen trauern noch Jahre nach einer Abtreibung

Viele Frauen haben noch Jahre nach einer Abtreibung intensive Trauergefühle. Teilweise leiden die Betroffenen auch unter Depressionen und Angsterkrankungen. Das berichtet die Psychiaterin Prof. Anette Kersting, Direktorin der Leipziger Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Ausgabe 29. Juni). Die Wissenschaftlerin hat sich in mehreren Studien mit Frauen befasst, die ihr Kind aufgrund einer Fehlbildung oder eines genetischen Defekts abtreiben ließen.

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Babies können Silben im Mutterleib unterscheiden

Schwangerschaft

Verstehen von Sprache entgegen bisheriger Meinung doch angeboren

Forscher der Universite de Picardie Jules Verne haben herausgefunden, dass Babys Sprache bereits drei Monate vor der Geburt entziffern können. Das Team um Fabrice Wallois erstellte Gehirnscans von zwölf Kindern, die zu früh auf die Welt gekommen waren. In der 28. Schwangerschaftswoche schienen die Kinder einem  PNAS-Bericht zufolge zwischen verschiedenen Silben wie „ga“ oder „ba“ und männlichen oder weiblichen Stimmen zu unterscheiden. Die Forscher gehen nicht davon aus, dass die Erfahrungen der Kinder außerhalb des Mutterleibes die Forschungsergebnisse beeinflusst haben.

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Philipp, Zerstörte Zukunft

zerstoerte_zukunftOmnia sunt incerta, cum a iure discessum est – Davor, dass alles unsicher wird, wenn man den Weg des Rechts verlassen hat, hatte schon Cicero (106 – 43 v. Chr.) gewarnt. Heute ist dies nicht anders. Das gerade erschienene Buch macht es an Hand der Abtreibungsgesetzgebung in Deutschland deutlich. Verstöße gegen den Rechtsstaat wirken sich nicht nur auf dessen Zukunft aus – sie zerstören sie letztlich. Denn rechtsstaatswidrige Gesetze hält ein Rechtsstaat auf Dauer nicht aus. So ist es widersprüchlich, dass Abtreibungen nach der ausdrücklichen Rechtsprechung des BVerfG bis zur 12. Schwangerschaftswoche rechtswidrig sind, sie aber gleichwohl gemäß den §§ 218a 1,219 StGB legal durchgeführt werden können. Dies hat, zumal dies für rund 97 % aller Abtreibungen zutrifft, das Rechtsbewusstsein, Abtreibungen als Tötungsunrecht abzulehnen, weithin zerstört. Das enorme Ausmaß des Abtreibungsgeschehens – seit 1975 rund neun Millionen oder 13 komplette Geburtsjahrgänge! – hat natürlich auch dazu beigetragen. Damit ist aber nicht nur die gesetzliche Altersversorgung der Bevölkerung gefährdet, sondern auch der Bestand des Staates, da die Generationenfolge ihn nicht mehr gewährleisten kann.

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