Kategorie-Archiv: Mission

„Wir schaffen den Turm trotzdem!“

Zikkurat_wiki

„Wir schaffen das!“, hat Angela Merkel gesagt. Was denn? Wahrscheinlich meinte sie die sog. „Integration“ der Flüchtlinge. Hier eine Einschätzung nach einigen Jahren persönlicher Erfahrung mit den vielen, vielen Ausländern in Gelsenkirchen. Es gibt religiöse, soziale und kulturelle Hürden, aber am höchsten ist die sprachliche Hürde. Und, die These dieses Beitrags: Niemand ist daran schuld, das ist einfach so. Mehr noch, die Hürde ist sogar von Gott gewollt.

Haben Sie schon einmal versucht, eine völlig (!) andere Sprache zu erlernen? Natürlich, sagen Sie, wir alle lernen Englisch und mancher noch Französisch oder Spanisch. Das ist lobenswert, aber es sind keine Fremdsprachen im Sinne von wirklich „fremd“. Ich weiß, wovon ich rede.

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Was ist Missionsarbeit?

Missionsarbeit

Egal in welchem Land, egal in welchem Kulturkreis: Was ist christliche Missionsarbeit? Seit 15 Jahren leben wir als Missionare – in Gambia, in Korea, seit langem in Deutschland. Wir haben studiert, bilden uns fort, führen Gespräche, erleben dieses Projekt und jene „Initiative“ und machen uns dabei selbst viele Gedanken, wie wir unseren Glauben leben und dabei missionarisch arbeiten sollen. Wir wollen uns von Gott führen und auch korrigieren lassen. Immer wieder stellen wir uns dabei die simple Frage: Was ist eigentlich Missionsarbeit? Oder andersrum: Was ist es nicht? Ist das, was wir machen und erleben, schon (oder immer noch) Missionsarbeit?

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Der stille Rückzug oder: Kleine Brötchen zu Gottes Ehre

Kreuz-Hauskreis

Vom Vor- und Nachteil von Hauskreisen. Weitgehend unbemerkt von der evangelikalen und kirchlichen Öffentlichkeit nimmt seit einigen Jahren eine Bewegung Konturen an, die reichlich Anlaß zum Nachdenken gibt, weil sie ein bezeichnendes Licht auf die kirchliche Gesamtsituation in unserm Land wirft. Es ist die Bewegung des »Stillen Rückzugs« aus Gemeinden und Gemeinschaften. Es ist die Bewegung hinein in die Häuser.

Lange Zeit als bloßes Randphänomen unterschätzt, hat diese Bewegung mittlerweile eine Größe erreicht, die guten Gewissens nicht mehr ignoriert werden kann. Mehr und mehr ziehen sich Christen aus Kirchen, Gemeinden, Gemeinschaften und Verbänden zurück, denen sie lange treu angehört haben, aber nun nicht mehr angehören können oder wollen. Jenseits des kirchlich bzw. freikirchlich verfaßten Christentums leben sie ihr Christsein in Hausgruppen, Hauskreisen und Hausgemeinschaften.

Was sind die Gründe dafür? Was sind die Hintergründe?

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Gemeinde zwischen Erstarrung und Schwärmerei

Odysseus

In der Odysseussage wird berichtet, wie der griechische Held mit seinen Leuten auf der sturmreichen Heimfahrt in seinem Schiff viele Gefahren zu bestehen hatte. In der Meerenge von Messina musste er zwischen zwei Felsen hindurchfahren, der »Skylla« und der »Charybdis«. In der Skylla wartete ein Meeresungeheuer mit sechs Hälsen und zwölf Füßen, um das Schiff zu verschlingen, und gegenüber in der Charybdis ein anderes, das täglich dreimal die Flut einsog und wieder ausspie.

Eine gefährliche Fahrt zwischen Skylla und Charybdis ist auch der Weg der Gemeinde. Wie diese beiden Strudel, so sind es zwei große Gefahren, die die Gemeinde heute bedrohen. Auf der einen Seite die Gefahr der Erstarrung, auf der anderen die Gefahr der Schwärmerei: Gemeinde zwischen Erstarrung und Schwärmerei.

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Die besonderen Versuchungen des Boten Gottes

Schlange-Versuchung

Jeder Beruf hat seine besonderen Gefahren und Versuchungen, und gar zu oft ist der Träger eines Berufs durch diese geprägt und geformt und hat seine eigentümliche »Berufskrankheit«. Ist das auch beim Boten Gottes so, dem Prediger und Geistlichen, dem hauptberuflichen Mitarbeiter in unseren freikirchlichen Gemeinden? Unter der Überschrift »Die Gefahren unseres Berufes« brachte The Fraternal (Engl. Journal of the Baptist Ministers´ Fellowship) die Wiedergabe einer Ansprache vor Geistlichen.

Mir scheint, es könnte uns nützlich sein, wenn wir uns auch ein wenig mit ihren Hauptgedanken beschäftigen. Sie mögen vielleicht doch unser Gewissen erreichen, vor allem soweit wir Boten Gottes mit einem besonderen Auftrag sind. Wenn dabei der hauptberufliche Geistliche im Blickfeld steht, so hat das doch nichtsdestoweniger auch jedem anderen Mitarbeiter in der Gemeinde etwas zu sagen. Abgesehen davon dürfte jedem Gemeindeglied die Sicht für die besonderen Versuchungen seines Predigers ein Antrieb sein, zu beten und zu arbeiten, dass er nicht mitschuldig werde, wenn dieser zu Fall kommt.

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Wehe mir, wenn ich nicht predige!

Pastor-Hirte-Schafe

Ich werde bisweilen von jungen Männern gefragt: Soll ich Prediger werden? Abgesehen von einer Reihe anderer Momente, die in der Antwort bedacht werden müssen, geht es immer wieder grundlegend um die Frage der Berufung. Sie muss mit Recht gestellt werden, denn ohne das Bewusstsein, zum Verkünder des Evangeliums berufen zu sein, kann man nicht predigen.

Wie aber kann man nun einem jungen Mann helfen, den Ruf zum hauptamtlichen Dienst im Reiche Gottes zu erkennen? Es mag mehrere Zeichen dafür geben. Ganz gewiss aber gibt es in vielen Fällen das Merkmal, das ich das negative nennen möchte. Könnte ich auch anders? Diese Frage habe ich mir selbst oft in meinem Leben stellen müssen, auch bei Einzelentscheidungen und bei der grundlegenden Frage nach der Berufung zum ausgesonderten Boten Gottes.

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Christliche Gemeinde: Der dankbare alte Mann

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Der alte Mann ist dankbar für die Gemeinde. Dort trifft er Brüder und Schwestern, die mit ihm zusammen auf dem Weg zum Himmel sind. Diese Geschwister hätte er ohne die Gemeinde nie kennengelernt. In der Gemeinde geben Alte und Junge gemeinsam den Ton an und loben miteinander den Herrn.

In der Gemeinde ist er freundlich aufgenommen, da dient man einander. Dort hilft man sich. Durch Bibellesen und Hören auf das Evangelium wächst man im Glauben an den Sohn Gottes. Der alte Mann liebt den Herrn Jesus und die Glaubensgeschwister. Mit ihnen teilt er Freude und Leid. Man ist nicht immer einer Meinung, aber man hat einerlei Glauben. Man ist eines Geistes auf der Grundlage des Wortes Gottes.

Der alte Mann ist dankbar für die Leitung der Gemeinde. Als verantwortungsbewusste Hirten führen sie die Herde auf den rechten Weg. Sie sind geistliche Bauleute und halten sich exakt an Gottes Bauplan. Sie praktizieren biblische Leiterschaft und üben Gemeindezucht. Sie beurteilen Zeitströmungen anhand der Bibel und wenden Schaden von der Gemeinde ab. Sie opfern sich auf im Dienst. Der alte Mann ist froh, in der Gemeindeleitung tragfähige Führungspersonen zu wissen, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

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Drei Gedanken zu sterbenden Gemeinden

Gruppe

„Werde wach und stärke das Übrige, das im Begriff steht zu sterben.“ – Offenbarung 3:2

Was ist der richtige Weg, eine sterbende Gemeinde wiederzubeleben oder eine neue Gemeinde zu gründen? Wenn man unter Christen fragt, kommt oft die Gegenfrage: „Was ist einfacher, ein Baby zu gebären oder Tote aufzuerwecken?“

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Träume unter Anleitung der Bibel verstehen

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„Doch auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite, und man wird es nicht gewahr. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn tiefer Schlaf auf die Menschen fällt, im Schlummer auf dem Lager, dann öffnet er das Ohr der Menschen und bestätigt die Warnung für sie, um den Menschen von seinem Tun abzuwenden und den Hochmut vom Mann abzuhauen, um seine Seele zurückzuhalten von der Grube und sein Leben davon, in den Spieß zu rennen.“

– Hiob 33,14-18

Zweck und Ziel von Träumen, die Gott schickt

Sie sollen den Menschen:

  1. von seinem bösen Tun abwenden
  2. vom Hochmut abbringen
  3. ihn aus der Grube retten
  4. ihn vom physischen Tod bewahren

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