Kategorie-Archiv: Predigt

Wer sollte es wagen?

Amerika_Flagge

Vor langen Jahren wanderte ein Mann von England nach Amerika aus. Er war englischer Bürger, wurde dann aber in Amerika eingebürgert. Nach einiger Zeit gefiel es ihm in den Vereinigten Staaten nicht mehr, und er ging nach Kuba. Bald darauf brach dort ein Bürgerkrieg aus, und er wurde von der spanischen Regierung als Spion verhaftet und vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt. Die ganze Untersuchung wurde in spanischer Sprache geführt, die er nicht verstand.

Als man ihm das Urteil übersetzte, wandte er sich zum amerikanischen und englischen Konsulat und legte ihnen die Sache vor, bewies seine Unschuld und verlangte ihren Schutz. Sie untersuchten die Sache und fanden, dass der Mann tatsächlich unschuldig war. Sie gingen zum spanischen General und sagten: »Dieser Mann ist zu Unrecht verurteilt worden, er ist völlig unschuldig.« Aber der General erwiderte: »Er wurde nach unserem Gesetz für schuldig erklärt. Er muss sterben.« Es gab damals noch keine Überseekabel, daher konnten sich die Beamten nicht mit ihren Regierungen in Verbindung setzen.

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Was der Mensch sät, das wird er ernten!

Saat-Ernte

»Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.« – Galater 6:1-4

»Was der Mensch sät, das wird er ernten!« Dieses Bibelwort wird besonders verständlich, wenn wir uns nur die vier Worte bewusst machen: Das – wird – er – ernten! Dieses Grundgesetz gilt nicht für Gottlose, sondern auch für Gläubige!

»Was der Mensch sät, (1) das (2) wird (3) er (4) ernten!«

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Eine Predigt zur Hochzeit

Hochzeit-Trauung

Ansprache zur Trauung, die von Pastor Lothar Leese, Remscheid, gehalten wurde. – Bewusst wurden die Namen beibehalten, um zu zeigen, wie man am persönlichen Leben des Paares bezeugen kann, was Jesus Christus in ihrem Leben bewirkt hat! – Traupredigt für Thomas & Heike Eichin, geb. Meseck, am 29. 4. 1995.

»Falschheit und Lüge lass ferne von uns sein; Armut und Reichtum gib uns nicht; lass uns das Brot, das wir brauchen, genießen.« – Sprüche 30, 8

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Die Dauer der Predigt

Armbanduhr

Die Predigt dauerte mir entschieden zu lang. Zunächst war ich aufmerksamer Zuhörer, obwohl ich nach der langen Einleitung schon etwas erschrocken war, dass ich fünf Punkte zu erwarten hatte, die abgehandelt werden sollten. Eine schnelle Rechnung (auf Kosten der Aufmerksamkeit für den Predigtgegenstand!) ergab: 5 Minuten für jeden Punkt mal 5 = 25 Minuten. Das zur Einleitung hinzu. Mit einer halben Stunde hätte alles noch hinkommen können.

Aber es kam nicht hin. Nach 30 Minuten hörte ich nicht mehr zu, sondern stellte ganz abwegige Betrachtungen an. Vielleicht waren sie nicht so ganz abwegig, so dass es sich lohnte, sie anderen Predigern mitzuteilen. Abwegig freilich waren meine Gedankengänge für den Gegenstand der Verkündigung in der Predigt selbst.

Da ich von der guten Absicht des Predigers durchaus überzeugt war, fragte ich mich: »Warum predige ich denn länger als eine halbe Stunde?« Ich gebe das nicht gern zu, aber meine Frau hat letztens genau auf die Uhr gesehen und mir dann nachher gesagt, wie viel ich über eine halbe Stunde hinausgegangen war.

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Unsere Sprache in der Predigt

Predigt-KanzelMit Recht verlangt Kierkegaard vom Prediger, daß er so modern als möglich spreche: »Einzig dadurch, daß er die Sprache der Zeit spricht, kann es ihm glücken, Aufmerksamkeit zu wecken und sich seiner Zeit wirklich verständlich zu machen. Der Fromme, der mit den Menschen ins Gespräch kommen will, muß darum für den Anfang ganz so auftreten, als wäre er selbst einer von ihnen.« Kierkegaard ist also der Meinung gewesen, daß der Prediger so modern als möglich sein, daß er die Sprache seiner Zeit sprechen müsse, damit der lebendige Gott zum heute lebenden Menschen eindringlich und vernehmlich sprechen könne.

Auch H. Thielicke wendet sich in seiner Schrift über »Fragen des Christentums an die moderne Welt« gegen die unverständliche Theologensprache in der Verkündigung. Er kämpft dort mit vollem Recht gegen den weit verbreiteten heutigen »Theologen-Jargon«, das »Kirchen-Esperanto«, die »Kanzel- und Altarsprache, die außerhalb des Kirchenraumes wie Chinesisch wirkt«, die aber seiner Meinung nach auch im Kirchenraum den Hörer daran hindert, das verkündigte Gotteswort lebendig aufzunehmen und gewissensmäßig zu verstehen.

Wer diese Forderung einer modernen und zeitgemäßen Sprechweise im Gottesdienst aufstellt, der geht dabei von der Erkenntnis aus, daß zwischen der traditionellen Kirchensprache und Predigtsprache einerseits und der lebendigen Sprache der Gegenwart andererseits in vielen Fällen eine Kluft vorhanden ist. Man wird das nicht bestreiten können. Eine lebendige Sprache sprechen heißt aber nicht, daß sie modische Ausdrücke verwenden oder die Plattheiten der Gasse mitmachen oder moderne Sprachentartungen pflegen solle.

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Vom Reden – 7 Zitate

Rede-Redner

1. Rhetorik ist die Kunst, Unverständliches so feierlich vortragen zu können, dass jeder einzelne Zuhörer meint, der Nachbar verstehe alles, bloß er selber sei zu dumm, und damit dies die anderen nicht merken, tue er am besten so, als habe auch er alles verstanden.

2. Bekanntlich gibt es bei uns verschiedene Stufen von Reden. Die unterste Stufe ist dann erreicht, wenn der Redner sich selber versteht und die Zuhörer ihn, die gehobene Stufe dann, wenn der Redner sich versteht, aber die Zuhörer ihn nicht, die höhere, wenn der Redner sich selber nicht versteht und die Zuhörer ihn auch nicht verstehen, und die höchste, wenn der Redner zwar sich selber nicht versteht, aber die Zuhörer glauben, ihn verstanden zu haben. Ich gebe mich mit der untersten Stufe zufrieden.

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Auf das Tun kommt es an!

Arbeit

»Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg!« – Matthäus 21, 28

Ich kenne Menschen, die die Aufforderung: »Arbeite!« nicht lieben! Sie blicken sehr finster drein, wenn ihnen etwas von Pflicht gesagt wird. Wer mit dieser Anordnung nicht zufrieden ist, ist mit Gott unzufrieden! Das sollte er bedenken! – Wer den praktischen Teil des Christseins nicht liebt, mag mit der Lehre tun, was ihm beliebt; aber ihm fehlt das Wichtigste.

Der Text sagt: »Arbeite!« Das ist etwas Praktisches, etwas Wirkliches. Arbeite! Er sagt nicht: »Mein Sohn, denke und grüble, mache merkwürdige Versuche, finde neue Lehren und überrasche deine Mitmenschen mit deinen eigenen, oft wunderlichen Seltsamkeiten!«

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EIN LEBEN NUR

EIN Leben nur ist dir gegeben,
ein Leben nur für diese Zeit!
Drum setze dir ein Ziel auf Erden,
es wartet dir die Ewigkeit.
Dort wird dir Gott zurückverlangen,
was Er in deine Hand gelegt.
Gedenkst du nicht daran mit Bangen,
wie’s dann um deine Seele steht?

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«Von Mir aus ist diese Sache geschehen»

blume_weg_170Die Enttäuschungen in diesem Leben sind in Wirklichkeit nur Beweise Meiner Liebe. Ich habe heute eine Botschaft für dich, Mein Kind; Ich will sie dir sagen, damit die Sturmwolken, die sich auftürmen, vergoldet und die Dornen, auf die du treten musst, stumpf werden. Die Botschaft besteht nur aus einem kleinen Satz, aber versenk sie in die Tiefen deines Herzens! Möge sie dir ein Kissen sein, auf dem dein müdes Haupt ruht! Sie heißt: «Von Mir aus ist diese Sache geschehen» (1.Könige 12,24).

Hast du nie daran gedacht, dass alles, was dich angeht, auch Mich betrifft? Wer dich antastet, tastet Meinen Augapfel an (Sach. 2,12). Weil du teuer und wertvoll bist in Meinen Augen, habe Ich ein besonderes Interesse an deiner Erziehung. Wenn du in Versuchung gerätst und Feinde über dich kommen, so wisse: «Von Mir aus ist diese Sache geschehen.» Ich bin der Gott der Umstände. Du bist nicht zufällig an dem Platz, wo du stehst, sondern weil Ich diesen Platz für dich gewählt habe.

Hast du nicht um Demut gebeten? Siehst du, Ich habe dich gerade an den Platz versetzt, wo du diese Lektion lernen kannst. Durch die Menschen und Dinge, die dich umgeben, tritt Mein Wille in Wirksamkeit. Hast du Geldschwierigkeiten? Weißt du nicht, wie du mit dem Vorhandenen auskommen sollst? «Von Mir aus ist diese Sache geschehen.»

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