Kategorie-Archiv: Studium

Der Brief an die Philipper lehrt Freude statt Depression

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„Paulus blieb zwei Jahre in der von ihm gemieteten Wohnung und durfte dort so viele Besucher empfangen, wie er wollte. Er verkündete ihnen die Botschaft vom Reich Gottes und lehrte sie alles über Jesus Christus, den Herrn. Er tat es frei und offen und wurde von niemand daran gehindert.“ (Apostelgeschichte 28:30f. – NGÜ)

Die Apostelgeschichte hat ein Happy End. Die jahrelange Zeit der Verfolgung und der schwere Weg von Jerusalem bis nach Rom führte Paulus schließlich in seine eigene Mietwohnung, in der er täglich frei missionieren und lehren konnte. Doch diese Zeit ist nun vorbei und Paulus sitzt wieder im Gefängnis. Seine Situation hat sich verschlechtert. Dramatisch, denn er sieht seiner Hinrichtung entgegen, die letztlich nur eine Frage der Zeit sein wird.

Was würden Sie nach einer solchen Lebensveränderung Ihren Freunden schreiben?

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Epheser – Anleitung zur Verherrlichung Gottes

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„Das höchste Ziel des Menschen ist, Gott zu verherrlichen und sich für immer an ihm zu erfreuen.“ Der Westminster Katechismus formuliert in etwa das Thema des Epheserbriefs. Die zwei Überschriften des Paulus-Briefs finden sich im ersten Kapitel. (1) Wir sind auserwählt, um mit und für Gott zu leben. (2) Wir loben Gott für das, was er uns in Jesus Christus schenkt. (1:1-14)

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Der Brief an die Römer erklärt das Evangelium

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Paulus sieht sich als Schuldner, allen Menschen das Evangelium zu predigen und wollte dazu auch gerne nach Rom. (1:13f.) Weil das aber bisher nicht möglich war, schreibt Paulus diesen Brief, in dem er das Evangelium schriftlich predigt bzw. erklärt:

Gott zeigt den Menschen durch seine Schöpfung, dass es ihn gibt. Dennoch leben die Menschen gottlos oder dienen Götzen statt Gott, der Schöpfung statt dem Schöpfer. Die Frucht eines Lebens ohne Gott ist ein egoistisches, rücksichtsloses und konfliktreiches Leben der Menschen untereinander, das gegen die Gebote Gottes und seine Schöpfungsordnung verstößt. (1:18-32)

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Der Brief des Jakobus – eine Auslegung

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Nach kirchlicher Überlieferung ist der Brief von Jakobus, dem Halbbruder des Herrn Jesus Christus, geschrieben worden. Weil die Heidenmission und das Apostelkonzil im Jahr 48/49 n.Chr. darin nicht erwähnt werden, geht man von einem früheren Datum aus. Wahrscheinlich kannte Jakobus die Paulus-Briefe (inkl. Galater, 48 n.Chr.) noch nicht. Im Jahr 62 n.Chr. ist Jakobus hingerichtet worden.

Adressiert ist der Brief an verschiedene Gemeinden mit vorwiegend Judenchristen, die sich als das „wahre Israel“ verstanden und deshalb mit „zwölf Stämme“ angeredet werden. (1:1) Aus dem Inhalt des Briefes lässt sich die Situation in den Gemeinden erschließen. Es gab eine Kluft zwischen Arm und Reich, wobei die Reichen geehrt und die Armen verachtet wurden – ein Verstoß gegen das Höchste Gebot der Liebe. (2:8) Hinzu kamen Machtkämpfe um die Position des Leiters bzw. Lehrers. (3:1)

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