Die Normalität der Unmoral

5_DM_Europa

„Homosexuelle Betätigung ist nach der Heiligen Schrift vor Gott eine Greuelsünde (Röm 1,27). Als sich die Länder Europas nach dem christlichen Menschenbild orientierten, galten homosexuelle Beziehungen als äußerst unmoralisch und verwerflich. Das deutsche Strafgesetzbuch bezeichnete sie in seiner ursprünglichen Fassung als widernatürliche Unzucht.

Heute aber halten die europäischen Länder gleichgeschlechtliche Beziehungen nach humanistischem Verständnis für schützenswert und geben ihnen auf Wunsch sogar – Gott zum Hohn – einen eheähnlichen Status. Der Mensch will seine Geschlechtlichkeit frei ausleben, unabhängig davon, wie sie geartet ist. Von Gott will er sich nichts sagen lassen. Die christliche Moral wird verworfen. Insbesondere die Tatsache, dass homosexuelle Betätigung und „Abtreibung“ europaweit staatlich zugelassen sind, zeigt erschreckend deutlich, dass Unmoral in Europa ’normal‘ geworden ist. Demoralisierte Völker aber, die nicht einmal davor zurückschrecken, einen großen Teil ihrer ungeborenen Kinder umzubringen, sind nicht fähig zum Selbsterhalt, geschweige denn zu wirtschaftlichem und kulturellem Aufstieg.“

– Gerhard Becker, Die moralische Grundlage im Entwurf einer Verfassung für Europa, S. 15 // Bild: Entführung der Europa, 1948, Deutsche 5-DM-Banknote, gemeinfrei