Die Zeugen Jehovas – Falsche Propheten gehen um!

Jehovas Zeugen

Viele Christen werden durch die »Sekte« der »Jehovas Zeugen« bedrängt und dadurch verunsichert und beunruhigt. Diese Gruppierung nennt sich auch »Wachtturm«- oder »Neue-Welt-Gesellschaft«. Die Mitglieder dieser »Gesellschaft« gehen von Haus zu Haus und werben auf den Straßen, um Christen von ihrem Glauben an Jesus Christus abzubringen.

Die Lehre

Sie behaupten, dass die »Zeiten der Nationen 1914 zu Ende gegangen« seien, dass Jesus Christus in diesem Jahre unsichtbar seine Herrschaft angetreten habe und dass die große Endzeitkatastrophe noch zur Zeit der Generation von 1914 stattfinden werde. Jedem, der den Anweisungen der Wachtturm-Gesellschaft folge, sei danach ein Platz im zukünftigen Reich Jehovas sicher.

Um die Menschen für ihre Sektiererei zu gewinnen, versprechen sie ihnen ein materialistisches Zukunftsparadies, das nach ihrer Vorstellung so aussieht:

»Über alle Lebenden werden sich Gottes Segnungen ergießen. Die Erde wird mit frohen Menschen gefüllt sein, die dem wahren Gott von Herzen dienen. Diese glücklichen Menschen werden körperlich gesund und geistig rege sein. Als Experten im Gartenbau werden sie die Erde hegen und pflegen.« – »Schmerz und Leid, verursacht durch unheilbare oder ansteckende Krankheiten wie Krebs oder Grippe, oder auch nur Zahnschmerzen werden verschwinden.« – Alleen und Verkehrsstraßen für Motorlastwagen und Luxusautomobile ziehen sich von Meer zu Meer. Sie empfehlen den Mädchen jetzt schon Zusatzkurse in allgemeiner Hauswirtschaft zu besuchen, während Jungen sich technische Kenntnisse aneignen sollten. Denn – so sagen sie – »die Werke der Ingenieurskunst und die Landwirtschaftsprojekte werden zu jener Zeit von gewaltigem Ausmaß sein.« (Vom verlorenen Paradies, S. 240; Gott bleibt wahrhaftig, S. 283; Der Wachtturm, u.a. vom 1. April 1950)

Sie zeichnen also in die Prophetien der Bibel vom kommenden Gottesreich ihre eigenen Phantastereien hinein und verleugnen damit das Wort unseres Herrn Christus: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt!« (Johannes 18, 36) Nicht, dass wir von Zahnschmerzen und Grippe frei sein, dass wir ein Luxusauto haben und im Garten arbeiten werden, ist Ziel und Hoffnung eines rechten Christen für die Ewigkeit, sondern dass »wir bei dem Herrn sein werden allezeit!« (1. Thessalonicher 4, 17)

Die Gegner der Zeugen Jehovas werden von ihnen ohne weiteres für Gottes Gegner erklärt. Sie drohen ihnen einen schaurigen, blutigen Untergang in der »Schlacht von Harmagedon« an. (Offenbarung 16, 16) – Sie vergessen dabei, vor dem kommenden Gericht Gottes sich an die eigene Brust zu schlagen und zu bitten: »Gott, sei mir Sünder gnädig!« (Lukas 18, 9-14)

Weitere Irreführungen

Für solche Irreführungen aber nehmen die Jehovas Zeugen die Bibel in Anspruch. Sie behaupten, dass ihre Lehren sich ganz auf die Bibel gründen, und wollen das durch fortwährendes Zitieren von Bibelstellen glaubhaft machen. In Wahrheit gibt es bei ihnen

• kein freies Bibelstudium.

Denn neben der Bibel liegen bei ihnen der »Wachtturm« und die Schriften der »Neuen-Welt-Gesellschaft«. Diese bestimmen, was aus der Bibel herauszulesen ist. So heißt es im Schulungsbuch der Zeugen Jehovas »Zum Predigtdienst befähigt« (S. 156): »Wenn wir Jehova und die Organisation seines Volkes lieben, werden wir nicht misstrauisch sein, sondern werden, wie die Bibel sagt,

• ´alles glauben´, nämlich alles, was ´Der Wachtturm´ darreicht,

weil er uns treulich Erkenntnis über Gottes Vorhaben geschenkt und uns von der Zeit an, da er das erste Mal erschien, bis heute auf den Weg des Friedens, der Sicherheit und der Wahrheit geführt hat.«

Zur Geschichte der Entstehung

Wie wenig »treulich« in Wirklichkeit der »Wachtturm« seine Leser auf den Weg der Wahrheit und Sicherheit geführt hat, aber wird deutlich an den

• falschen Prophezeiungen,

die er Jahrzehnte hindurch in der Welt verbreitet hat. Schon sein Gründer, der Kaufmann Russel aus Pittsburg (USA), hatte zu seiner Zeit die Menschen in Aufregung versetzt mit der Ankündigung, Jesus Christus werde 1874 zum Weltgericht wiederkommen. Dann verschob er das Datum auf 1914. Als aber auch 1914 Jesus Christus nicht kam, sondern der erste Weltkrieg ausbrach, gab man 1918 als neuen Termin an.

Und der Nachfolger Russels, der Richter Rutherford, schrieb dann in seiner 1920 erschienenen Broschüre »Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben« (S. 53), dass 1925 die Auferstehung Abrahams, Isaaks und Jakobs und anderer Treuen des Alten Bundes stattfinden und damit das Reich von Jesus Christus sichtbar in Erscheinung treten werde.

Was sagt der Herr selber zu solchen vermessenen Versuchen, in die Geheimnisse der Endzeit einzudringen? »Es gebührt euch nicht, zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat!« (Apostelgeschichte 1, 7) Heute wollen sie natürlich diese falschen Prophezeiungen nicht mehr wahrhaben. Sie behaupten, dass Jesus Christus 1914 »unsichtbar« seine Herrschaft angetreten habe und dass er nicht mehr sichtbar erscheinen werde. Nun, das lässt sich zwar leicht behaupten; aber es stimmt durchaus nicht mit dem Wortlaut der Bibel überein.

Der kritische Vergleich

So lesen wir im Buch der Zeugen Jehovas »Die Wahrheit wird euch freimachen« (S. 296): »Es ist eine feststehende biblische Wahrheit, dass Menschenaugen ihn (Jesus Christus) bei seinem zweiten Kommen nicht sehen werden…« So sagt die Bibel: »Alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.« (Matthäus 24, 30) »Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen ….« (Offenbarung 1, 7)

So wird die Wahrheit der Bibel durch »Jehovas Zeugen« auf den Kopf gestellt!

Wer ist Jesus Christus?

Das ist für uns die wichtigste Frage. Vergleichen wir wieder:

• So sagen »Jehovas Zeugen«:

»Christus war nicht Jehova Gott… Die Gerechtigkeit Gottes hatte nicht zugelassen, dass Jesus… mehr war als ein vollkommener Mensch…«

– »Gott bleibt wahrhaftig«, S.35+94

»Die Bestimmung Jesu zum Messias oder Christus beweist, dass der Hauptzweck seines Kommens nicht darin bestand, die Menschheit zu erlösen und zu erretten…«

– »Die Wahrheit wird uns frei machen«, S.252

• So sagt die Bibel:

»Christus ist Gott über alles gelobt in Ewigkeit.«

– Römer 9, 5

»Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.«

– 1. Johannes 5, 20

Thomas zu Jesus Christus: »Mein Herr und mein Gott!«

– Johannes 20, 21

»Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte.«

– Offenbarung 22, 13

»Des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, das verloren ist.«

– Lukas 19,10

»Das ist gewisslich wahr und ein Wort, des Glaubens wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen …«

– 1. Timotheus 1, 15

Diese Gegenüberstellungen beweisen:

Der Herr Jesus Christus der Jehovas Zeugen ist nicht der, den die Bibel bezeugt!

Die Nächstenliebe

Ist es ein Wunder, dass die »Jehovas Zeugen« auch das Gebot der Nächstenliebe unseres Herrn missachten. – Sie sagen:

»Lieber sterben lassen als durch eine Blutübertragung das Leben eines Menschen retten!«

Auf Geheiß ihrer »theokratischen« Leitung holen sie das für uns Christen mit Jesus Christus aufgehobene Blutsverbot (1. Mose 9, 3 – 5; 3. Mose 17,14) und eine Übergangsbestimmung, die für eine begrenzte Zeit den Verkehr zwischen Heiden- und Judenchristen regeln sollte (Apostelgeschichte 15, 29) wieder hervor und dehnen sie (ohne jede biblische Begründung!) auch auf die ärztliche Blutübertragung aus. Lieber lassen sie ihre Kinder und Freunde sterben, obwohl das bedrohte Leben durch eine Blutübertragung vielleicht zu retten wäre!

Hier sehen wir, auf welch gefährliche Irrwege die Wachtturm-Gesellschaft ihre Anhänger führt! Aber sie fordert: Widerspruchslosen Gehorsam und völlige Geistesversklavung!

Gegen die Organisation gibt es keinen Widerspruch! So lesen wir es im »Wachtturm« (Nr. 13 vom 1. Juli 1959): Um also Christus als das leitende Haupt anzuerkennen, ist es notwendig, der Organisation zu gehorchen, die er persönlich leitet. Zu tun, was die Organisation sagt, bedeutet soviel wie, das zu tun, was er sagt … Wo immer jemand in Jehovas Organisation dient, dient er durch Seine unverdiente Güte. Er wird nur dann an seinem Platz bleiben, wenn er gehorcht. Er wird nur dann wahrhaft glücklich sein, wenn er schnell gehorcht. Heute haben alle willigen Sklaven das Vorrecht, Verkünder der guten Botschaft zu sein …«

Warnung eines Ehemaligen

Lasst Euch nicht täuschen und irreführen von den falschen Propheten, die nur über Eure Seelen herrschen wollen! Weist sie klar und bestimmt ab, wenn sie an Eure Türen kommen! Warnt alle, die Neigung haben, ihnen ihre Tür aufzutun! Hört auf das, was einer, der selber lange Jahre »Zeuge Jehovas« war, sagt:

»Wenn Sie einem von Jehovas Zeugen ein Buch abkaufen, dann reiht er Sie unter die ´Menschen guten Willens´ ein. Jetzt wird automatisch ihr System der Bearbeitung auf Sie angewandt. … Wenn die Füße der Theokratie – die Königreichssverkündiger – von Haus zu Haus wandern und an Ihre Tür kommen, dann schleudern Sie ihnen die unumstößlichen Wahrheiten der Bibel ins Gesicht, und sie werden vor Ihren Augen klein werden. Können Sie das nicht, dann entziehen Sie sich ihnen, indem Sie es ablehnen, die erste Wachturmschrift zu kaufen. … Wenn Sie auf diesen Pfad (der Wachtturm-Gesellschaft) geraten, und sei es noch so unverschuldet, dann sind Sie auf dem Weg in die Sklaverei. – Mein Sklavenleben möge Ihnen eine Warnung sein! Ich brauchte dreißig Jahre, um wieder frei zu werden!«

W. J. Schnell, »Falsche Zeugen stehen wider mich, 30 Jahre Sklave des Wachtturms«, Konstanz

Der Irrtum »Jehova« statt »Jahwe«

Schon dass sie diese Gruppierung »Zeugen Jehovas« nennt, zeigt wie falsch sie zentrale biblische Sachverhalte einordnen. Schon aus Liebe zur Wahrheit sollten sie ihren Namen ändern!

»HERR« ist in der Bibel die Wiedergabe des hebräischen Gottesnamens, der mit großer Wahrscheinlichkeit »Jahwe« gelautet hat. Gesichert sind lediglich die Konsonanten JHWH (das auslautende »H« ist stumm). Da die jüdischen Gelehrten, die den hebräischen Text mit Vokalen versahen, den Gottesnamen aus Scheu nicht mehr aussprachen, haben sie statt der ursprünglichen Vokale die Vokale des hebräischen Wortes für »Herr« eingesetzt, das beim Vorlesen an dieser Stelle gesprochen werden sollte  – »adonaj«. Dabei wurde das anlautende »a« in der Schreibung verkürzt zu »e«. Durch ein Missverständnis ist später daraus das Kunstwort »JeHoVaH« geworden.

Die ursprüngliche Form des Gottesnamens lässt sich erschließen aus der Kurzform »Jah«, die z.B. in »Hallelujah« (Preist Jahwe) enthalten ist, sowie aus alten griechischen Texten. Jahwe ist ein Eigenname, der den Gott Israels von anderen Göttern unterscheidet. – Die Bibel bezeugt, dass er der einzige Gott ist und alle anderen Götter tote Götzen sind. (Psalm 96, 5; vgl. 1. Korinther 8,4 – 6).

Die Übersetzung des Namens »Jahwe« ist umstritten. In 2. Mose 3, 13 – 15 wird eine Deutung aus dem Zeitwort »sein« gegeben, die das Wesen des Gottes Israels als »Mit-Sein« mit seinem Volk und seiner Schöpfung sehr schön zum Ausdruck bringt.

 

Literatur:
Pastor Günther Siedenschnur, in Verlag »Kirche und Mann«, Gütersloh