In Erinnerung an Rami Ayyad

Rami AyyadDie wenigsten Kinder wollen wohl Buchhändler werden, wenn sie mal groß sind – wie trocken und langweilig! Dabei gibt es keinen größeren Kampf als den um die Wahrheit. In Luthers Worten:

„Ein Christenleben soll ein Krieg sein, und die das Wort haben, sollen vorhergehen in der Heerspitzen, das Schwert in der Faust haben und den Haufen hinter sich herziehen, gerüstet sein und allerwege auf die Puffe (Schläge) warten, wie in einer rechten Schlacht; sonst liegen wir bald darnieder.“

Rami Ayyad (30) hat diesen – geistlichen – Kampf bis aufs Blut gekämpft. Er war christlicher Buchhändler im Gaza, bis zum 6. Oktober 2007:

„Am 6. Oktober wurde Rami Ayyad von bislang Unbekannten entführt. Am nächsten Tag fand man seine Leiche. Möglicherweise wurde er gefoltert. Sein Körper wies mehrere Messerstiche auf. Aus nächster Nähe wurde auf ihn geschossen; eine Kugel traf ihn im Kopf.

Rami Ayyad führte in Gaza den Buchladen der Palästinensischen Bibelgesellschaft (Jerusalem) und erhielt seit einiger Zeit Morddrohungen. Zweimal verübten Extremisten Bombenanschläge auf das Geschäft – zuletzt im April 2007. Gewaltbereite Islamisten beobachten seit langem das Engagement der rund 3.000 Christen (0,2%) im Gazastreifen.“ (Open Doors)

Viele Christen leiden unter Verfolgung. Sie bleiben standhaft und kämpfen mit dem Schwert des Geistes, der Bibel. Wir wollen sie nicht vergessen, auch nicht die Witwe Pauline Ayyad, und ihre drei kleinen Kinder.

„Steht den Christen bei, die verhört und misshandelt werden.
Leidet mit ihnen, denn es kann euch jederzeit genauso ergehen.“

– Hebräer 13,3