Flüchtlinge und Islamisierung – eine christliche Antwort

Autobahnplakat-IslamMehr und mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Genaue Zahlen kann niemand mehr prognostizieren, viele sind unregistriert, einige kommen aus Notsituationen und manche kommen nach Deutschland mit ganz anderen Motiven. Tatsache ist, dass immer mehr Muslime in Deutschland leben, was Politiker zu Worten veranlasst wie: „Der Islam gehört zu Deutschland!“ Das wiederum kann man so oder so verstehen, am Ende macht es aber keinen Unterschied. Die Gesellschaft verändert sich, die Städte sehen heute schon ganz anders aus als noch vor 10 Jahren, das können wir mit eigenen Augen beobachten. Weitere Jahrzehnte später, wenn wir vielleicht gar nicht mehr leben, werden unsere Kinder, wer weiß, vielleicht solchen gegenüberstehen, die heute Plakate wie diese schreiben: „Euer Kinder werden Allah beten oder sterben.“ Schon die Rechtschreibfehler weisen auf mangelnde Integration hin.

Und so gehen empörte Rundmails um, die vor dem Islam warnen und ihre Stimme gegen die Politik erheben. Das aber ist zu kurz gegriffen, das ist meine Meinung.

„Das Bild zeigt, was unseren Kindern blüht, wenn wir den Islam nicht aus Europa werfen.“ So schreibt es ein Blogbetreiber und viele, auch Christen, stimmen ihm zu. Aber lesen wir die Bibel und denken über das nach, was geschrieben steht: Was blüht ihnen? Dass sie sterben? Müssen sie sonst etwa nicht sterben? Ist der Islam souverän oder Gott? Der tote Mohammed oder der auferstandene Jesus Christus? Vor wem und vor was soll ich mich fürchten? „Fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!“ (Mt 10:28)

Die nächste Frage stellt sich: Können wir den Islam überhaupt „rauswerfen“, haben wir die Macht dazu? Oder ist es nicht Gott selbst, der die Geschichte schreibt? Lehrt das nicht die Bibel, wozu sonst wurde das Buch Daniel geschrieben? Und die zwei Bücher der Könige? Hatte Gott damals nicht die Assyrer und Babylonier gebraucht, um Israel zu schlagen? Was war die Ursache dafür? Und was war die Lösung? Was haben damals die Propheten gepredigt?

„Siehe, ich werde über diese Stadt und über alle ihre Städte all das Unheil bringen, das ich gegen sie geredet habe; denn sie haben sich hartnäckig geweigert, auf meine Worte zu hören!“

– Jeremia 19:15

Sieht eigentlich keiner den offensichtlichen Zusammenhang zwischen dem geistlichen Verfall im Land der Reformation und der politisch-gesellschaftlichen Entwicklung unseres Landes? Keinen Zusammenhang zwischen den lauwarmen, bibelkritischen, zeitgeistlichen, erkenntnis-, hingebungs- und besucherlosen Gottesdiensten und der Islamisierung? Keinen Zusammenhang zwischen den Abtreibungen, der Geldgier, der Ausbeutung auf dem Kapitalmarkt, der Kälte in Familie und Nachbarschaft, der Scheidungsrate, den Pornobildern auf seinem Bildschirm und dem obigen Spruchband über der Autobahn? Gibt es da wirklich keinen Zusammenhang?

Das Spruchband ist eine Warnung vor Gottes Gericht und sollte uns zum Nachdenken und zur Buße bewegen. Zur persönlichen Buße und zur Buße der Kirchen, auch der Freikirchen.

Hier noch drei kurze, ausgewogene Gedanken zum Flüchtlingsstrom aus christlicher Sicht:

1. Ist der Flüchtlingsstrom eine missionarische Chance, das kann man gar nicht oft genug betonen! Wenn die Christen nicht ins Missionsfeld gehen, kommt das Missionsfeld eben zu ihnen. Eine große Sache wäre es, Patenschaften mit Flüchtlingen einzugehen. Wir begleiten Familien aus Pakistan, dem Iran und einen Bruder aus Afghanistan. Diese Menschen sind froh und glücklich, dass wir uns für sie interessieren und Zeit mit ihnen verbringen. Einige Flüchtlinge sind Christen und leben unter Muslimen, sie brauchen dringend Hilfe! Und sind sie in Deutschland stark genug, können sie wiederum in ihrer eigenen Sprache evangelisieren. Es ist eine große Tragik, dass die Gemeinden zu schwach sind, diese Chance wahrzunehmen.

(Material gibt es beim EAD und beim Orientdienst.)

2. Ist die Islamisierung Deutschlands auch Gottes Gericht, unter das die Menschen sich nun beugen müssen. (Bibelkritik, Unglaube, Unzucht, Lästerung, Habgier, Götzendienst, Abtreibung usw.) Wer will Gott davon abbringen? Lassen wir die Politiker machen (und beten wir für sie und für das Land), am Ende bleibt auch die deutsche Geschichte in der Hand Gottes. Wir sollten nicht versuchen (ungeachtet der freien Meinung, die wir natürlich äußern dürfen), die Geschichte selbst in die Hand zu nehmen. Ich fürchte, dadurch würde alles nur noch schlimmer.

3. Werden wir Christen keine „unvorstellbaren Probleme“ haben, wie es jemand in einer Rundmail ausdrückte. Wir dürfen da ziemlich gelassen sein, auch das lehrt die Bibel. Was der Mensch sät, das wird er ernten. Wenn die Landeskirche den Chrislam sät, werden sie ja sehen, welche Frucht aus ihren Gewächshäusern kommt. Schauen wir aber auf die Gerichtstaten Gottes in Ägypten – Israel war sicher! So sind auch die bibeltreuen Christen sicher und geborgen und wir brauchen uns wirklich keine Sorgen zu machen, schon gar keine Angst haben. Und wird es tatsächlich zur Verfolgung kommen, wird auch da der Herr Jesus bei jedem Einzelnen von uns sein und wir werden einen reichen Tisch im Angesicht unserer Feinde gedeckt bekommen.

„Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?“

– Psalm 27:1

– Bild: Autobahnbrücke bei Sindelfingen (Oktober 2015) // Quelle: Michael Mannheimer Blog

 

Im Nachtrag noch zwei Vorträge / Predigten…

…und zwei TOPIC-Artikel zum Thema.

Außerdem eine allgemeine Erklärung des AEM-Vorstands zur Flüchtlingssituation.