Folgen die „Zeugen Jehovas“ wirklich Jehova?

watchtower

Gott sagte von unserem Herrn Jesus Christus: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe; ihn höret” (Matth. 17,5). „Wer den Sohn hat, hat das Leben; Wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht” (1. Joh. 5,12). „Alle Dinge sind durch ihn (Jesus Christus) und für ihn geschaffen. Und er ist vor allen, und alle Dinge bestehen zusammen durch ihn” (Kol. 1,16. 17). Jesus sagte: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir…” (Joh. 10,27). „… Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich“ (Joh. 14,6).

Diese Verse aus Gottes Wort drücken in wenigen Worten die Lehre der ganzen Bibel aus, nämlich daß alles von Jesus Christus abhängt. Alle Gedanken und Absichten Gottes drehen sich um Seinen Sohn. Daher brauchen wir uns gar nicht erst mit untergeordneten Einzelheiten einer Lehre zu befassen, wenn wir sehen, daß die richtige Beziehung zu dem Henn Jesus Christus fehlt. Ohne Christus sind wir verloren und können wir niemals das Reich Gottes erlangen.

Darum beschränke ich mich auf die Frage, wer Jesus Christus wirklich ist. Zuerst zwei sehr wichtige Regeln oder Leitlinien für Bibelauslegung. Beide sind der Schrift selbst entnommen.

1) Die erste finden wir in 2. Petrus 1,20: „. . .zuerst wisset, daß keine Weissagung der Schrift von eigener Auslegung ist.“ Das heißt, sie darf nicht getrennt werden von all den Weissagungen, die die Bibel anderswo gegeben hat. Mit anderen Worten, wenn eine Auslegung einer bestimmten Stelle vorgenommen wird, müssen alle anderen Stellen mit in Betracht gezogen werden, besonders diejenigen, die über dasselbe Thema sprechen. Viele sind zu falschen Schlüssen gekommen, weil sie versäumt haben, das zu tun.

2) Die zweite ist Johannes 16,13 entnommen: „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was irgend er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen.“ Wenn wir nicht die Leitung des Heiligen Geistes haben, können wir die Gedanken Gottes aus Seinem Wort nicht einmal erkennen, denn „Der natürliche Mensch … nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist weil es geistlich beurteilt wird” (1. Kor. 2,14). Der Heilige Geist lebt in jedem wahren, wiedergeborenen Christen, und wenn wir uns dem Henn hingegeben haben, wird Er uns aus der Schrift Seine Wahrheit lehren.

Verschiedene Fallen drohen uns, wenn wir die Heilige Schrift auslegen. Wir neigen dazu, menschliche Leitung und Beweisführung an die Stelle des persönlichen Studiums des Wortes Gottes, einer bewußten Abhängigkeit von Gott und eines beständigen Wandels in Gemeinschaft mit Ihm zu setzen. Imponierende Werke, voller vernünftiger Argumentationen, gibt es im Überfluß; doch viele von ihnen bringen nicht die Wahrheit Gottes. Wir müssen die Heilige Schrift selbst untersuchen, mit der Bitte, daß Gott sich selbst und Seine Wahrheit uns offenbaren möchte (1. Joh. 2,2627).

Wenn wir die Bibel lesen und studieren, können wir gar nicht anders: wir werden erkennen, welchen wichtigen Platz Gott Seinem Sohn, Jesus Christus, gibt. Jede Religion, die Ihm einen niedrigeren Platz gibt, kann nicht richtig sein. Sie mag Ihn einen guten Menschen nennen, einen Propheten oder ein geschaffenes Wesen höchsten Ranges; aber das ist nicht genug. Die Bibel betont nachdrücklich, daß Er „Gott, geoffenbart im Fleische” ist. Er ist niemand anders als der Jehova des Alten Testaments. Diese Tatsache ist leicht zu beweisen durch ein paar Abschnitte, mit denen alle anderen übereinstimmen.

Matthäus 4,10 (Zitat von 5. Mose 6,13.14): „Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! denn es steht geschrieben: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.” Gott allein ist anzubeten.

Hebräer 1,6: „Wenn er (Gott) aber den Erstgeborenen (Jesus Christus) wiederum in den Erdkreis einführt, spricht er: „Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten.” Gott weist die Engel an, den Herrn Jesus anzubeten.

Jesaja 43,11: „Ich, ich bin Jehova, und außer mir ist kein Heiland” (oder: Retter). Jehova ist der einzige Heiland.

Matthäus 1,21: „Und sie wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus heißen; denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.” Jesus ist der Erretter von Sünden.

Apostelgeschichte 4,12: „Es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen.” Jesus ist der einzige Heiland.

1. Joh. 4,14: „Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.” Jesus ist der Heiland der Welt.

2. Petrus 1,1: „…durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Heilandes Jesus Christus.”

Hebräer 1,8: „…in bezug auf den Sohn (spricht er, d. h. Gott) aber: Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit…” Hier wird Jesus von Gott dem Vater als Gott angesprochen.

1. Johannes 5,20: „Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns ein Verständnis gegeben hat, auf daß wir den Wahrhaftigen kennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohne Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.” Hier wird Jesus Christus der wahrhaftige Gott und das ewige Leben genannt.

Im Johannesevangelium erklärt der Herr Jesus an verschiedenen Stellen, daß Er ebenso Gott ist wie der Vater. Eine bemerkenswerte Schriftstelle ist Johannes 5,23: „auf daß alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.“ In Johannes 8,58: „Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham ward, bin ich.“ Hier nimmt Jesus genau denselben Namen an wie Gott in 2. Mose 3,14, als Er zu Mose sprach. Gott wies Mose an, er solle den Kindern Israel sagen: „ICH BIN hat mich zu euch gesandt…”

Manchmal wird Johannes 14,28 („…denn mein Vater ist größer als ich”) als Beweis dafür angeführt, daß Jesus bezüglich der Gottheit nicht mit Gott dem Vater auf einer Stufe stehe. Hier nimmt Er jedoch nur Bezug auf Sein Menschsein. Hebräer 2,9 berichtet: „Wir sehen aber Jesum, der ein wenig unter die Engel wegen des Leidens des Todes erniedrigt war … auf daß er den Tod schmeckte …” Als der Sohn Gottes ein Mensch wurde, nahm Er eine niedrigere Stellung ein. Was jedoch Seine eigentliche Person betrifft, ist der Herr Jesus Gott.

Es wird behauptet, es sei unvernünftig zu glauben, Gott sei ein dreieiniger Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist, und dieser Gedanke stamme aus der heidnischen Philosophie. In Wirklichkeit ist menschliches Urteilsvermögen zu schwach und reicht nicht hin, wenn es darum geht, unseren großen und wunderbaren Gott zu begreifen. Die Schrift erklärt ja, daß „die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte …” (1. Kor. 1,21). Gott ist nicht zugänglich für bloße verstandesmäßige Erkenntnis und Urteilskraft. Er will, daß man Ihm glaubt, Ihn liebt und Ihm gehorcht. Der heidnische Götzendienst aus alter Zeit, der eine Dreiheit von Göttern enthalt, ist nur eine Nachahmung des eines wahren Gottes. Satan, der durchaus um das Wesen Gottes weiß, ist ein Meister im Nachahmen. Schon im allerersten Kapitel der Bibel offenbarte sich Gott in der Mehrzahl, indem Er sagte: „Lasset uns Menschen machen in unserem Bilde…” (Vers 26). Es gibt noch Viele andere Zeugnisse davon in der Schrift; ich erinnere nur an Matthäus 28,29; Joh. 15,26; 2. Kor 13,13.

Bibelstellen wie Kolosser 1,15 und Offenbarung 3,14, wo Jesus „der Erstgeborene aller Schöpfung” und „der Anfang der Schöpfung Gottes” genannt wird, werden ebenfalls oft falsch gedeutet, um zu beweisen, daß Jesus ein geschaffenes Wesen sei. Es wird jedoch nirgends in der Bibel gesagt, daß Gott Christus schuf. Ein Blick auf die Begriffsbestimmungen der urschriftlichen griechischen Wörter für „Erstgeborener” und „Anfang” zeigt, daß diese Ausdrücke auch Erster dem Rang nach (Ranghöchster) bedeuten und jeden Bezug auf Zeit oder Ursprung gänzlich ausschließen. Sie vermitteln die Wahrheit, daß Jesus Christus die höchste Stellung im ganzen Universum hat. Er hat „einen Namen…, der über jeden Namen ist, auf daß in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge … und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters” (Phil. 2,9-11). Er ist „über jedes Fürstentum und jede Gewalt und Kraft und Herrschaft…” (Eph. 1,21).

Nachdem Er sich freiwillig selbst bis zum Tod am Kreuz erniedrigte, verdient der Herr Jesus mit vollem Recht, erhöht und verherrlicht zu sein. Er hat den Vater verherrlicht, und der Vater hat Ihn verherrlicht (Joh 13,32; 17,5). Möchten wir dasselbe tun in unseren Herzen.

Es tut uns leid, feststellen zu müssen, daß die „Zeugen Jehovas” die Wahrheit dieser Bibelstellen nicht akzeptieren. Diese relativ neue Religion erniedrigt unseren Herrn Jesus Christus auf den Platz eines geschaffenen Wesens. Dieses geschaffene Wesen kann nicht der Christus der Bibel sein, da sowohl in Johannes 1,3 als auch in Kolosser 1,16 bezeugt wird, daß alles durch Ihn geschaffen wurde und es nichts gibt, das ohne Ihn geschaffen worden ist. Und erinnern Sie sich: Ohne den Christus der Bibel kann niemand gerettet werden und niemand das Reich Gottes erlangen, ganz gleich, wie unermüdlich er arbeiten mag, um sich einen Platz darin zu verdienen. Denn die Bibel sagt: „Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme” (Epheser 2,89).

Eine Anzahl religiöser Gruppen behaupten, wie die „Zeugen Jehovas”, daß jeder, der nicht Mitglied ihrer speziellen Kirche oder Gruppe ist, Gottes Gericht anheimfällt. Das ist in sich selbst schon ein Hinweis auf ihren Irrtum, denn die Bibel lehrt klar, daß Jesus Christus der Einzige ist, der uns retten kann. Er sagte selbst: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich” (Johannes 14,6). Ich wiederhole noch einmal: Jesus ist der einzige Retter.

Aus dem obigen Vergleich einiger der Lehren der „Zeugen Jehovas” mit der Bibel – und trotz ihrer Behauptungen, daß sie der Bibel folgen – kann ich abschließend nur sagen, daß sie ein falsches Evangelium lehren, vor dem der Apostel Paulus warnt: „Aber wenn auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium verkündigte außer dem, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht” (Galater 1,8.9).

Leider scheuen sich die „Zeugen Jehovas” nicht, den Bibeltext in ihrer ,,Neue-Welt-Übersetzung” stellenweise zu verfälschen, um ihn ihren irrigen Lehrmeinungen anzupassen. So sind z. B. Rom. 9,5 und Hebr. 1,8, die klar die Gottheit Christi bezeugen, in dieser „Übersetzung” kaum wiederzuerkennen. In Johannes 3,16 und anderen Stellen wird die Vernichtungslehre vertreten. Tendenziös falsch übersetzt sind 1. Mose 1,2; 2. Mose 3,13-15; Psalm 45,6; Lukas 23,43; Joh 1,1-14; 5,24.25; 6,40; 8,58; 17,3.8.24; Römer 3,24; 2. Kor. 5,19; Gal. 6,18; Kol. 1,16-20; 2,9; 2. Petr. 1,1; 1. Joh. 4,1; 5,20 und viele andere Stellen.

Unsere Warnung ist: Folgen Sie nicht blindlings „blinden Leitern”, sonst „Werden beide in eine Grube fallen” (Matthäus 15,15) – und für immer verloren sein.

S. Hadley