Hudson Taylor erinnert uns an Paulus

Hudson TaylorDie Worte von Hudson Taylor erinnern uns an die Worte von Paulus im 2. Korintherbrief, Kapitel 11. John C. Pollock war der erste, der Einsicht nehmen durfte in die Unterlagen und Briefe von Hudson Taylor, dem China-Missionar. In einer schweren Stunde schrieb er im Sommer 1869:

„Beneidet von einigen, verachtet von vielen, vielleicht gehaßt von andern, oft getadelt für Dinge, von denen ich nie etwas hörte oder mit denen ich gar nichts zu tun hatte, ein Neuerer, der mit eingefleischten Regeln der Missionspraxis brach, Gegner eines mächtigen Systems heidnischen Aberglaubens, in mancher Hinsicht ohne Vorbild und mit unerfahrenen Helfern arbeitend, oft körperlich elend und durch besondere Umstände verlegen und hilflos. Wäre der Herr mir nicht besonders gnädig gewesen und mein Geist nicht gestärkt worden durch die Überzeugung, daß es des Herrn Werk und Er in allen Schwierigkeiten mit mir sei, ich wäre bestimmt zusammengebrochen.“

In der Biographie von Pollock, die nur die ersten Jahre seiner Missionstätigkeit vor und während seiner ersten Ehe umschreiben, kommt Hudson Taylor immer wieder selbst zu Wort. Seine Tagebücher und Briefe geben lebhaften Einblick in seine Mission ins damals verbotene Inland Chinas. „Und es ist eine eigene Geschichte, wie er um Maria Dyers, seine spätere Frau, warb; so bewegend und ergreifend, wie es nur eine echte Liebesgeschichte sein kann“, so der Verlagstext.

Mit dem Tod von Maria endet die Biographie, gefolgt von einem Nachwort von Karl Lagershausen über die Jahre danach und die Entwicklung der China-Inland-Mission bis heute. Das Buch ist für wenig Geld bei amazon zu erwerben, die neueren Geschichten über Hudson Taylor wurden von Roger Steer und von Lothar von Seltmann geschrieben und werden weiterhin aufgelegt. Dass Pollocks Werk daneben noch Beachtung findet, dazu soll hier beigetragen werden.

– Bild: China-Inland-Missionare in chinesischer Kleidung, in der Mitte Hudson Taylor