Im Gedenken an Maximilian Kolbe

Rochuskirche_Christus

Am Turm der katholischen Rochuskirche in Düsseldorf hängt eine überlebensgroße Bronzeplastik des gekreuzigten Jesus Christus. Man kann sie kaum übersehen. Sie wurde zu einem Katholikentag geschaffen, an dem man in besonderer Weise des Märtyrers Maximilian Kolbe gedachte. Kolbe war im Dritten Reich im Konzentrationslager. Eines Morgens beim Appell gab es wegen eines Fluchtversuches einen schrecklichen Befehl:

»Immer bis fünf zählen. Jeder Fünfte vortreten zum Erschießen.«

In großer Unruhe wurde gezählt. Ein Familienvater neben Kolbe wird ganz bleich. Er hat eine Fünf. Aber ehe das Zählen an ihn kommt, wechselt Kolbe mit ihm den Platz, sagt die Fünf, tritt vor und wird erschossen.

Die Plastik des Gekreuzigten trägt am Unterarm die Häftlingsnummer des Paters Maximilian Kolbe. Ein tief eindrückliches Bild für Stellvertretung. Darum darf man Christus nicht übersehen, denn »Gott hat Christus Jesus für den Glauben hingestellt«.

Hinweis: Hier war es nur ein Mensch, der für einen anderen sein Leben gab. Aber Jesus Christus opferte sich als Sündloser für die gesamte Menschheit. – Das Sterben von Kolbe hat keine Heilsbedeutung.

 

– Bild: Christusfigur von Bert Gerresheim am Turm, Wikipedia CC BY-SA 3.0