Konfetti, Essen, Verkleidungen und Spaß?

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Mal wieder steht dieses volkstümliche Fest vor der Tür: Karneval. In der Schule und im Kindergarten gibt es wieder ein Haufen Konfetti, Essen, Verkleidungen und Spaß. Doch vertiefen wir uns mal in dieses berüchtigte Fest. Was genau ist Karneval? Die Merkmale des Karnevals sind Ausgelassenheit und Fröhlichkeit. Was kaum jemand glaubt, die Wurzeln liegen im Christentum.

Um ca. 600 legte Papst Gregor der Große eine 40-tägige Fastenzeit vor Ostern fest, die an die Zeit erinnern sollte die Jesus Christus in der Wüste verbrachte. Doch bald begann sich das das Fest in die falsche Richtung zu bewegen. Die Leute dachten sie müssten sich vor dem sogenannten Fasching noch richtig amüsieren. Das bedeutet sie tranken so viel Alkohol, aßen und benahmen sich nach Herzenslust. Eine alte Tradition zeigt, dass die Menschen ihr närrisches Verhalten auf eine Strohpuppe schoben und sie anschließend verbrannten. Oft war diese Puppe als Hofnarr verkleidet. Also versetzen sich die Teilnehmer des Karnevals in die Rolle des Narren. Zu allen Zeiten gab es Menschen, die gegen Gott arbeiteten und ihn mehr oder weniger auch öffentlich verspotten wollten.

Diesen kam Fasching (Nacht vor der Fastenzeit) oder Karneval (was etwa „Fleisch, lebe wohl“ bedeutet) gerade recht. Sie fingen an, den Elementen der Feier Bedeutungen zu geben und Elemente hinzuzufügen. Betrachten und analysieren wir die einzelnen Elemente des Karnevals aus biblischer Sicht, um dadurch den wahren Wesenskern dieses Brauchtums zu erfassen und zu beurteilen. Wenn man diese Elemente näher beleuchtet, so wird man feststellen, dass sie durch eine antichristliche Energie belebt sind.

Hauptfigur im Karneval ist der Narr

In der Bibel ist „Narr“ das schlimmste Schimpfwort nach „Satan“ (Luk. 12,20; Matth. 5,22 ). Nach Psalm 14,1 spricht der Narr: „Es ist kein Gott.“ Nicht ohne Grund sind Teufel, Dämonen und Hexen die Leitfiguren des Karnevals. Auch der „Elferrat“, wie der Vorstand von Karnevals-Vereinen genannt wird, symbolisiert Antichristliches: Elf als Überschreitung der zehn Gebote.

Was den Karneval besonders demaskiert, sind ausgerechnet seine Masken. Schaut man in die Geschichte des Maskenwesens, so stechen zwei Generaltypen heraus: die Dämonenköpfe und die Tiergesichter. Schon immer wurden Masken nicht nur zum Verbergen des Gesichtes getragen, sondern auch aus rituell-kultischen Gründen. Masken sollten dem menschlichen Maskenträger helfen, mit der Welt in Verbindung zu treten, für die die Maske steht. So schreibt das „Lexikon der Monster, Geister und Dämonen“: „Selbst das Maskentragen in der Gegenwart, so während des Karnevals, ist mehr als nur eine äußerliche Angelegenheit … Da die Maske häufig Dämonische Züge trägt und der Dämon auch das ungezügelte Ausleben der Triebe verkörpert, bietet die Karnevalsmaske ihrem Träger die Möglichkeit, am ausschweifenden Wesen der Dämonen teilzuhaben und seine eigenen Triebe und Begierden weit unzensierter auszuleben als im Normalfall. Der biedere Bürger hinter der Maske wird zum Lustdämon.“

Der evangelische Pfarrer Traugott Fränkle feierte jahrelang Karneval in vollen Zügen. Doch dann löste sich Fränkle abrupt davon, weil er sein Leben neu zu Jesus Christus hin ausrichtete: „In dem Moment sah ich hinter die Maske der Fastnacht. Es geht dabei letztlich nicht um Moral, sondern um Gott! Fastnacht ist keine Frage des Anstands (in der Mainzer Bütt und anderswo stehen natürlich auch Leute, deren Humor oberhalb der Gürtellinie liegt), sondern des Glaubens. Anders ausgedrückt: Karneval ist keine Frage von anständig oder unanständig, sondern von Gottes- oder Götzendienst. Wobei die Götzen nicht einfach Sex oder Materialismus heißen, sondern Teufel und finstere Mächte. Die Grenze zum Okkulten ist bei der Fastnacht in vielen Gebieten und Bereichen längst überschritten.“

Auch in der Antike wurde Karneval gefeiert. In Ägypten zur Ehre Isis, die Griechen für den Gott Dionysis und die Römer feierten für ihren Gott Saturn. In anderen Traditionen versuchte man mit bösen Verkleidungen wie Geistern, Kobolden und anderen bösen Gestalten den Winter zu vertreiben. Laut biblischer Sicht ist dies Zauberei.

Glaubst Du, dass dies ein Gottgefälliges Fest ist ?

 

Kabarettist Becker: Blasphemie gehört zum Karneval

Gotteslästerung und Kirchenkritik gehören nach Ansicht des Kölner Kabarettisten Jürgen Becker zum Karneval. Der Karneval sei ein christliches Fest und solle diese jahrhundertealte Tradition bewahren. Becker, der Gründer der Kölner Stunksitzung, sagte dies in der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Ein Sketch aus dem aktuellen Programm der alternativen Karnevalssitzung hatte Empörung im Kölner Erzbistum ausgelöst. Darin fährt Jesus grinsend auf einem Elektroroller zu seiner Kreuzigung.

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Schon in vergangenen Jahren hatte das Bistum Kritik an der Sitzung geübt, weil dort Scherze über den Kölner Erzbischof Joachim Meisner gemacht wurden. Becker sagte, er glaube kaum, dass ein Witz über Meisner andere Menschen verletze. „Bei Jesus sieht die Sache schon anders aus“, räumte der Kabarettist ein. Kritikern gebe er aber zu bedenken: „Ein Witz ist umgekehrte Zuwendung.“

Auch Jesus‘ Aussage, er sei der Sohn Gottes, sei für seine Zeitgenossen blasphemisch gewesen. „Ohne Blasphemie kein Christentum“, sagte Becker. Seiner Ansicht nach nehmen sich die Kirchen zu ernst. Die Leibfeindlichkeit vieler Religionen führe auch zu Humorlosigkeit. „Lust und lustig haben schließlich denselben Ursprung“, sagte Becker, der 2008 ein Buch über Religion und Humor veröffentlichte.

Am Weiberfastnachts-Donnerstag beginnt im Rheinland und in anderen Regionen Deutschlands die Hochphase der Karnevalszeit, die mit Aschermittwoch am 22. Februar endet. Die Kölner Stunksitzung wird noch bis zum 21. Februar aufgeführt.

– Quelle: epd / jesus.de im Februar 2012