Körpersprache – der Wortschatz der Seele

Doctor-Koerpersprache

7 Übersetzungshilfen für den Wortschatz der Seele

»Ich könnte aus der Haut fahren!«

Wer kann, geht peinlichen Situationen und handfesten Konflikten schon im Vorfeld aus dem Weg. Wem das nicht gelingt, der tritt die Flucht im Nachhinein an und „fährt aus der Haut“ – mit Ekzemen und Schuppenflechte.

»Ich kann es nicht mehr hören!«

Nichts kann so verletzend wirken wie Worte. Die Verteidigungsstrategie der Seele ist simpel, aber wirksam: Das Gehör stellt seinen Dienst ein oder sendet ein Störsignal, den Tinnitus. Die Krankheit zur Stille heißt Hörsturz.

»Immer wird alles auf mir abgeladen!«

Große Verantwortung wiegt buchstäblich „schwer auf den Schultern“, manchmal zu schwer. Um einen Zusammenbruch zu verhindern, protestiert die Seele zunächst mit Nacken- und Schulterschmerzen gegen die Überlastung. Ändert sich nichts, könnte ein Bandscheibenvorfall der nächste Warnschuss der Seele sein.

»Das finde ich zum Kotzen!«

Ärger, Angst und Stress können auf Magen und Darm schlagen. Übelkeit, Magenschmerzen und Durchfall sind die Folge. „Schiss haben“, etwa vor einer Prüfung, ist also sehr wörtlich gemeint.

»Das zwingt mich in die Knie!«

Ständige Überforderung, etwa im Job oder in der Partnerschaft, zwingt einen mit der Zeit „in die Knie“. Dahinter stecken Selbstschutz und eine clevere Strategie: Macht sich der Mensch kleiner, bietet er weniger Angriffsfläche für alle, die ihm Ärger bereiten wollen. Hüft- und Knieprobleme können ihren Ursprung in ständiger Überforderung haben.

»Mir bleibt die Luft weg!«

»Bleibt einem die Luft weg«, kann das viele Ursachen haben: Auflehnung und stummer Protestschrei etwa. Der Organismus drückt das zum Beispiel durch Asthma und ähnliche Symptome aus.

»Das hab‘ ich mir zu Herzen genommen!«

Liebeskummer, Kritik, Sorgen oder Probleme können »zu Herzen gehen«. Doch wer sich »etwas zu Herzen nimmt«, riskiert Probleme, denn das Herz beantwortet häufige Ruhestörungen oft mit »Taktlosigkeit«. Besonders junge Erwachsene leiden zeitweise unter Rhythmusstörungen und Herzrasen, ohne dass eine organische Erkrankung vorliegt.

 

Literaturtipp:
Bernie Siegel: »Mit der Seele heilen«; Econ Verlag