Wie wird es in der Hölle sein?

Deppe_Hoelle„Früher hatten die Leute Angst vor der Hölle; heute haben die Pfarrer Angst, über die Hölle zu predigen.“ (S. 20) Das vorliegende Buch ist ein Gegenpol dieser Entwicklung. Es behandelt die Aussagen der Bibel zu dem Thema, zum Großteil davon die Überlieferungen von Jesus Christus. Dabei wird die Existenz der Hölle nicht diskutiert, sondern vorausgesetzt, denn Jesus hat das ebenso getan. Im Umkehrschluss gilt: „Wer die Hölle leugnet, macht Jesus zum Lügner.“ (S.13)

Im Innersten wissen die Menschen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Dieses Wissen um die Ewigkeit wurde ihnen von ihrem Schöpfer „ins Herz gelegt“. (Prediger 3:11) So erklären sich auch die Lehren von einer Hölle in den anderen Religionen, worauf der Autor kurz eingeht. Der Abschnitt zum Islam ist interessant: „In der islamischen Hölle gibt es sieben verschiedene Grade der Bestrafung, unter anderem wird man so lange herumgedreht, bis die ganze Haut abgeschürft ist, und dann bekommt man eine neue Hülle, damit der ganze Prozess von vorn beginnen kann. Im Koran wird die Hölle beschrieben als Feuer, dessen Brennstoff die Verdammten sind und das siebzig Mal so heiß ist wie irdisches Feuer. Die Verdammten werden gequält mit Speisen und Getränken, die heiß sind wie geschmolzenes Erz und mit Kleidern aus flüssigem Kupfer und Teer.“

Die westliche Moderne hingegen leugnet, verharmlost oder verniedlicht die Hölle. Das verdeutlicht schon der Sprachgebrauch. Worte wie »Höllenspaß« oder das bekannte Lied »Highway to Hell« verkennen den bitteren Ernst des Themas. Andererseits ist es durchaus lehrreich, über eine »Hölle auf Erden« nachzudenken. Deppe erinnert an drei Beispiele: den Autobahnbau unter Hitler, den Kessel von Stalingrad und den Horror der Konzentrationslager. Schon seit Jahrzehnten könnte man noch die grausamen Arbeitslager in Nordkorea hinzufügen. Sie malen uns eine »Hölle« vor Augen – doch die ewige Hölle wird noch schrecklicher sein, sagt die Bibel.

Ab Kapitel 3 geht der Autor auf die konkreten Aussagen der Bibel ein, angefangen bei den Lehren von Sünde, Gericht, Tod und Auferstehungshoffnung im Alten Testament. Über »Scheol« gibt es eine separate Wortstudie, anschließend über den Ursprung des Wortes »Hölle«. Wie es in der Hölle sein wird, behandelt schließlich Kapitel 4 anhand der zahlreichen warnenden Bibelstellen. Eben diese Warnung vor der Hölle bildet die Grundlage für die Frohe Botschaft: Jesus Christus rettet – wenn nicht davor, wovon spricht die biblische Errettung denn sonst?

Worte und Bilder wie Schande, Gefängnis, Folter, Feuer, Schwefel, Draußen, Finsternis, Weinen und Zähneknirschen lassen nur erahnen, was die Verlorenen erwartet. Die Sünder werden „sich nicht in Asche auflösen, sondern voller Emotionen weiterexistieren. … Da gibt es keine psychologische Betreuung, kein positives Denken mehr.“ (S.61) Klar wird auch die zeitliche Dimension, es ist eine »ewige« Strafe. Gnade und Vergebung gibt es heute, dann aber nicht mehr.

Das letzte Kapitel enthält das Evangelium. Die Lehre vom Gericht, vom Opfertod Jesu und von der Errettung durch den Glauben an ihn. Zum Schluss der Aufruf an den Sünder:

„Lass dich retten!“