Liebi, Herkunft und Entwicklung der Sprachen

Liebi SprachenUnzählige Hinweise aus zahlreichen Fachgebieten wie Physik, Astronomie, Biologie und Informatik sprechen bereits für den Ursprung des Lebens durch göttliche Schöpfung und gegen eine Evolution nach Darwin. Von interessanter Seite trägt Roger Liebi ein weiteres, starkes Argument zur Diskussion bei. Grundthese ist, „die empirisch feststellbaren Fakten der modernen Linguistik widersprechen den evolutionistischen Theorien … und harmonieren mit den biblischen Aussagen bezüglich der Herkunft des Phänomens »Sprache«.“ Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen will das Buch auch als wissenschaftlicher Beitrag gelesen werden.

Den biblischen Thesen gegenüber stehen die herkömmlichen Ideen wie die „Wau-Wau-Theorie“, die „Aua-Theorie“, die „Hauruck-Theorie“, die „Ding-Dong-Theorie“, die „Tata-Theorie“, die „Trarabumm-Theorie“, die „Singsang-Theorie“ und andere, die zwar ebenso ernst genommen werden wollen, denen aber die Argumente fehlen. Schon die bloße Anzahl an wilden Ansätzen offenbart die Uneinigkeit der Wissenschaftler über die Herkunft der Sprachen, und die lustigen Namen lassen den Grad der Spekulation schon vermuten. Sogar der Evolutionist selbst kritisiert solch Willkür und gibt zu, die Theorien „konnten ebenso gut richtig wie falsch sein.“ (S.104)

Im Gegensatz zu den Kollegen betont der Autor immer wieder, er wolle nur die gegebenen Fakten untersuchen. Nach kurzer Einführung in die Begriffe der Linguistik beschreibt er den Stand der Wissenschaft grob wie folgt:

(1) Es wird allgemein anerkannt, dass die menschliche Sprache in ihrer Vielfalt, Fülle und Komplexität von den Tieren bei weitem unerreicht ist; (2) der Mensch kann seine Muttersprache zwar spielend leicht erlernen, aber keine Sprache von sich aus „erschaffen“; (3) die ältesten Sprachen sind nachweislich hochkomplex und im Laufe der Zeit von eher abnehmender Komplexität, konträr einer angenommenen Weiterentwicklung; (4) die ganz unterschiedlichen Sprachstämme widersprechen der Annahme einer gemeinsamen ‚Ursprache‘; (5) es gibt keine ‚primitiven‘ Sprachen, auch nicht bei ‚primitiven‘ Völkern; (6) Sprachwissenschaft und außerbiblische Überlieferungen bestätigen die biblischen Berichte über Schöpfung und Sprachverwirrung. Am Ende des Buches fasst Liebi die 26 (!) wichtigsten Argumente gegen eine Sprachevolution bzw. für die Lehre des göttlichen Sprachursprungs zusammen.

Gewürzt mit Verweisen und Zitaten und eingebettet in biblischer Lehre ist das Buch ein großer Gewinn für Christen wie für Nicht-Christen, für den Wissenschaftler wie für den Laien. Es vermag im besten Fall eine Liebe zu Gott und seiner Schöpfung inkl. seiner Sprachen zu wecken, in anderen Fällen vielleicht wenigstens zum Nachdenken anregen. Wer ein offenes Herz hat, muss im Ergebnis zustimmen, dass die herkömmlichen, auf dem Evolutionsgedanken beruhenden Theorien schlicht überholt sind und endlich aufgegeben werden müssen. Wem das schwer fällt, der sollte sein eigenes Herz und seine Motive kritisch hinterfragen.

Folgen wir dem Argument, führt es uns zu Gott!