Linnemann, Original oder Fälschung

Linnemann OriginalDieses kleine Buch hat wahrlich positive Sprengkraft und sollte zur Pflichtlektüre eines jeden Christen und besonders eines jeden Theologen (nicht nur) in Deutschland gehören.

Eta Linnemann wurde zur Honorarprofessorin für Neues Testament ernannt und als solche war sie kompetente Vertreterin der historisch-kritischen Theologie, bis zu dem Zeitpunkt da sie sich bekehrte. Neue, von Gott geschenkte Einsicht ließ sie den wahren, antichristlichen Charakter der Bibelkritik erkennen und im vorliegenden Buch beschreibt sie in Kürze sowohl ihr Wesen als auch ihre Relevanz.

Im ersten Teil behandelt Linnemann den richtungsweisenden „Grundsatz der Theologie als Wissenschaft“:

  • Es wird geforscht, als ob es Gott (und Wunder) nicht gäbe
  • Maßstab ist das Prinzip der Wissenschaftlichkeit, nicht die Bibel
  • Vergleichsebene sind die anderen Religionen und ihre Schriften
  • die Bibel wird relativiert und auf diese Vergleichsebene herabgestuft
  • die Bibel wird literarkritisch in „Texte“ zerteilt, die der Auslegung bedürfen

Der nicht erklärte, aber praktizierte Grundsatz alttestamentlicher und neutestamentlicher Wissenschaft ist: So, wie es dasteht, kann es auf keinen Fall gewesen sein. Der Exeget ist darauf eingestellt, „Schwierigkeiten“ im „Bibeltext“ zu entdecken und zu lösen. Je besser der Ausleger ist, umso größer wird seine Findigkeit darin sein. (S. 16)

Hinzu kommt die Zwangslage, sich als Professor oder als Student einen Namen machen zu müssen. Sie müssen nach Ehre und Anerkennung von Menschen trachten und sind so in einem System gefangen, aus dem man nicht leicht ausbrechen kann. Gleiches gilt hinsichtlich der Literaturauswahl, welche Bücher bibeltreuer Verlage generell ausklammert. Und solange die Landeskirche nur Universitätsabschlüsse zulässt, fühlt man sich als Elite in der altbewährten Vorgehensweise bestätigt und zur Einseitigkeit legitimiert. Es ist ein geschlossenes, tatsächlich unwissenschaftliches System.

Eta Linnemann warnt vor dem Theologie-Studium an den Universitäten und rät, sich auch durch scheinheilige Argumente nicht verführen zu lassen. Wer vergiftete Lebensmittel im Vertrauen auf Gott isst, der versucht Ihn dabei. Gleiches tut, wer vergiftete Lehren aufnimmt.

Gerade der Vergleich mit den anderen Religionen und ihren Schriften ist ein Vergleich zwischen dem allmächtigen Schöpfer und „Nichtsen“, wie die Götzen in der Bibel genannt werden. Die Aussage passt nicht ins heutige Toleranzdenken, entspricht aber der Wahrheit.

Eta Linnemanns Buch ist aufrichtig geschrieben, in Liebe an die Leser gerichtet und dient nicht nur der Aufklärung sondern auch der Umkehr. Es klingt beinahe befremdlich wenn eine Honorarprofessorin im kindlichen Glauben an die biblische Wahrheit festhält, und doch ist es so weise.

Das vorliegende (Lebens-)Werk ist ein Wunder Gottes. Ist die historisch-kritische Theologie Gottes Gericht, so ist Eta Linnemanns Zeugnis ein Funken von Gottes Gnade in der Dunkelheit. Möge aus dem kleinen Funken ein großer Flächenbrand werden.