Was sagt die Bibel zur Rolle der Frau?

Anmut_Frau

Wer als Mann die Frau lehrt, gerät unter Verdacht. Will er sie unterdrücken, gar die Bibel dazu missbrauchen? Besser, man bleibt und lehrt unter Seinesgleichen. Paulus wurde dem Juden ein Jude und dem Griechen ein Grieche. Von Mann zu Frau wird es da schon schwieriger. Und eigentlich ist es ja auch gar nicht seine Aufgabe, sondern die der älteren Frauen gegenüber den jüngeren, von Frau zu Frau:

„Du aber rede, was der gesunden Lehre entspricht: … daß sich die alten Frauen gleicherweise so verhalten sollen, wie es Heiligen geziemt, daß sie nicht verleumderisch sein sollen, nicht vielem Weingenuß ergeben, sondern solche, die das Gute lehren, damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben, besonnen zu sein, keusch, häuslich, gütig, und sich ihren Männern unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert wird.“ – Titus 2:1-5

Frauen sollen also Frauen dazu anleiten, sich ihren Männern unterzuordnen. Welche Frau lehrt das heute? Welche Frau ist darin heute ein Vorbild? Und so bleibt es hier dem Mann überlassen, über das Thema zu schreiben, auch wenn er dabei unter Verdacht gerät.

Frauen lehren ihre Männer?

Der Zeitgeist fordert Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Ihm folgend werden heute immer mehr Frauen „Pastor“ oder „Ältester“ in einer Gemeinde. Was aber sagt Gott dazu?

„Eure Frauen sollen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie es auch das Gesetz sagt. Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist für Frauen schändlich, in der Gemeinde zu reden.“ – 1. Korinther 14:34f.

Schon wieder dieses Gebot: Unterordnung. Das griechische Wort „hypotasso“ ist eindeutig und wird auch in Bezug auf Gott und Jesus Christus gebraucht, dem alles unterworfen ist. (Röm 8:20; 1 Kor 15:27; Eph 1:22) Der Christ ordnet sich Christus unter und ist ihm gehorsam. Der Christ liest die Bibel und lernt von Gott in aller Unterordnung. Er darf natürlich Fragen stellen und mit Gott reden, aber er darf Gott nicht belehren.

Derart sollen die Frauen in der Gemeinde schweigen. Geht das als Pastorin? Kann man predigen und gleichzeitig schweigen? Die Antwort ist offensichtlich, die Rebellion eigentlich unerklärlich. (Hier ein Versuch: „Der Dienst der Frauen in den Gemeinden„)

In der Familie wie in der Gemeinde

„Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn; denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes. Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.“ – Epheser 5:22f.; vgl. Kolosser 3:18

Und noch einmal: Unterordnung, dasselbe griechische Wort. Und wieder auch die Analogie zu Jesus Christus dem Sohn Gottes: Der Mann ist das Haupt der Frau wie Christus das Haupt der Gemeinde ist. Das Wort Gottes ist hier ganz eindeutig, was soll man da noch schreiben?

Eine ewige Lebensordnung

„Eine Frau soll in der Stille lernen, in aller Unterordnung. Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren, auch nicht, daß sie über den Mann herrscht, sondern sie soll sich still verhalten. Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und geriet in Übertretung; sie soll aber [davor] bewahrt werden durch das Kindergebären, wenn sie bleiben im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht.“ – 1.Timotheus 2:11-15

Ein drittes Mal: Unterordnung, wieder dasselbe griechische Wort. An dieser Stelle ist die Begründung interessant: „Denn Adam wurde zuerst gebildet.“ Die Ordnung zwischen Mann und Frau ist also nicht kulturell zu erklären, sondern durch Gottes Schöpfung. Eva wurde dem Adam als „Gehilfin“ erschaffen. (1. Mose 2:18)

Das ergab sich nicht erst nach dem Sündenfall, sondern wurde vorher von Gott so bestimmt. Der Unterschied nach dem Sündenfall ist nun, dass diese Ordnung durcheinander geraten ist und zu einem – hier gepredigten – Gebot wurde, das bis heute leider immer wieder übertreten wird, auch von den christlichen Familien, zu Hause wie in der Gemeinde.

Es geht um die Herrschaft

Was vor dem Sündenfall kein Thema war, ist heute zum Krieg geworden. Machen wir uns nichts vor, die meisten Frauen beherrschen ihren Mann. Der Zeitgeist erlaubt es ihnen und fördert es sogar, der Teufel freut sich drüber. Im schlimmsten Fall schlägt die Frau ihren Mann, im Normalfall manipuliert sie ihn durch Weinen oder schlechte Laune, Provokationen, Erpressung. Solche Kriegsführung liegt in ihrer gefallenen Natur und wurde vorhergesagt:

„Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen; mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen!“ – 1.Mose 3:16

„Verlangen“ meint hier dasselbe wie in 1.Mose 4:7: „Ist es nicht so: Wenn du Gutes tust, so darfst du dein Haupt erheben? Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet; du aber sollst über sie herrschen!“ Die Sünde verlangt nach Dir, sie will über Dich herrschen. Genauso „verlangt“ die Frau nach dem Mann, sie will über ihn herrschen, er aber soll über sie herrschen.

Mann und Frau sind gleichwertig, aber nicht gleichberechtigt. Der Mann hat das Recht, die Pflicht und die Verantwortung, über seine Frau zu herrschen. Wenn er nicht herrscht, sündigt er vor Gott. Tauschen ein Mann und eine Frau die Rollen, dann sündigen sie.

Wenn der Krieg nicht zu gewinnen ist

Was tut der Mann, wenn seine Frau zwar Texte wie diesen hier liest, ihr Leben aber partout nicht ändern will? Zunächst einmal leidet er, wie es die Bibel beschreibt: „Es ist besser, in einem Winkel auf dem Dach zu wohnen, als gemeinsam mit einer zänkischen Frau in einem Haus.“ (Sprüche 21:9; 25:24) „Besser ist’s, in der Wüste zu wohnen, als bei einer zänkischen und zornigen Frau.“ (Sprüche 21:19) Besonders wert- und eindrucksvoll ist dieses Bild:

„Eine rinnende Dachtraufe an einem Regentag und eine zänkische Frau, die gleichen sich; wer sie aufhalten will, der hält Wind auf, und mit seiner Rechten greift er nach Öl.“ – Sprüche 27:15f.

Schon einmal versucht, den Wind aufzuhalten? Ist es Dir bereits gelungen, nach Öl zu greifen? Genauso wenig wird man das Gezänke seiner Frau stoppen können. Wenn es sogar in der Bibel steht, dann ist es wohl leider so und ist tatsächlich nicht zu ändern, jedenfalls nicht vom Mann. Ihm bleibt dann nur noch ein Hoffen auf Gottes Eingreifen. Den unverheirateten Männern soll es eine Warnung sein, wen sie sich zur Frau nehmen. So mancher Mann hat seine Entscheidung schon bereut. Das schreibe ich so deutlich zur Beschämung der betreffenden Frauen, die sich dazu auch noch „Christen“ nennen.

Es gibt für den Mann aber doch noch einen Weg, „wenn der Krieg nicht zu gewinnen ist.“ Gott will, dass der Mann ohne Sorge sei, und so finden wir in der Bibel auch das Wort:

„Bist du an eine Frau gebunden, so suche keine Trennung von ihr; bist du frei von einer Frau, so suche keine Frau. … Die Zeit ist nur noch kurz bemessen! So sollen nun in der noch verbleibenden Frist die, welche Frauen haben, sein, als hätten sie keine.“ – 1.Korinther 7:27+29

So schwierig und traurig es ist, scheint es mir für den Mann einer „zänkischen Frau“ der beste Weg zu sein, sie einerseits nicht zu entlassen und die Trennung nicht zu suchen, sich andererseits aber auch nicht von ihr beherrschen zu lassen. Betrifft es Dich? Dann übergib ihre Rebellion dem Schöpfer im Gebet und lebe mit deiner Frau, „als hättest Du keine“.

Noch ein Wort an die Frau

Vielleicht waren das harte Worte für Dich, und vielleicht liest Du so etwas zum ersten Mal. Vorteilhaft ist ja, dass wir uns (wahrscheinlich) nicht kennen. Das ist eure Chance! Was würdest Du sagen, wenn dein eigener Mann Dir so predigen würde? Traut er sich das überhaupt noch, oder hat er vielleicht schon aufgegeben und lebt nur noch so, dass Du als Frau „zufrieden“ und nur so Zuhause immer „Frieden“ ist? Nach außen hin mag alles gut aussehen, aber Gott sieht bekanntlich das Innenleben.

Jede Frau will schön sein. Du nicht auch? Dann nimm Dir ein Beispiel an Sarah:

„Gleicherweise sollen auch die Frauen sich ihren eigenen Männern unterordnen, damit, wenn auch etliche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden, wenn sie euren in Furcht keuschen Wandel ansehen.

Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. Denn so haben sich einst auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten, wie Sarah dem Abraham gehorchte und ihn »Herr« nannte. Deren Töchter seid ihr geworden, wenn ihr Gutes tut und euch keinerlei Furcht einjagen laßt.“ – 1.Petrus 3:1-6

Der Schmuck der Unterordnung macht Dich anmutig. Leg die Waffen nieder und höre auf, gegen deinen Mann zu kämpfen. Es steht Dir nicht, sondern macht Dich nur hässlich. Das sieht weder schön aus noch ehrt es Gott. Du sollst nicht kämpfen und brauchst es auch nicht, denn Gott achtet auf Dich. Die Textstelle geht ja weiter:

„Ihr Männer sollt gleichermaßen einsichtig mit eurer Frau als dem schwächeren Gefäß zusammenleben und ihr Ehre erweisen, weil ihr ja gemeinsam Erben der Gnade des Lebens seid, damit eure Gebete nicht verhindert werden.“ Wenn der Mann Dich ungerecht behandelt, dann sieht Gott es genauso wie Dich, wenn Du deinen Mann beherrschen willst.

Das Salz in der Suppe

„Wohl dem Menschen, der beständig in der Furcht Gottes bleibt; wer aber sein Herz verhärtet, wird ins Unglück stürzen.“ – Sprüche 28:4

Wenn beide, Mann und Frau, Gott fürchten, auf ihn hören und sich seinem Wort unterordnen, dann leben sie in Frieden miteinander wie vor dem Sündenfall, zu seiner Ehre. Dazu gehört, dass die Frau sich dem Mann unterordnet genauso wie die Einsicht des Mannes gegenüber seiner Frau. Letzteres ist eine andere Predigt, heute gilt der Appell an die Frauen: Lebt zur Ehre Gottes, ordnet Euch unter! Rebellion ist eine Schande für alle Beteiligten.

 

– Bild: ©pixabay (CC0 1.0)

Nachtrag:

„Wir bekennen, daß in der von Gott eingesetzten Eheordnung der Ehemann als Haupt der liebende Diener und Führer seiner Frau ist und die Ehefrau als Beistand in sich unterordnender Gemeinschaft ein vollwertiger Partner ihres Mannes ist.“

Schön formuliert in der Chicagoer Erklärung zur Anwendung der Bibel, Artikel VI.