Schlagwort-Archiv: Ägypten

Ein Kopte berichtet über Folter

Es gab eine zwanzigminütige Diskussion unter den Folterknechten darüber, wie jetzt mit mir verfahren werden sollte, weil sie sich nicht einig waren. Eine Gruppe wollte mich einfach töten und die anderen wollten mir noch einige Knochen brechen und mir diverse Wunden verpassen, damit man die Narben sehen könne. Dies solle ein Exempel für diejenigen statuieren, die gegen die Muslimbruderschaft demonstrieren wollen. Letztlich waren nur noch zwei Folterer im Raum und während diese anderweitig beschäftigt waren, gelang es mir, durch das Fenster zu fliehen. Ich kroch ungefähr eine halbe Stunde lang voran, bis ich wieder auf Menschen traf. Dann verlor ich das Bewusstsein und fand mich später im El-Hilal-Krankenhaus in Kairo wieder.

– Amir Ayad über seine Flucht nach 6 Stunden Folter / Berliner Gebetskreis

Mark A. Gabriel – ein Lebenszeugnis

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Ich war Professor für Islamische Geschichte an der Al-Azhar-Universität in Kairo und Imam in Gizeh. 1994 kam ich zu Jesus.

Vor fast 25 Jahren war ich (Mark A. Gabriel) der Imam einer Moschee in der ägyptischen Stadt Gizeh, wo sich die berühmten Pyramiden befinden. (Der Imam einer Moschee hat eine ähnliche Stellung wie der Pastor einer christlichen Gemeinde.) Dort hielt ich freitags zwischen zwölf und ein Uhr mittags die wöchentliche Predigt und erfüllte noch andere Aufgaben. An einem Freitag war das Thema meiner Predigt der Djihad. Ich sagte den zweihundert fünfzig Leuten, die vor mir auf dem Boden saßen:

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Junge Christinnen verschwinden – oft für immer

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Ein Tabuthema. In Ägypten verschwinden unzählige junge Christinnen und werden zu Heirat und Konversion gezwungen. Zweifellos sind es Hunderte. Sind es Tausende? Zehntausende? Wir wissen es nicht. Aber jedes einzelne Opfer ist eines zu viel! «Verletze dich mit einem Messer, damit du in ein Krankenhaus kommst», rät der verzweifelte Vater seiner Tochter Mariam (Name geändert).
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Christlicher Schüler zu Tode geprügelt

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Ayman Nabil Labib war ein koptischer Ägypter und ging im Ort Mallawi, Provinz Minya, zur Schule. Am 16. Oktober 2011 wurde er in seiner Schule von Mitschülern und mindestens einem Lehrer zu Tode geprügelt. Die Medien hatten, wie in solchen Fällen üblich, berichtet, Auslöser des Streits sei eine Unstimmigkeit über den Sitzplatz des Schülers gewesen, die ausgeartet sei. „Keinesfalls“ habe es sich um eine religiös motivierte Tötung gehandelt. Der koptische Aktivist Mark Ebeid sagte dazu:

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