Schlagwort-Archiv: Auferstehung

Ronsdorf, Und die Toten leben doch

Und-die-Toten-leben-dochSchon der Titel „Und die Toten leben doch“ zeigt, dass das Buch sich als Antwort versteht. Ronsdorf definiert zunächst die Irrlehre, der er begegnet ist. Danach sei der Mensch nach seinem Tod nicht mehr existent – entweder sofort und für immer, oder bis zur Auferstehung. Später geht er auf die Ansicht ein, die Gottlosen werden nach einer gewissen Zeit der Strafe in der Hölle schließlich völlig und für immer „vernichtet“. Solchen Theorien stehen viele Bibelstellen entgegen.

Zu Beginn in Kapitel 1 wird das Thema eingebettet in die (dispensationalistische) Eschatologie des Autors und die Bedeutung des Alten Testaments im Vergleich zum Neuen. Ronsdorf stellt heraus, dass erst die Auferstehung Jesu tiefere Erkenntnis über das Leben nach dem Tod gebracht hat. Relevante Texte aus dem Alten Testament werden in ihrem jeweiligen Kontext betrachtet und dann ins Licht des Neuen Testaments gestellt. Insbesondere das Buch Prediger betrachtet die Welt „unter der Sonne“ und bleibt in seinen Aussagen bei der diesseitigen Perspektive. Ronsdorf schreibt weiter über Herkunft und Wesen des Todes, Schöpfung, Sünde und Erlösung, um schließlich im großen Kapitel 2 (S.37-145) auf die Frage einzugehen: Was kommt nach dem Tod?

Folgende Bibelstellen helfen ihm bei der Suche nach einer Antwort:

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Gott schafft!

Angler-Fisch

»Seht, was ich schaffe!« murmelte der alte Mann, wenn er in sein Boot stieg. So jedenfalls erzählt es Ernest Hemingway in seinem Buch, das die Bilanz seines Lebens zieht. »Seht, was ich schaffe!« sagte der alte Mann, wenn er mit seinem kleinen Bordmotor auf das offene Meer hinausknatterte. »Seht, was ich schaffe!« rief der alte Mann, wenn er die Leine nach dem großen Fisch auswarf. Und wenn er dann wieder mit leeren Bottichen zurückkehrte und sein Boot am Kai verknotete, spotteten die rauhen Fischer: »He, alter Mann, nichts gefangen?« »Nur langsam«, bruddelte er, »nur die Hoffnung nicht aufgeben. Ich schaffe das schon noch.«

Und eines Tages hing der Fisch an dem Haken, ein Riesentier, ein Mordskaliber, ein Schwergewicht von eineinhalb Zentnern. Der Mann strahlte wie die aufgehende Sonne. Seine schwieligen Hände ließen dieses wild zappelnde Hoffnungsstück nicht mehr los. »Seht, was ich geschafft habe!« Aber auf der Heimfahrt tauchte ein Haifisch aus dem blauen Wasser, und dann noch einer und noch einer und noch einer. Ein ganzer Schwarm dieser gefährlichen Seeräuber war angelockt und zog den Kreis um die Beute immer enger. Schließlich gingen sie zum Angriff über und rissen dem harpunierten Fisch ein Fleischstück nach dem anderen aus dem Leib.

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Wo war die Auferweckung von Jesus Christus?

Grab Jesu

Wo befinden sich die Stätten von Kreuzigung und Auferweckung Jesu Christi? Immer wieder tauchen um die historischen Orte die verschiedensten Legenden und Theorien auf. Dabei stellt sich bei den neuesten Forschungen heraus, dass der neutestamentliche Bericht ein erstaunlich genauer Ausgangspunkt für die Suche ist: Demnach wurde Jesus nach einem Weg durch die Stadt außerhalb der Stadtmauer von den Römern ans Kreuz geschlagen. Die Lage wird vom Evangelisten Johannes genau benannt:

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Die Kreuzigung Jesu aus medizinischer Sicht

PassionChristi

In diesem Artikel werde ich einige der physischen Aspekte der Passion, oder des Leidens, von Jesus Christus erörtern. Wir werden ihm von Gethsemane durch seinen Gebetskampf, seine Geißelung, seinen Pfad entlang über die Via Dolorosa folgen, bis zu seinen letzten Todesstunden am Kreuz.

Ich merkte plötzlich, dass ich die Kreuzigung all die Jahre mehr oder weniger als gegeben hingenommen hatte – dass ich durch eine zu große Vertrautheit mit den grimmigen Details zu einer entsetzlichen Gefühllosigkeit gekommen war – und einer zu entfernten Freundschaft mit ihm selbst. Es fiel mir schließlich auf, dass ich als ein Arzt nicht einmal die tatsächliche unmittelbare Todesursache kannte. Die Evangelisten helfen uns in diesem Punkt nicht sehr, weil Kreuzigung und Geißelung während ihres Lebens so üblich war, dass sie eine detaillierte Beschreibung zweifellos als völlig überflüssig ansahen – so dass wir die kurzen Worte des Evangelisten haben: „Pilatus, der Jesus geißeln ließ, überlieferte ihn an sie zur Kreuzigung – und sie kreuzigten ihn.“

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„Ist Jesus nicht auferstanden, ist unsere Predigt vergeblich“

Auferstehung

„Und es erschienen ihnen diese Worte, als wär’s Geschwätz, und sie glaubten ihnen nicht.“

– Lukas 24,11

Von Anfang an gehört es zum biblischen Zeugnis von der Auferstehung Jesu, dass der Glaube an diese Auferstehung auch bezweifelt wird. Die Apostel halten den Bericht der Frauen vom leeren Grab für „Altweibergeschwätz“ und „dummes Zeug“, wie es im griechischen Original für die Apostel wenig schmeichelhaft heißt, für eine Aussage also, die dem Verstand und dem rationalen Denken als unlogisch und unvernünftig erscheint und die nach menschlichen Maßstäben keinen Sinn ergibt, weil sich dies der Erfahrung, Wahrnehmung und Beurteilung des natürlichen Menschen vollständig entzieht.

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Brief an Frau Käßmann – Was ist zentral?

Ostern gibt es nicht ohne Jesus und nicht ohne Auferstehung! Ostern sind Eier, Häschen, Küken, Osterfeuer und Osterwasser nur Beiwerk. Zentral ist unser Glaube daran, dass Gott unser Leben über den Tod hinaus hält. Wie das aussehen wird, das wissen wir nicht. Darüber müssen wir auch nicht spekulieren. Aber wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns bei unserem Namen gerufen hat und dieser Name bei Gott geborgen sein wird, auch nach unserem Tod.

– Margot Käßmann, Ostern nicht ohne Jesus

Liebe Frau Käßmann,

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Von den Toten auferstanden?

Auferstehung

„Das Christus gestorben ist für unsere Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. … Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten heute noch leben.“

– 1. Korinther 15, Verse 3 bis 6

Dass jemand von den Toten aufersteht, ist nach menschlicher Erfahrung völlig ausgeschlossen. Man stelle sich vor, dass man gerade von der Beerdigung eines lieben Angehörigen nach Hause kommt, wo man, an der Haustüre, vom soeben Bestatteten, begrüßt wird, der sich dabei als quicklebendig erweist. Jeder weiß, dass es so etwas nicht geben kann, und wer etwas anderes behauptet, „der kann nicht mehr alle Tassen im Schrank haben“. Aber genau so etwas völlig Unmögliches wird uns im Neuen Testament berichtet.

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Ein Historiker über die Auferstehung Jesu

Maria_Grab“Aber am Interessantesten für den Historiker ist die Tatsache, dass nichtchristliche Autoren, selbst offen antichristliche wie Celsus, nicht versuchen, die Evangelien zu widerlegen, obwohl es zu jener Zeit kein Risiko bedeutete, Christen anzugreifen. Dass niemand die Christen beschuldigte, ihre Quellen verfälscht zu haben, ist ziemlich bemerkenswert. Tatsächlich findet sich im Matthäus-Evangelium das früheste bekannte Beispiel einer antichristlichen “Wiedergabe” eines Ereignisses (Matthäus 28,11-15), ohne dass die zentrale Tatsache, nämlich das leere Grab am Ostermorgen, in Frage gestellt wurde.

Niemand konnte die offensichtlichen, greifbaren Beweise leugnen. Was also konnten die Gegner tun? Behaupten, Jesus habe sein Verschwinden durch irgendeinen magischen Trick inszeniert, so wie Celsus später versuchte, die unstrittigen Wunder wegzuerklären? Die Gefolgschaft des Hohenpriesters ersann eine Strategie, die sogar noch weniger überzeugte: Sie gaben den römischen Soldaten am Grab einen ordentlichen Geldbetrag, damit sie jedem, der fragte, sagten, die Jünger hätten den Leichnam gestohlen, während die Wachen geschlafen hätten. Der Hohepriester vergewisserte sich sogar, dass der römische Präfekt sie nicht bestrafte – Bestechung war in jenen Tagen weit verbreitet, und Pilatus war nicht abgeneigt, hohepriesterliche Gelder zu entwenden (er und Kaiphas nahmen sogar Geld aus dem Tempelschatz für die persönliche Wasserversorgung des Präfekten).

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Kremation verhindert nicht die Auferstehung

Verbrennung_eines_Toten_in_einem_Krematorium_2009-09-05

Noch vor 50 Jahren war in Europa die Erdbestattung die übliche Bestattungsart. Heute werden schweizweit jährlich rund 51‘000 Personen, das heisst über 80 % aller Verstorbenen kremiert. Nachdem im christlichen Abendland über 1‘000 Jahre die Leichenverbrennung abgelehnt wurde, forderten im 18. Jahrhundert Freidenker, dass die Kremation wieder eingeführt werde. Und so, veranlasst durch die Freidenker, wurde 1878 das erste Krematorium Deutschlands in Betrieb genommen.

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Er ist wahrhaftig auferstanden – wahrhaftiger geht es nicht!

Tiger

Gleich zu Beginn der Witz, am Ende dann die nötige Korrektur:

Ein Pfarrer meint spöttisch: “Philosophie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die es gar nicht gibt.” Darauf antwortet der Philosoph: “Theologie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum ebenfalls mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist und plötzlich ruft: «Ich hab sie!»…”

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Jesus Christus ist wahrhaftig gestorben und auferstanden

„Einer der Kriegsknechte öffnete Seine Seite mit seinem Speer,

und alsbald ging Blut und Wasser heraus.“

– Johannes 19,34

Es wird manchmal behauptet, Jesus sei nach der Kreuzigung vor Erschöpfung und Blutverlust ohnmächtig, aber nicht tot gewesen. In der Kühle des Grabes sei Er wieder zu sich gekommen und dann Seinen Anhängern begegnet. Folgende Argumente sprechen jedoch gegen diese Behauptung:

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