Schlagwort-Archiv: Böse

Jay Adams, Geborene Gewinner

Geborene_Gewinner„Wie man das Böse überwindet“, so der Untertitel. Damit sollte klar sein, dass Adams den Leser nicht im weltlichen Sinn dazu anleiten will, ein „Gewinner“ zu sein. In der Welt setzt man die Ellbogen ein. Der Christ, so lehrt die Bibel, besiegt seinen Feind durch Gutestun: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Römer 12:21) Dabei ist das Wort „überwinden“ eine „Vokabel aus der Militärsprache“ und bedeutet nichts anderes, als den Feind zu besiegen. Wer „überwunden“ ist, der ist besiegt. „Das Leben des Christen ist ein Kampf.“ (S.17f.)

Adams beschönigt nichts, sondern sieht der Realität ins Auge. Jeder Christ wird persönlich und konkret angegriffen, praktisch und nicht bloß theoretisch. Von bestimmten Personen in bestimmten Beziehungen und nicht selten von solchen, die ihm nahestehen – auch von Christen, die gegen ihn sündigen. Dabei ist das Ziel immer Christus selbst und der Grund, warum uns Unrecht getan wird, eher nebensächlich. Kämpfen wir aktiv gegen das Böse, dann tun wir das zur Ehre Gottes und stehen auf seiner Seite. Faule Kompromisse hingegen verunehren Gott.

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Klaus Berger zur Dämonologie

welt-teufel

Ein Plädoyer für die Auseinandersetzung mit den biblischen Texten

Die Kirchen haben sich keinen Gefallen getan, als sie Teufel und Dämonen ad acta legten. Denn der Heiligen Schrift sind sie durchaus wichtig.

Mit dem Teufel ist es manchmal wie mit einem Wrack vor einer Insel, das nur bei extremer Ebbe sichtbar wird. Dann kondensiert sich die Erfahrung auf eine fast personenhafte Figur – auch übrigens angesichts überragender Heiligkeit wie bei Jesus, jedenfalls also in extremen Situationen. Nach Ansicht der Bibel ist der Teufel am ehesten dort erfahrbar, wo sich Menschen zu einem gemeinsamen und sinnlosen Mord hinreißen lassen. Man kann die Wirkung des Teufels auch mit einer Seuche oder Sucht vergleichen, denn oft ist das Teuflische mehr als nur ein individuelles Vergehen.

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Verlust der Familie, Spass an der Gewalt

Sicht_der_anderen

Warum werden Menschen zu Terroristen? Eine Studie zu den Motiven der Täter

Warum radikalisieren sich Menschen und werden schliesslich zu Terroristen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Untersuchung, die das deutsche Bundeskriminalamt in Auftrag gab. Das Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung der Uni Duisburg-Essen führte mit 39 Männern, die terroristisch aktiv waren, Interviews durch. 31 von ihnen sind abgeurteilte Straftäter. Es handelte sich um 24 Rechtsextremisten, neun Linksextremisten und sechs Islamisten. Die Radikalisierungsverläufe der Täter waren, ungeachtet der verschiedenen Ideologien, sehr ähnlich.

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