Schlagwort-Archiv: Carson

Willkür aus der Bibel – drei Beispiele

SteineOft sucht man sich willkürlich Schriftstellen, die aus dem Zusammenhang gerissen die eigene Meinung zu stützen scheinen.

Zum Beispiel versucht man mit „gehorcht und fügt euch euren Führern“ (Hebr 13:17) oder mit „bleibe bei dem, was du gelernt hast“ (2 Tim 3:14) Gehorsam und Treue gegenüber jeder noch so unbiblischen Führungsperson oder Tradition einzufordern. Aber im Zusammenhang und in der ursprünglichen Aussageabsicht dieser Schriftstellen geht es natürlich um Gehorsam und Treue allein gegenüber schriftgemäßer Führung und Lehre.

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Donald A. Carson

Donald Carson

Geboren 1946 in Französisch-Kanada wuchs Donald Arthur Carson zweisprachig auf und lernte früh von seinen Eltern, die ihm stets Vorbild waren. Sein Vater war Pastor und Vorbild im Gebet, seine Mutter Bibellehrerin mit Kenntnissen in Griechisch und Hebräisch. Seit 1975 ist er verheiratet mit Joy, sie haben zwei Kinder. Carson studierte 3 Jahre am Baptist Seminar in Toronto (MDiv) und promovierte 1975 in Cambridge (PhD) mit seiner Dissertation über die „Souveränität Gottes und menschliche Verantwortung“. Seitdem ist er vor allem Dozent für „Neues Testament“.

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Carson, Emerging Church

Carson Emerging ChurchEine neue Kirche entsteht, die „Emerging Church.“ Vielleicht haben Sie schon davon gehört, vielleicht haben Sie im Internet ihr Logo entdeckt oder Sie sind – wie auch wir – bereits vor dieser neuen Strömung gewarnt worden. Wer das Schlagwort nicht so richtig einzuordnen weiß mag sich auch auf D.A. Carson verlassen. Wenn er sich dieses Themas annimmt, dann muss es von Bedeutung sein. Und seine Analyse ist fair und kompetent.

Eine große Gefahr im Umgang mit der „Emerging Church“ liegt darin, dass sie sehr vielschichtig und nicht so richtig greifbar ist. Sie ist schwer zu definieren, ihre Kennzeichen sind schwer hervorzuheben und gerade das ist paradoxerweise sogar Teil ihres Wesens. Carsons Ansatz ist deshalb lobenswert, weil er sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt und auch die positiven Aspekte findet und diese im ersten Teil seines Buches deutlich herausstellt. Gefährlich wird es, wenn jede falsche Praxis oder Irrlehre unter dem einen Dach „Emerging Church“ gesammelt und dabei auch jeder noch so richtige Ansatz bereits im Keim erstickt wird, nur weil er im gleichen kritischen Zusammenhang gesehen, beurteilt und folglich abgelehnt wird.

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Gott hasst die Sünde und liebt den Sünder?

Carson Love of God„Ein evangelikales Klischee besagt, dass Gott die Sünde hasst, aber den Sünder liebt. In diesen Worten steckt ein kleines Körnchen Wahrheit: Gott hat nichts als Hass auf die Sünde, aber dies kann nicht in Bezug darauf gesagt werden, wie Gott die Sünder sieht.

Dennoch ist das Klischee falsch und sollte aufgegeben werden. Vierzehn Mal, allein in den ersten fünfzig Psalmen sagen die Psalmisten, dass Gott den Sünder hasst, dass sein Zorn auf dem Lügner liegt, und so weiter. In der Bibel ruht der Zorn Gottes auf beiden, der Sünde (Römer 1:18-23) und dem Sünder (1:24-32; 2:5; Johannes 3:36).

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Carson, Ach HERR wie lange noch?

Carson Wie lange nochDonald A. Carson hat mit dem vorliegenden Buch wieder mal ein schwieriges und doch so wichtiges Thema behandelt – die Theologie des Leidens.

Geschrieben nicht für aktuell Leidende, sondern für alle Christen, um sich auf das Leiden vorzubereiten. Depressionen und seelische Verletzungen beruhen oft auf falschen Erwartungen. In vielerlei Hinsicht wirkt Carson hier dem falschen Wohlstandsevangelium befreiend entgegen.

Zu Beginn konfrontiert er den Leser mit drei schweren Erlebnisgeschichten und stellt ihm die quälende Frage: „Wo war da Gott?“ Wenige Zeilen später fordert er den Intellekt heraus: „Wenn Gott allmächtig und gut ist, warum verhindert er das Leiden nicht?“ „Wenn Gott will aber nicht kann, ist er dann allmächtig?“ Weit verbreitete aber immer noch falsche Antworten, Theologien und Philosophien deckt Carson zunächst auf und führt dann Schritt für Schritt durch das Thema, bevor er die Einzelteile zu einem Gesamtbild formt und so auf die Fragen ausgewogen antwortet.

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Verkündigung oder psychologische Hilfe?

CarsonEine Verkündigung, die es unterläßt, immer wieder auf den Himmel als die Hoffnung und das Ziel der Christen hinzuweisen, ist nicht nur schriftwidrig, sondern beraubt die Gläubigen eines der wichtigsten Gesichtspunkte, mit deren Hilfe sie mit den Lasten dieses Lebens fertigwerden können. Gegenwärtig liegt bei den Evangelikalen die populäre Psychologie voll im Trend. Man heiligt das profane Vokabular und wendet dann volkstümlich aufbereitete Selbstverwirklichungstheorien an.

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