Schlagwort-Archiv: Christen

Lions, Rotary, Christus – Niemand kann zwei Herren dienen!

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Vergleicht man die Grundsätze und Zielsetzungen von Service-Clubs wie z.B. Lions und Rotary mit jenen der Freimaurerlogen, dann stellt man sehr bald fest, dass diese in ein und dieselbe Richtung gehen. Das ist auch nicht verwunderlich, sind doch die Service-Clubs von den Freimaurern gegründet geworden. Offensichtlich wurden die Service-Clubs bewusst so gemacht, dass sie nach aussen hin nicht den Freimaurern zugeordnet werden. Vielmehr sollten die Service-Clubs von der Öffentlichkeit als Wohltätigkeitsorganisationen wahrgenommen werden. Und in Tat und Wahrheit, betreiben diese Clubs auch sehr viele Wohltätigkeiten. Es scheint geradezu, als ob für die Service-Clubs ein Wettlauf besteht, in welchem es darum geht, wer am meisten Wohltätigkeiten leistet.

Service-Clubs sagen von sich, dass sie: freundschaftliche Beziehungen entwickeln, die weltweite Völkerverständigung fördern und durch die Pflege der Freundschaft sich nützlich erweisen wollen. Lions-Mitglieder sagen von sich, dass sie ihren Mitmenschen helfen wollen, indem sie dem Unglücklichen Trost, den Schwachen mit Tatkraft und den Bedürftigen mit ihren wirtschaftlichen Mitteln beistehen.

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Über die guten Werke der Christen

Der Katholik tut Werke, um sich den Himmel zu verdienen. Der Pharisäer tut Werke, damit er geehrt und von den Menschen beachtet und angesehen wird. Der Sklave tut Werke, damit er nicht geschlagen und verdammt wird. Der Formalist tut Werke, um das Gewissen zu besänftigen und ruhig zu stellen, da es ihn anklagt, wenn er keine Werke tut. Der übliche Bekenner tut Werke, weil es eine Schande ist, nichts zu tun, wo er doch so viel bekennt.

Der wahre Gläubige jedoch tut Werke, weil er liebt. Das ist die hauptsächliche, wenn nicht die einzige Motivation, die ihn zu Werken antreibt. Wenn es keine anderen Motive für ihn gäbe, würde er dennoch für Gott wirken und Christus dienen, weil er ihn liebt. Diese Liebe ist wie Feuer in seinen Gebeinen.

– David Clarkson

Was verstehen wir unter »Glaube«?

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Gibt es in der deutschen Sprache wohl einen Begriff, der eine größere Breite von Bedeutungen erreicht als das Wort »Glaube«? Ohne Frage: »Glaube« ist heute ein in vielen Farben schillernder Begriff geworden. Je nach seinem Zusammenhang kann er einen positiven oder einen negativen Sachverhalt ausdrücken: Ein Hoffen und Befürchten, etwas, das Freude bringt oder in Angst stürzt.

Wenn wir tiefer graben und nach seinem Bedeutungsgehalt fragen, stoßen wir darauf, dass der Begriff »Glaube« immer mit dem Grund unseres Seins zu tun hat, mit dem Halt, den man fürs Leben braucht, mit Vergewisserung. Nun kann man diesen Halt auf sehr verschiedenen Wegen und an ganz unterschiedlichen Orten suchen. Man kann vieles »»Glauben««, vieles zum Inhalt seines »Glaubens« machen: materielle Werte, eine philosophische Überzeugung, eine politische Ideologie, natürlich auch eine Religion.

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Ichthys: Ein Fisch als Zeichen

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»Fische« auf Autos, Wohnwagen, Fahrrädern, Koffern, als Aufkleber oder Anhänger. Viele tragen dieses Zeichen. Man kann es in der ganzen Welt sehen. Das Wort »Fisch« ist auf der Abbildung griechisch geschrieben. Die einzelnen Buchstaben dieses Wortes ergeben fortlaufend den Anfangsbuchstaben für die Wörter des Satzes:

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Der stille Rückzug oder: Kleine Brötchen zu Gottes Ehre

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Vom Vor- und Nachteil von Hauskreisen. Weitgehend unbemerkt von der evangelikalen und kirchlichen Öffentlichkeit nimmt seit einigen Jahren eine Bewegung Konturen an, die reichlich Anlaß zum Nachdenken gibt, weil sie ein bezeichnendes Licht auf die kirchliche Gesamtsituation in unserm Land wirft. Es ist die Bewegung des »Stillen Rückzugs« aus Gemeinden und Gemeinschaften. Es ist die Bewegung hinein in die Häuser.

Lange Zeit als bloßes Randphänomen unterschätzt, hat diese Bewegung mittlerweile eine Größe erreicht, die guten Gewissens nicht mehr ignoriert werden kann. Mehr und mehr ziehen sich Christen aus Kirchen, Gemeinden, Gemeinschaften und Verbänden zurück, denen sie lange treu angehört haben, aber nun nicht mehr angehören können oder wollen. Jenseits des kirchlich bzw. freikirchlich verfaßten Christentums leben sie ihr Christsein in Hausgruppen, Hauskreisen und Hausgemeinschaften.

Was sind die Gründe dafür? Was sind die Hintergründe?

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Das Lebensbild von Josua Stegmann

Josua_StegmannDr. Josua Stegmann wurde 1621 zum Professor an die neugegründete lutherische Theologische Hochschule in Rinteln an der Porta Westfalica berufen. Er stammte aus Thüringen und war ein treuer Seelsorger. Er ahnte schon die kommenden Bedrängnisse und Verfolgungen. So bekümmerte ihn in den schrecklichen Wirren des Dreißigjährigen Krieges am meisten, ob die Gläubigen auch unter Druck und Verfolgung im Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes standhart bleiben könnten.

Unermüdlich mahnte er, dass der Glaube nur durch das Gebet gefestigt werden kann. So dichtete er das Gebetslied:

»Ach, bleib mit deiner Gnade bei uns …«

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Wie erkenne ich den Willen Gottes für mein Leben?

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Georg Müller, der »Waisenvater von England« hat folgende Erfahrung gemacht:

Zuerst muss mein Herz zur Ruhe gekommen sein. Es sollte keinen eigenen Willen mehr in den betreffenden Angelegenheiten kennen. Neun Zehntel aller Not liegt hier. Neun Zehntel aller Schwierigkeiten sind überwunden, wenn unser Herz bereit ist, den Willen des Herrn zu tun, was immer es auch sei. Sind wir darin wirklich aufrichtig, so ist es gewöhnlich nur noch ein kleiner Schritt, um zu wissen, was der Wille Gottes ist.

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Jeden Sonntag Gottesdienst

»Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.«

„Eine Witwe sagt mir einmal: Ich kann es nicht mehr hören, wenn man mir als Witwe nach dem Gottesdienst »einen schönen Sonntag« wünscht, aber mich doch keiner besucht.“

– Pastor Lothar Leese, Remscheid

Von Tieren leben lernen – Zoologie für Christen

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»Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.« – Matthäus 10, 16

Ulrich Parzany hat einmal aus der Schule geplaudert und folgendes Erlebnis berichtet: »Als Schüler bekam ich einmal an einem heißen Sommertag im Griechischunterricht einen pubertären Anfall. Ich stand auf, ging hinter den Vorhang am Fenster des Klassenzimmers und brüllte wie ein Stier. Hinter mir wurde es ganz still. Als ich wieder auftauchte, meinte unser alter Griechischlehrer: ´So, Parzany, es gibt doch merkwürdige Rindviecher in Gottes Zoo.´ Er hat sich dann redlich bemüht mich zu dressieren.«

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Wehe mir, wenn ich nicht predige!

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Ich werde bisweilen von jungen Männern gefragt: Soll ich Prediger werden? Abgesehen von einer Reihe anderer Momente, die in der Antwort bedacht werden müssen, geht es immer wieder grundlegend um die Frage der Berufung. Sie muss mit Recht gestellt werden, denn ohne das Bewusstsein, zum Verkünder des Evangeliums berufen zu sein, kann man nicht predigen.

Wie aber kann man nun einem jungen Mann helfen, den Ruf zum hauptamtlichen Dienst im Reiche Gottes zu erkennen? Es mag mehrere Zeichen dafür geben. Ganz gewiss aber gibt es in vielen Fällen das Merkmal, das ich das negative nennen möchte. Könnte ich auch anders? Diese Frage habe ich mir selbst oft in meinem Leben stellen müssen, auch bei Einzelentscheidungen und bei der grundlegenden Frage nach der Berufung zum ausgesonderten Boten Gottes.

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Jay Adams, Geborene Gewinner

Geborene_Gewinner„Wie man das Böse überwindet“, so der Untertitel. Damit sollte klar sein, dass Adams den Leser nicht im weltlichen Sinn dazu anleiten will, ein „Gewinner“ zu sein. In der Welt setzt man die Ellbogen ein. Der Christ, so lehrt die Bibel, besiegt seinen Feind durch Gutestun: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Römer 12:21) Dabei ist das Wort „überwinden“ eine „Vokabel aus der Militärsprache“ und bedeutet nichts anderes, als den Feind zu besiegen. Wer „überwunden“ ist, der ist besiegt. „Das Leben des Christen ist ein Kampf.“ (S.17f.)

Adams beschönigt nichts, sondern sieht der Realität ins Auge. Jeder Christ wird persönlich und konkret angegriffen, praktisch und nicht bloß theoretisch. Von bestimmten Personen in bestimmten Beziehungen und nicht selten von solchen, die ihm nahestehen – auch von Christen, die gegen ihn sündigen. Dabei ist das Ziel immer Christus selbst und der Grund, warum uns Unrecht getan wird, eher nebensächlich. Kämpfen wir aktiv gegen das Böse, dann tun wir das zur Ehre Gottes und stehen auf seiner Seite. Faule Kompromisse hingegen verunehren Gott.

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Wenn du aber öffentlich betest

Kirche_oeffentlichDie Predigt ist vorbei, und einige gute Gedanken klingen noch in mir nach. »Wir wollen jetzt eine Gebetsgemeinschaft haben«, sagt der Gottesdienstleiter. Ich bin damit einverstanden. Das freie, öffentliche Gebet von Schwestern und Brüdern gehört zu denjenigen Traditionen unseres freikirchlichen Gemeindelebens, die wir nicht preisgeben sollten. Ein Bruder betet. Er bittet Gott, dass wir nie vergessen mögen, mit vollem Einsatz gegen unsere Schwächen zu kämpfen. An und für sich ein berechtigtes Gebetsanliegen. Man kann nicht genug darum bitten. Allerdings hatte der Prediger heute davon gesprochen, dass unser Kampf gegen die Sünde nicht verbissen geschehen darf, damit er nicht zum Krampf ausartet. Blitzschnell wird mir bewusst: Der Beter will den Prediger korrigieren. Ich bin verstimmt. Darf so etwas in einem öffentlichen Gebet sein? Es darf nicht.

Ein öffentliches Gebet ist etwas anderes als das persönliche Gebet im stillen Kämmerlein. Das private Gebet geht nur den Beter und Gott etwas an. Das öffentliche Gebet aber hat Gemeinschaftscharakter. In ihm schließt sich ein einzelnes Glied der christlichen Gemeinde mit anderen Gliedern der Gemeinde zusammen, um Gott etwas zu sagen. Das ist der Sinn des öffentlichen Gebetes. Man hat dabei natürlich nicht nur an Gebetsgemeinschaften zu denken. Für alle öffentlichen Gebete, selbst für diejenigen, die nicht frei formuliert sind, gilt: Hier spricht eine Schwester oder ein Bruder im Namen der Gemeinschaft zu Gott. Und darum gelten für das öffentliche Gebet zwei Grundregeln.

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Christliche Gemeinde: Der dankbare alte Mann

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Der alte Mann ist dankbar für die Gemeinde. Dort trifft er Brüder und Schwestern, die mit ihm zusammen auf dem Weg zum Himmel sind. Diese Geschwister hätte er ohne die Gemeinde nie kennengelernt. In der Gemeinde geben Alte und Junge gemeinsam den Ton an und loben miteinander den Herrn.

In der Gemeinde ist er freundlich aufgenommen, da dient man einander. Dort hilft man sich. Durch Bibellesen und Hören auf das Evangelium wächst man im Glauben an den Sohn Gottes. Der alte Mann liebt den Herrn Jesus und die Glaubensgeschwister. Mit ihnen teilt er Freude und Leid. Man ist nicht immer einer Meinung, aber man hat einerlei Glauben. Man ist eines Geistes auf der Grundlage des Wortes Gottes.

Der alte Mann ist dankbar für die Leitung der Gemeinde. Als verantwortungsbewusste Hirten führen sie die Herde auf den rechten Weg. Sie sind geistliche Bauleute und halten sich exakt an Gottes Bauplan. Sie praktizieren biblische Leiterschaft und üben Gemeindezucht. Sie beurteilen Zeitströmungen anhand der Bibel und wenden Schaden von der Gemeinde ab. Sie opfern sich auf im Dienst. Der alte Mann ist froh, in der Gemeindeleitung tragfähige Führungspersonen zu wissen, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

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Finstere Nacht

Ich kann mich nicht erinnern, dass in den letzten zwölf Jahren meines Dienstes bei Open Doors die Verfolgung der Christen in der Welt so extrem zugenommen hat, wie in den letzten drei Jahren. Wenn ich diese Situation mit Tag oder Nacht beschreiben sollte, dann müsste ich sagen, es ist finstere Nacht.

– Markus Rode, Leiter Open Doors Deutschland, 17.4.2015

Ostern, Hase und Ei aus christlicher Sicht

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Was bedeutet »Ostern«, wo kommen die bunten Eier her und was macht der Hase auf dem Tisch? Als Christen müssen wir uns Gedanken machen über das, was da alljährlich anlässlich des Kreuzes auch ins Bild drängt. Und selbst wenn es uns „nichts bedeutet“, müssen wir uns fragen, warum wir es dann mitmachen und – viel wichtiger – ob Gott es genauso „nichts bedeutet“. Unangenehme Fragen, auf die wir endlich eine Antwort brauchen, jeder Christ für sich.

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