Schlagwort-Archiv: Gebet

10 Punkte über wahre Demut Gott gegenüber

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„Ich will aber den ansehen, der demütig und zerbrochenen Geistes ist und der zittert vor meinem Wort.“ (Jesaja 66,2)

Wahre Demut Gott gegenüber zeigt sich erstens dadurch, dass wir offen und ehrlich zugeben vor Gott unbedeutend und sündig zu sein.

Zweitens zeigt sich Demut Gott gegenüber dadurch, dass man sich niemals auf sich selbst verlässt, sondern sich in allen Dingen vollständig von Gott abhängig macht.

Drittens zeigt sich wahre Demut Gott gegenüber dadurch, dass wir auf jede Anerkennung für unsere guten Taten verzichten und Gott die ganze Ehre für alles Gute geben.

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Kunstgewerbedeutsch

Der Schriftsteller Martin Walser (geb. 1927) schreibt in einem seiner Bücher: »Mit Lisa in der Kirche gewesen. In der Sprache der Gebete kann ich mich nicht unterbringen. Kunstgewerbedeutsch.« Ich weiß nicht, in welcher Kirche Martin Walser war, aber ich muss zugeben, dass man ihm gar nicht so leicht widersprechen kann. Aber ich möchte ihm einen Vorschlag machen: Das Gebet eines Kollegen zu lesen. Der Dichter der Psalmen 42 und 43 spricht eine Sprache, in der wir uns wiederfinden können.

– Pastor Lothar Leese, Remscheid

Licht, nicht Feuerwerk

Feuerwerk

Auf einer Tagung versammelten sich einige junge Leute, um die ganze Nacht im Gebet zu verbringen. Am nächsten Morgen fragte der ältere Pfarrer, was sie gemacht hätten. Sie berichteten: »Sehen Sie nur, wie unsere Gesichter strahlen!« – Sie wollten damit auf ihre »geistlichen Höhenerlebnisse« angesprochen werden. – Die freundliche, hilfreiche Antwort des Pfarrers auf diese »Art von Bekenntnis«: »Mose wusste nichts davon, dass sein Gesicht strahlte!«

– 2. Mose 34,29

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Wenn du aber öffentlich betest

Kirche_oeffentlichDie Predigt ist vorbei, und einige gute Gedanken klingen noch in mir nach. »Wir wollen jetzt eine Gebetsgemeinschaft haben«, sagt der Gottesdienstleiter. Ich bin damit einverstanden. Das freie, öffentliche Gebet von Schwestern und Brüdern gehört zu denjenigen Traditionen unseres freikirchlichen Gemeindelebens, die wir nicht preisgeben sollten. Ein Bruder betet. Er bittet Gott, dass wir nie vergessen mögen, mit vollem Einsatz gegen unsere Schwächen zu kämpfen. An und für sich ein berechtigtes Gebetsanliegen. Man kann nicht genug darum bitten. Allerdings hatte der Prediger heute davon gesprochen, dass unser Kampf gegen die Sünde nicht verbissen geschehen darf, damit er nicht zum Krampf ausartet. Blitzschnell wird mir bewusst: Der Beter will den Prediger korrigieren. Ich bin verstimmt. Darf so etwas in einem öffentlichen Gebet sein? Es darf nicht.

Ein öffentliches Gebet ist etwas anderes als das persönliche Gebet im stillen Kämmerlein. Das private Gebet geht nur den Beter und Gott etwas an. Das öffentliche Gebet aber hat Gemeinschaftscharakter. In ihm schließt sich ein einzelnes Glied der christlichen Gemeinde mit anderen Gliedern der Gemeinde zusammen, um Gott etwas zu sagen. Das ist der Sinn des öffentlichen Gebetes. Man hat dabei natürlich nicht nur an Gebetsgemeinschaften zu denken. Für alle öffentlichen Gebete, selbst für diejenigen, die nicht frei formuliert sind, gilt: Hier spricht eine Schwester oder ein Bruder im Namen der Gemeinschaft zu Gott. Und darum gelten für das öffentliche Gebet zwei Grundregeln.

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Soon Ok Lee, Lasst mich eure Stimme sein

Soon_Ok_Lee_StimmeWas kann ein Mensch alles aushalten? Hunger, Kälte, Frostbeulen, Schlafentzug, Wahnsinn, fehlendes Licht, Starre, Lähmungen, Madenbefall, Gestank, Redeverbot, Kollektivstrafen, Willkür, Demütigung, Manipulation, Sarkasmus, Ausbeutung, Misshandlung und Folter nicht selten bis zur Bewusstlosigkeit und schließlich bis zum Tod – dies alles musste Soon Ok Lee miterleben und vieles davon am eigenen Leib erfahren. Sechs Jahre war sie im Arbeitslager in Nordkorea gefangen, unschuldig wie ihre Mitinsassen auch.

Ihre Freilassung war nach eigener Überzeugung ein Wunder Gottes, auch um der Welt – mit diesem Buch – von den Grausamkeiten berichten zu können, die in Nordkorea geschehen. Vor uns liegt ein ungeschönter Blick hinter die dünne Fassade dieses kranken Landes. Die Staatsmacht ist mehr dämonisch als menschlich; zweimal schreibt sie: „Diese Wächter sehen nur äußerlich wie Menschen aus, drinnen sind sie Teufel.“ (S.96, vgl. S.135)

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Wo wirkt Gott in Nordkorea?

Straflager_Nordkorea

„Wirkt Gott überhaupt in Nordkorea?“ Manche Beter und Unterstützer der verfolgten Christen in Nordkorea kämpfen mit Enttäuschung. Denn noch immer existieren die entsetzlichen Gefangenenlager mit Folter und Zwangsarbeit. Neue Hungersnöte sind zu befürchten. Auch von Verhaftungen und Todesurteilen für Christen ist zu hören. Hana und Jae-Hwo berichten davon, wie Gott in ihrem Land wirkt.
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Bühne, Das Gebetsleben Jesu

das-gebetsleben-jesuIn der Regel kennt der inter­es­sierte Bibel­le­ser über das „Gebets­le­ben Jesu“ bes­ten­falls einige grund­le­gende Dinge. Lei­der zie­hen die Wenigs­ten dar­aus Schluss­fol­ge­run­gen für ihr eige­nes Gebets­le­ben. Das ist Wolf­gang Bühne in die­sem Buch sehr gut gelungen!

Das Buch ist keine theo­lo­gi­sche Abhand­lung über das Thema Gebet, son­dern viel­mehr eine prak­ti­sche Betrach­tung. Nach jedem Kapi­tel mit einem bestimm­ten Schwer­punkt gibt es ein „Was kön­nen wir dar­aus ler­nen“, mit „Ers­tens“ das und „Zwei­tens“ das… Meis­tens ist der zweite Teil genauso lang wie die Betrach­tung selbst, so dass das Buch ins­ge­samt sehr prak­tisch gelebt wer­den will.

Schon in sei­nem Vor­wort zeigt der Autor unsere Gebets­ar­mut auf, die am bes­ten mit dem von ihm ver­wen­de­ten Zitat wie­der­ge­ge­ben wer­den kann.
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Ein Bußgebet Heinrich Kemners

Buße & GebetWer die Verkündigung Heinrich Kemners erlebte, merkte bald, daß bei ihm Buße, Umkehr zu Gott kein Randthema war, sondern zu seinen innersten Anliegen gehörte, ja im Grunde Ziel jeder Predigt wie auch seiner ganzen seelsorgerlichen Arbeit war. Ich höre ihn noch sein lautes „Schuwu“, „Kehrt um“ aus Jes. 31,6 rufen, das er in viele Predigten einbaute. Dabei war seine Leidenschaft nicht nur aufrüttelnd, sondern vor allem auch glaubwürdig, weil er selber offen von seinen Fehlern redete und spontan um Entschuldigung bitten konnte, wenn er einen Fehler eingesehen hatte. In unserer Zeit, in der die vollmächtige Bußpredigt selten geworden ist, kann es vielleicht nützlich sein, neu auf Heinrich Kemner zu hören und bei ihm zu lernen, was echte Buße ist und worauf demzufolge eine Bußpredigt zu achten hat. Ich wähle dafür eines seiner letzten öffentlichen Bußgebete aus. Es stammt aus der Ansprache, die er zur Gründung des Gemeindehilfsbundes am 31. Oktober 1992 in der Krelinger Glaubenshalle gehalten hat.

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