Schlagwort-Archiv: Gottesdienst

Sabbat oder Sonntag – Gott »atmet auf«

Mauritius-Feierabend

Dass Gott uns an seinem Sabbat in seiner Gesellschaft haben will, ist nicht nur ein Entgegenkommen von seiner Seite, sondern eine Herablassung! Wie tief Gott damit zu seinem Geschöpf herabsteigt, geht aus einem selten gebrauchten, auffällig starken Wort, das in der hebräischen, biblischen Ursprache »naphasch« heißt, hervor. Es bedeutet auf deutsch: »Verschnaufen, nach schwerer Anstrengung aufatmen!«

Dieses Wort kommt in der Bibel nur dreimal vor: Einmal ist es der, von seinem Sohn verjagte König David. Er wird auf der Flucht mit Schmutz und Steinen beworfen. David entkommt und »naphasch«, »atmet auf«. (2. Samuel 16, 14) Ein zweites Mal sind es die Knechte und Mägde und das Vieh, von denen gesagt wird, dass auch sie am Sabbat »naphasch«, »aufatmen« dürfen. (2. Mose 20, 10) Angewendet auf Gott selber steht nun aber dies Wort ein einziges Mal in der Bibel:

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Wie herrlich es ist, Mensch zu sein

Lilie-Lilien

»So denn Gott das Gras auf dem Feld also kleidet, sollte er das nicht vielmehr euch tun, o ihr Kleingläubigen?« Gott kleidet also das Gras; des Stengels schöne Form, des Blattes feine Linie, die lieblichen Abschattungen der Farbenmischung, der ganze Reichtum, wenn ich so sagen darf, von Bändern, Schleifen und Schmuck, all dies gehört zur Bekleidung der Lilie, und Gott ist es, der sie so kleidet. – »Sollte er nicht vielmehr euch kleiden, ihr Kleingläubigen?«

»Ihr Kleingläubigen!« Das ist der Ermahnung milder Tadel; so redet er zu dem, der unrecht hat, wenn die Liebe es nicht über das Herz bringt, streng zu reden; tadelnd droht sie ihm mit dem Finger und sagt, du Kleingläubiger, aber sagt es so mild, dass der Tadel nicht verletzt, nicht betrübt, nicht niederschlägt, sondern eher aufrichtet und Freimütigkeit gibt.

Aber so heißt es ja im Evangelium nicht bloß, der Mensch sei wie Gras bekleidet, sondern noch viel herrlicher. Durch den beigefügten Tadel: ihr Kleingläubigen! ist eigentlich gesagt: Sollte Gott nicht vielmehr euch gekleidet haben? so dass die Rede nicht von dem neuen Kleid ist, das man so gern am Sonntag haben will oder höchst nötig braucht, sondern von der Undankbarkeit, die vergessen will, wie herrlich der Mensch von Gottes Hand – gekleidet ist.

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Jeden Sonntag Gottesdienst

»Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.«

„Eine Witwe sagt mir einmal: Ich kann es nicht mehr hören, wenn man mir als Witwe nach dem Gottesdienst »einen schönen Sonntag« wünscht, aber mich doch keiner besucht.“

– Pastor Lothar Leese, Remscheid

Die besonderen Versuchungen des Boten Gottes

Schlange-Versuchung

Jeder Beruf hat seine besonderen Gefahren und Versuchungen, und gar zu oft ist der Träger eines Berufs durch diese geprägt und geformt und hat seine eigentümliche »Berufskrankheit«. Ist das auch beim Boten Gottes so, dem Prediger und Geistlichen, dem hauptberuflichen Mitarbeiter in unseren freikirchlichen Gemeinden? Unter der Überschrift »Die Gefahren unseres Berufes« brachte The Fraternal (Engl. Journal of the Baptist Ministers´ Fellowship) die Wiedergabe einer Ansprache vor Geistlichen.

Mir scheint, es könnte uns nützlich sein, wenn wir uns auch ein wenig mit ihren Hauptgedanken beschäftigen. Sie mögen vielleicht doch unser Gewissen erreichen, vor allem soweit wir Boten Gottes mit einem besonderen Auftrag sind. Wenn dabei der hauptberufliche Geistliche im Blickfeld steht, so hat das doch nichtsdestoweniger auch jedem anderen Mitarbeiter in der Gemeinde etwas zu sagen. Abgesehen davon dürfte jedem Gemeindeglied die Sicht für die besonderen Versuchungen seines Predigers ein Antrieb sein, zu beten und zu arbeiten, dass er nicht mitschuldig werde, wenn dieser zu Fall kommt.

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