Schlagwort-Archiv: Heiliger Geist

Francis Chan, Der unterschätzte Gott

Chan_unterschaetzte_GottBekanntlich kann man in 15 Minuten mehr Wahrheit predigen, als der Zuhörer sein Leben lang befolgen kann. Ganz ähnlich ist das Buch „Der unterschätzte Gott“ von Francis Chan ein kurzer, aber herausfordernder Aufruf zu einem radikalen, geisterfüllten Glauben, dem nicht alle Leser folgen werden und zwar auch dann nicht, wenn das Buch mehr als 125 Seiten hätte.

Der Autor schreibt aus einer Unzufriedenheit über den gegenwärtigen Zustand der christlichen Gemeinden in der westlichen Welt heraus. Grund für die zunehmende Erbärmlichkeit ist die fehlende Leitung des Heiligen Geistes, schreibt Chan. Stattdessen leitet der Christ sich selbst und flüchtet sich in falsche Traditions- und Denkmuster, auch und besonders über den Heiligen Geist. Daher beginnt das Buch mit einem Aufruf, dem Thema offen und angstfrei zu begegnen. Chan bemüht sich dabei sehr, nicht aus einer charismatischen Schublade zu schöpfen, sondern verweist auf die Bibel und überzeugt den Leser exegetisch, mit Zitaten. So manche Festung wird dabei durchbrochen inkl. die der charismatischen Egozentrik.

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Ryrie, Ihr werdet Kraft empfangen!

Ryrie_KraftDie etwas reißerische Übersetzung des englischen Titels „The Holy Spirit“ wird bei vielen falsche Erwartungen wecken. Wollen auch Sie es (nur) kaufen, um „Kraft“ zu empfangen? Vielleicht schenkt Gott es Ihnen sogar, dann aber auf Grundlage gesunder Lehre und nicht durch ein unbiblisches Wunder, wie es von vielen heutzutage versprochen wird. Nehmen wir es vorweg: Die sog. „Geistestaufe“ wird als einmaliges Ereignis bei der Bekehrung behandelt, später die sog. „Geisterfüllung“ in klarer Abgrenzung dazu. Phänomene wie den sog. „Toronto-Segen“ beurteilt der Autor unter „Salbungen“. Von schwärmerischer Charismatik distanziert sich das Buch, lesen Sie z.B. den treffenden Kommentar zu christlichen Spektakeln. (S.196)

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Die Lehre vom Heiligen Geist

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Eine kurze Einführung in die biblische Lehre vom Heiligen Geist

1.) Der Heilige Geist ist eine Person

Nach dem biblischen Zeugnis ist der Heilige Geist eine göttliche Person und lebt zusammen mit Gott dem Vater und Gott dem Sohn in unlösbarer Gemeinschaft. Obwohl einige biblische Hinweise die Vorstellung einer unpersönlichen Kraft nahezulegen scheinen (Joh. 20,22: „er blies sie an“; Ag. 1,8 und 1. Kor. 2,4: „Kraft“; Eph. 5,18b: „laßt euch erfüllen“), trägt der Heilige Geist eindeutig personale Wesenszüge. Er lehrt und erinnert (Joh. 14,26), er spricht, er offenbart (Ag. 8,29; 10,15; 13,2; 16,6ff; 1.Kor. 2,10), er liebt (Röm. 15,30), er ist schöpferisch (1.Mose 1,2; Luk. 1,35; Röm. 8,11), er kann betrübt werden (Eph. 4,30).

2.) Der Heilige Geist im Alten Testament

Der Geist Gottes ist als göttliche Person bei der Schöpfung beteiligt (1. Mose 1,26; 2,7; Hiob 33,4). Er wird einzelnen Personen für besondere Aufgaben erteilt (4. Mose 11,25; Ri. 6,34; 1. Sam. 10,9; Micha 3,8). Er kann wieder entzogen werden (1. Sam. 16,14; vgl. Ps. 51,13). Das Volk Israel als Ganzes hatte ihn nicht (vgl. Jes. 63,10). Es gibt im Alten Testament drei Verheißungslinien für den dauerhaften Empfang des Heiligen Geistes:

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Paulus, der Heilige Geist und die Gemeinde

Gordon Fee Paulus Heiliger GeistDer Geist und das Volk Gottes

In der Sicht des Paulus meint „errettet sein“, daß Menschen Teil des Volkes Gottes werden, durch den Geist hineingeboren in die Familie Gottes, so daß sie alle miteinander einen Leib bilden, in dessen Zusammenkünften im Geist sie Gottes Tempel sind. Gott errettet nicht einfach eine Anzahl unterschiedlicher Individuen und bereitet sie auf den Himmel vor; vielmehr schafft er sich ein Volk für seinen Namen, unter dem er wohnen kann und das in seinem Leben und Dienen miteinander Gottes Leben und Wesen in all seiner Einheit und Verschiedenheit abbildet.

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Die Einheit von Geist und Schrift

Feuer
»Es ist nicht zu übersehen, dass manche Christen sich für den Geist entschieden haben. Ekstatische Erfahrungen werden dann als Bestätigung angeführt, dass sie seine ganze Fülle empfangen haben. Was diesen „Schwerpunkt auf dem Heiligen Geist“ oft begleitet, ist ein Widerwille gegen sorgfältiges Bibelstudium. „Exegese ist ungeistlich“, sagt man uns, „Dogmatik spaltet nur; Theologie ist irrelevant.“ In Reaktion darauf haben andere das Pendel hart in die andere Richtung ausschlagen lassen. Allzu oft impliziert unsere Haltung: ,,Alles, was wir brauchen, ist das rohe Fleisch des Wortes.“

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