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Jesus predigt seinen Feinden

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Gedanken zu Matthäus 22,1-14

In Matthäus Kapitel 21 und 22 befinden wir uns in der Karwoche, kurz vor der Kreuzigung von Jesus Christus. Jesus hatte viele Wunder getan, zuletzt hat er Lazarus aus den Toten auferweckt. Auf einem Esel zieht er in Jerusalem ein und viele jubeln ihm zu: „Hosianna dem Sohn Davids!“ Die Volksmenge in Jerusalem weiß: „Das ist Jesus, der Prophet von Nazareth in Galiläa!“

Auch die religiösen Führer des Tempels in Jerusalem – die Bibel nennt sie die „obersten Priester“, die „Ältesten“, die „Pharisäer“ und die „Sadduzäer“ – sie alle wissen, dass Jesus kein normaler Mensch ist. Sie wissen von den vielen Wundern, sie geschehen vor ihren eigenen Augen. Im Tempel treibt Jesus zuerst die Verkäufer und Geldwechsler hinaus, danach heilt er viele Kranke. Blinde können sehen, Lahme können gehen. Und die Kinder rufen noch einmal: „Hosianna dem Sohn Davids!“ Die Pharisäer aber entrüsten sich. Sie haben bereits beschlossen, Jesus zu töten. (Johannes 11,53)

Nun spricht Jesus direkt zu den Pharisäern. Er erzählt ihnen drei Gleichnisse über das Reich Gottes. Die Pharisäer erkennen, dass sie angesprochen sind. Aber warum und wie spricht Jesus zu ihnen? Was sagt er denen, die ihn töten wollen? Was predigt Jesus seinen Feinden?

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Zur Beerdigung: «Der Nächste, bitte!»

Grab_NaechsteWährend einer Beerdigung wurde den Trauergästen ein Handzettel mit folgendem Inhalt gegeben: «Freust du dich über Blumen? – Dein Grab wird voll davon sein.» «Der Nächste, bitte! – Bist du der Nächste?» «Heute Trauergast – morgen Gastgeber?» «Liegst womöglich du bei der nächsten Trauerfeier im Mittelpunkt?»

Makaber, nicht wahr? Rabenschwarzer britischer Humor oder einfach nur geschmacklos? Der eine mag schmunzeln, vielleicht sogar lachen; der andere ist einfach nur entsetzt. Aber gehen wir doch einmal ganz nüchtern an diese ernste Angelegenheit heran.

Anstatt sich «totzulachen» oder uns über diese Pietätlosigkeit aufzuregen, sollten wir uns vielmehr über das Leben, wie auch über den Tod, Gedanken machen. Wir sollten so darauf reagieren, wie es der Schreiber des Römerbriefes getan hat: «Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes?» (Röm 7,24).

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