Schlagwort-Archiv: Humor

Ein alter Bauer in der Großstadt

Im-Fahrstuhl

Ein alter Bauer lebte zusammen mit seiner Frau einsam auf dem Lande. Von der vielen schweren Arbeit waren sie krumm geworden und verbraucht. Sie besaßen kein Fernsehgerät, nicht einmal ein Radio, sie lasen auch keine Zeitung. So wussten sie gar nichts von der großen Welt und ihren Errungenschaften. Und dieser Bauer geriet eines Tages mitten in den Trubel einer Großstadt. Er ging in den Straßen hin und her, schaute an den Wolkenkratzern hinauf und wunderte sich, dass die Fenster in den oberen Stockwerken immer kleiner wurden.

Schließlich ging er in ein großes Kaufhaus. Bei jedem Schritt nahm er die Füße ganz hoch, weil er dachte, er würde sonst in den Teppichen versinken. Er war ganz begeistert von dem, was er da in den Auslagen sah, vor allem von den wunderschönen Lampen, die von der Decke herunterhingen. Er konnte kaum glauben, dass dies alles kein Traum war.

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Wer braucht hier wen?

Esel-Landschaft

Ein erfahrener Seelsorger kam an das Krankenbett eines jungen Pfarrers, den eine Krankheit bis an den Rand des Todes gebracht hatte. Entgegen allen Erwartungen schien er wieder gesund zu werden. Als sein Besucher sich darüber von Herzen freut und den Genesenden auf seine künftige Wirksamkeit hinweist, entschlüpfen diesem die Worte:

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Rumänische Klage

Rumaenien

In Rumänien kommt ein junger Mann zum Polizeirevier. Er bittet um eine Genehmigung zur Ausreise. Der Beamte fragt ihn erstaunt: »Sind Sie hier denn nicht glücklich?« Darauf der Befragte: »Ich kann mich nicht beklagen!« Jetzt wird weiter nachgehakt: »Gefällt Ihnen denn hier die Arbeit nicht?« Zum zweitenmal die Antwort. »Ich kann mich nicht beklagen!«

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Mengenlehre

Fische

Ein Pfarrer predigt: »Und Jesus Christus speiste 5 Menschen mit 5 000 Broten und 2 000 Fischen!« – Einen Sonntag später korrigiert er seine Falschmeldung: »Jesus Christus speiste 5 000 Menschen mit 5 Broten und 2 Fischen!« Er schaut in die Versammlung und meint zu einem aufmerksamen Jungen: »Das hättest Du wohl nicht geschafft, was?« – Darauf der Angesprochene: »Doch, mit dem Rest vom letzten Sonntag!«

Zwei Pastoren auf dem Rückweg

Mercedes

Zwei Pastoren fuhren von einer Tagung im Auto nach Hause. Vom Autofahren hatten sie unterschiedliche Vorstellungen. Nach einiger Zeit meinte der Jüngere: »Lass mich ans Steuer, dann sind wir schneller zu Hause!« – Darauf der Ältere bedächtig: »Daheim, aber nicht zu Hause!«

Zum Hochzeitstag – ein Gedicht

Hochzeitstag

Da unser Hochzeitstag nahte, hatte ich als guter Ehemann selbstverständlich ein kleines Geschenk für Gitti besorgt. Ich war sicher, dass sie sich riesig über die neuen Geschirrtücher freuen würde. Aber das war längst nicht alles. Um meine Zuneigung und Bewunderung noch besser ausdrücken zu können, hatte ich folgendes Lied extra für sie geschrieben:

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Zum Thema Ehe

Ehe-Paar

»Wie geht es Ihrer Tochter?« – »Danke! Ausgezeichnet. Sie hat einen wunderbaren Mann. Er sorgt mit für den Haushalt, hilft das Geschirr spülen und kümmert sich um die Kinder.« – »Und wie geht es Ihrem Sohn?« – »Ach, mein Sohn! Ja, der hat so ein Pech mit seiner Frau. Er muß mit für den Haushalt sorgen, muß beim Geschirrspülen helfen und sich auch noch um die Kinder kümmern.«

Vor der Trauung spricht die Schwiegermutter zum Schwiegersohn: »Ich möchte dich dringend bitten, in deiner Ehe stets einen Grundsatz zu befolgen, der sich in meiner Ehe so gut ausgewirkt hat. Ihr bekommt nie Streit, wenn ihr folgendes miteinander ausmacht: Wenn du mit deiner Frau einer Meinung bist, gilt deine Ansicht; wenn ihr jedoch verschiedener Meinung seid, gilt die Ansicht deiner Frau.«

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Ansprache zur Begrüßung

GrussSehr verehrte Anwesende! Sehr verwesende Angeehrte. Sie wollen gütigst verzeihen, wenn ich es wage, sie höflichst und dringend zu ersuchen, mir gütigst zu erlauben, daß ich mir die Freiheit nehme, sie hierdurch zu erfragen, ob sie die Gewogenheit haben wollen, sie untertänigst zu bitten, mir das unnennbare Glück zu gewähren, daß ich mich ihnen in größter Bescheidenheit nahe, um ihnen zu sagen, daß ich nichts sehnlicher wünsche, als imstande zu sein, ihnen zu zeigen, wie ganz außerordentlich es mich freut, daß das Schicksal mir so günstig ist, den Augenblick herbeizuführen, der mir das unbeschreibliche Glück zuteil werden Iäßt, ihnen zu versichern, daß es mir unmöglich ist, in leeren und gehaltlosen Worten, die wunderbaren Gefühle auszudrücken, die mein Herz bei dem erhabenen Gedanken ergreifen, das ihre Güte mich berechtigt, die angenehme Hoffnung zu hegen, daß sie überzeugt sind, welch ein Vorzug es ist, daß ich die ganz besondere Ehre haben darf mit den Gefühlen der lebhaften Hochachtung und der mir angeborenen Bescheidenheit, ihnen allen einen guten Abend zu wünschen.

Wie man es allen Menschen Recht machen kann

EselEin Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und läßt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen.

Kommt ein Wanderer und sagt: »Das ist nicht recht, Vater, daß Ihr reitet und laßt Euren Sohn laufen: Ihr habt stärkere Glieder!« Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten.

Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: »Das ist nicht recht, Bursche, daß du reitest und lassest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine!« Da saßen beide auf und ritten eine Strecke.

Kommt ein dritter Wandersmann und sagt: »Was ist das für ein Unverstand, zwei Kerle auf einem schwachen Tiere? Sollte man nicht einen Stock nehmen und euch beide hinabjagen?« Da stiegen beide ab und gingen selbdritt zu Fuß, rechts und links der Vater und Sohn und in der Mitte der Esel.

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Versöhnungstag

Eine alte jüdische Geschichte erzählt von zwei verfeindeten Männern, die sich am Versöhnungstag begegnen. An diesem Tag soll jeder seinem Feind vergeben, was der ihm angetan hat. So gibt sich der eine einen Ruck, geht auf den andern zu und sagt: »Ich wünsche dir alles, was du mir wünscht!«. Darauf der andere: »Fängst du schon wieder Streit an?«

Richterwitz

Gerechtigkeit_Gericht

Zwei Richter gehen spazieren. Kommt eine Frau angerannt, schreit den einen an: »Ihr Hund hat mir den Mantel zerfetzt! Ich werde Sie verklagen!« – Der Richter greift in die Tasche, holt hundert Euro heraus. Die Frau ist zufrieden. Da stutzt der andere Richter: »Sie haben doch gar keinen Hund!« Der Betroffene lächelt weise: »Sie wissen das, werter Kollege. Und ich weiß es. Aber wir beide wissen doch auch, wie deutsche Gerichte urteilen