Schlagwort-Archiv: Kirche

Der Glaube der einfachen Frau aus Kanaan

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Gedanken zu Matthäus 15,1-28

Jesus Christus wollte sich an einen einsamen Ort zurückziehen, aber mehr als 5000 Menschen folgten ihm und als sie Hunger bekamen, vermehrte er ein wenig Brot und Fisch. Nach dem Wunder sagte er den Jüngern, dass sie mit dem Schiff vorausfahren sollten. Jesus wollte wieder alleine sein, auf dem Berg. In der Nacht gab es einen Sturm und Jesus ging auf dem See zu ihnen und half seinen Jüngern. Der Sturm legte sich und die Jünger kamen sicher ans Land. Es strömten wieder viele Menschen herbei und Jesus machte alle Kranken gesund. Immer wieder suchte Jesus die Ruhe und die Einsamkeit. Jetzt war er wieder unter vielen Menschen.

Es kamen aber auch Schriftgelehrte und Pharisäer aus Jerusalem zu Jesus und klagten ihn an: „Warum übertreten deine Jünger die Überlieferung der Alten?“ Jesus fragt zurück: „Warum übertretet ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen?“ Es war ein heftiger Wortwechsel, es ging um Macht. Wem sollen die Menschen folgen? Den Gelehrten aus dem Jerusalemer Tempel oder Jesus Christus? Wer hat Recht? Jesus erklärt nicht nur seine Lehre, sondern verurteilt auch die Überlieferung der Alten. Er nennt sie „Menschengebote“ im Gegensatz zum „Gebot Gottes“.

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Der alte Mann und der Beschluss der lettischen Kirche

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Für viel Wirbel sorgte im Juni 2016 ein Beschluss der lutherischen Kirche Lettlands. Die Synode beschloss, keine Frauen zum pastoralen Dienst zuzulassen. Seit der Einsetzung von Bischof Janis Vanags 1993 ist keine Frau mehr in diesen Dienst der Kirche berufen worden. Dabei stützt man sich auf die Anweisungen der Bibel. Das stieß in Westeuropa auf allgemein großen Protest. Viele Kirchenführer/innen meldeten sich zu Wort:

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Der alte Mann und das Reformationsjubiläum

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Das Jahr 2017 ist dem Gedenken an die Reformation gewidmet. Vor 500 Jahren hat Martin Luther seine 95 Thesen bekannt gemacht. Das war ein Wendepunkt in der Geschichte. Martin Luther, Huldrych Zwingli und Johannes Calvin waren herausragende Persönlichkeiten ihrer Zeit. Durch ihr Wirken wurde das Wort Gottes wieder neu auf den Leuchter gestellt. Zur Reformation gehört zuerst und zuletzt die Bibel. „Allein Christus! Allein der Glaube! Allein die Schrift! Allein die Gnade!“ Zwingli schrieb 1523: „Die Heilige Schrift muss mein und aller Menschen Richter sein; es darf aber nicht der Mensch Richter über das Wort Gottes sein.“ Die Stärke der Reformatoren war ihre Treue zum Wort Gottes.

Der alte Mann stellt fest, dass das Jubiläum 2017 auf keinen Fall eine  Rückbesinnung auf die Werte der Reformation ist. Im Gegenteil: Die Evangelische Kirche hat ihr eigentliches Glaubensfundament verlassen. Sie hat ein anderes Fundament gelegt, das nicht zum Ziel führt. Der Mensch nimmt die Stelle Gottes ein. Die Kirche verdunkelt das Wort Gottes. Sie verändert das Evangelium. Die Werte, die man der Bibel verdankt, tritt sie mit Füßen.

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Das Land ist still

Leiden_VerfolgungGegen ein immer seichteres Christentum in Deutschland

Noch nie gab es – weltweit betrachtet – so viele christliche Märtyrer wie heute. Noch nie haben so viele Christen für ihren Glauben mit ihrem Leben bezahlt. Noch nie gab es so eine weltweite, zunehmende Christenverfolgung. In dieser Hinsicht leben wir in Deutschland wie auf einer Insel der Seligen. Noch wird bei uns keiner, der sich als Christ bekennt, an die Wand gestellt. Noch praktizieren wir ungestört unsere christliche Aufkleberkultur. Noch ist der Fisch am Autoheck unser geheimes Erkennungszeichen und nicht der staatlich verordnete Aufnäher zur Kennzeichnung ausgegrenzter Christen wie seinerzeit der gelbe Davidsstern für die Juden. Noch ist alles still. Die Situation kommt mir bekannt vor. Zur DDR-Zeit, als es unterirdisch überall brodelte, sang Wolf Biermann ein Lied, in dem er den äußeren Anblick der DDR beschrieb. Und dann, plötzlich, schrie er unter Aufbietung aller stimmlichen Kräfte mit ohrenbetäubender, schriller Lautstärke den Satz: „Das Land ist STILL!“

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Ostern, Hase und Ei aus christlicher Sicht

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Was bedeutet »Ostern«, wo kommen die bunten Eier her und was macht der Hase auf dem Tisch? Als Christen müssen wir uns Gedanken machen über das, was da alljährlich anlässlich des Kreuzes auch ins Bild drängt. Und selbst wenn es uns „nichts bedeutet“, müssen wir uns fragen, warum wir es dann mitmachen und – viel wichtiger – ob Gott es genauso „nichts bedeutet“. Unangenehme Fragen, auf die wir endlich eine Antwort brauchen, jeder Christ für sich.

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Wesen und Dienst der Frau in der Gemeinde

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Was sagt die Heilige Schrift über Wesen und Dienst der Frau? Zunächst: In Christus ist „weder Mann noch Frau“ (Gal 3,28). Beide kommen von Gott (1. Kor 11,11 f.). Mann und Frau sind in Christus völlig gleichwertig. Die Erlösung durch Jesus Christus gilt beiden gleichermaßen. Im Blick auf die Liebe Gottes zu ihnen und die Verheißung der himmlischen Herrlichkeit gibt es keine Unterschiede. Zugleich gilt aber gemäss 1. Kor 11,3 und Eph 5,23 ff., dass „so wie Christus das Haupt der Gemeinde“ ist, der „Mann das Haupt der Frau“ ist. Das Hauptsein des Mannes im Hinblick auf die Frau bildet das Hauptsein Christi über seine Gemeinde ab. Dieses Verhältnis kann nicht umgekehrt werden, da es sich dabei um eine Schöpfungsordnung handelt, die im Wesen Gottes beruht, der uns gewiss „wie eine Mutter tröstet“ (Jes 66,13; ein Vergleich!), aber sich in seinem Wesen als „Vater“ und „Sohn“ offenbart (1. Joh 2,22!). Zugleich freilich ist Gott „Geist“ und steht über den Geschlechtern (Joh 4,24).

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Lloyd-Jones, Einig in Wahrheit

Einig„An uns kommt keiner mehr vorbei!“ So oder so ähnlich hatte es ein prominenter Sprecher der Ev. Allianz formuliert und damit seiner Sucht nach Größe anschaulich Ausdruck verliehen. Christen vereinen sich mit Namenschristen unter Dachorganisationen, um durch höhere Mitgliederzahlen eine vermeintlich stärkere Stimme in der Gesellschaft zu haben. Ein Trugschluss, wie Lloyd-Jones schon zu seiner Zeit predigte: „Nichts widerspricht der biblischen Lehre vom Überrest so sehr, wie die moderne Vorstellung, dass Zahlen und eindrucksvolle Organisationen ausschlaggebend seien.“ (S.80)

Das kleine Büchlein ist durchtränkt von biblischen Beispielen und Auslegungen zur Unterstützung seiner These. Vor allem ist es Exegese von Johannes 17 und Epheser 4, zwei – leider oft missbrauchte – Textstellen zum Thema christliche Einheit. Durch Zusammenschlüsse oder gemeinsame Veranstaltungen lässt sich keine Einheit herstellen. Schon der Versuch ist zum Scheitern verurteilt, denn wir sollen Einheit gar nicht „herstellen“, vielmehr „bewahren“.

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Rühle, Landeskirche ohne Gott

Landeskirche-ohne-Gott-Wolfgang-RuehleDer Autor dieses Buches ist seit seinem 22sten Lebensjahr bekennender Lutheraner und regelmäßiger Kirchgänger. Er arbeitete viele Jahre in verschiedenen Leitungsgremien auf Gemeinde- und Kirchenbezirksebene der Sächsischen Landeskirche mit, litt dabei aber vermehrt unter den bibelfeindlichen Entwicklungen dieser Institution. Im Gegensatz zu den meisten gläubigen Kirchenmitgliedern ertrug er diesen Zustand aber nicht in der Stille, sondern führte eine intensive Auseinandersetzung mit den verantwortlichen Pfarrern und Gremien. Diese nannte er „Kirchenkampf“ und dokumentierte alles sorgfältig. Heute gehört er zur SELK („Selbständige Evangelisch Lutherische Kirche“) in Dresden.

Wolfgang Rühle zeigt in diesem Buch auf, wie es um die evangelische Kirche in Sachsen steht. Seine Beobachtungen finden sich, unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede, in ähnlicher oft noch verstärkter Form im gesamten deutschen Raum und decken sich mit denen vieler Christen, die das Wort Gottes ernst nehmen.

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Zur „Orientierungshilfe“ der EKD: Was ist Ehe?

Ehepaar„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine Gehilfin machen…“ – 1. Mose 2, Vers 18

Dieser Vers ist altbekannt. Es geht um die Erschaffung der Frau, als Gehilfin des Mannes. Und wenn man weiter liest, war Adam über die Frau hocherfreut, sieht er in ihr doch sein Gegenüber, und so ist das bis heute geblieben. Aus dem Schöpfungsbericht geht hervor, dass Mann und Frau zusammengehören, eine Einheit bilden, fruchtbar sein und sich mehren sollen. Und das wird seit jeher als ein wesentlicher Teil der göttlichen Schöpfungsordnung gesehen.

Aber das macht seit Neuestem Probleme, weil man die Homo-Ehe erfunden hat, und die lässt sich in der göttlichen Schöpfungsordnung einfach nicht unterbringen. Und da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man akzeptiert die Schöpfungs- und damit die natürliche Ordnung oder man lässt sich etwas einfallen, und da ist der EKD mit einer „Orientierungshilfe für Familien“ wieder mal etwas “ganz Besonderes” eingefallen.

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Kirche und Homosexualität

Homo_verstehenSegnung von homosexuellen Paaren?

Einmal abgesehen von der ethischen Frage aus biblisch-christlicher Sicht, muss dieses Vorhaben auf dem Hintergrund der besonderen Promiskuität männlicher homosexueller Paare bedacht werden. Manche betonen, diese Segnung sei gerade eine Hilfe gegen die Versuchung zur Promiskuität, und es sei unverständlich, dass Christen nicht sofort dafür seien. Gewiss ist eine treue homosexuelle Partnerschaft mindestens das kleinere Übel als ein promisker homosexueller Lebensstil, auch wenn sie nicht dem biblischen Ethos entspricht. Der homosexuelle Mann sucht im Sexualkontakt mit einem anderen Mann unbewusst seine männliche Ganzheit zu finden, was ihm aber auf diese Weise nicht gelingen kann (siehe die Kapitel „Entstehung“ und „Therapie der Homosexualität“). Ist es dann sinnvoll, solches Suchen mit einem unangemessenen Mittel noch durch den Segen Gottes unterstützen zu wollen? Hilft Segen gegen Suchtcharakter, ohne dass dieser durch Einsicht durchbrochen wird? Das aber würde zur Auflösung der homosexuellen Partnerschaft führen.

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Evangelischer Pfarrer heiratet Mann

Standesamt_UnnaWie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet, wird der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Unna (NRW), Jörg Uwe Pehle, am 14. September 2013 einen Mann heiraten. Dabei handele es sich um den aus Bremen stammenden Diplomingenieur für Verfahrenstechnik Thomas König.

Pehle besetzt eine der drei Pfarrstellen im Presbyterium des Kirchenkreises und ist für den “Pfarrbezirk Gartenvorstadt” verantwortlich. Die diensthabenden Pfarrer stehen – so heißt es auf der Internetseite “evangelisch-in-unna.de” – für den Seelsorge- und Beratungsdienst “in besonderer Weise zur Verfügung”, der mit einem Wort aus dem 2. Brief des Paulus an die Korinther im 3. Kapitel auf der Internetseite begründet wird: “Gelobt sei Gott, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.”

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Aufklärung zur Ehe – Prof. Slenczka

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“Es gehört zur Schöpfungsordnung, dass Feuer brennt, das Wasser nass ist, dass alles von der Schwerkraft der Erde angezogen wird, dass Land und Wasser voneinander getrennt sind – und, als Strafe Gottes für die Sünde (Röm 6,23), dass wir sterben müssen. Wo das Volk Israel die Gebote und Ordnungen Gottes übertritt, wird es von den Propheten Gottes auch auf die Schöpfungsordnung im Verhalten der Tiere hingewiesen wie z.B. Jes 1,3:

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Homosexualität: „Die Liebe freut sich der Wahrheit“

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Gedanken zum Gesprächsprozess über Bibel und Homosexualität

Es darf als Konsens gelten, dass die Bibel nur schroff ablehnende Aussagen zur Homosexualität enthält. Angesichts der Spannung zwischen dem eindeutigen biblischen Befund und der Frage homosexuell geprägter Menschen nach ihrem Platz in unserer Kirche werden nach meiner Beobachtung im Wesentlichen zwanzig Argumente als vermeintliche „Nothelfer“ bemüht. Mögen sie auch als Hilfen gemeint sein, werden sie doch entweder für falsche Schlussfolgerungen benutzt oder sind aufgrund ihres fehlenden Wahrheitsgehaltes untauglich:

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