Schlagwort-Archiv: Korea

Esther Ahn Kim

esther-ahn-kimEsther Ahn Kims Biografie ist eines der kraftvollsten Zeugnisse, die ich jemals gelesen habe. Während des Zweiten Weltkriegs und der japanischen Besatzung Koreas begann Esthers Glaubensreise. Sie lehnte es ab, sich vor den Schreinen zu verneigen, die an jeder Ecke ihres Landes aufgestellt worden waren, und kam schließlich für sechs Jahre hinter Gitter, von 1939 bis 1945.

Da sie wusste, dass sie für ihre Weigerung, sich vor den Götzen zu verbeugen, mit Sicherheit inhaftiert werden würde, verbrachte Esther einige Zeit damit, sich darauf körperlich und geistlich vorzubereiten. Jeden Tag fand und aß sie Essen, das am Verwesen war, weil sie wusste, dass sie im Gefängnis nichts anderes bekommen würde. Die Disziplin, die sie darin an den Tag legte, ist demütigend; wie viele von uns würden sich dafür entscheiden, verrottete Nahrung zu essen?

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Harden, Flucht aus Lager 14

flucht_aus_lager_14Mit 23 Jahren ist Shin Dong-hyuk der Hölle entflohen. Er war einer von geschätzt 200.000 Häftlingen, die derzeit in nordkoreanischen Arbeitslagern, sogenannten Gulags, gefangen gehalten werden. Seine Erzählungen ermöglichen einen Blick in den rigoros abgeschotteten Unrechtsstaat.

Seine erste Erinnerung ist eine Hinrichtung. Er hat sich zwischen den Beinen dutzender Schaulustiger hindurchgequetscht und beobachtet, wie Wächter einem Gefangenen Kieselsteine in den Mund stopfen. Wie sie ihm einen Sack über den Kopf ziehen, ihre Gewehre anlegen und feuern – je drei Mal. Als Shin Dong-hyuk das alles mit ansieht, ist er vier Jahre alt. Er wird noch Dutzende solcher Exekutionen miterleben, bis er 19 Jahre später unter einem Stacheldrahtzaun hindurch kriecht und in die Freiheit stolpert. Shin Dong-hyuk ist der wohl einzige Nordkoreaner, der in einem Gulag geboren wurde und in die USA fliehen konnte. Sein Antrieb war nicht etwa die Angst davor, selbst getötet zu werden – sondern seine Sehnsucht nach einem saftigen Stück Fleisch.
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Im Gedenken an meine Schwiegermutter

SchwiegermutterNach langem Leiden wurde meine koreanische Schwiegermutter gestern († 02.05.2010) von unserem HERRN und Heiland Jesus Christus erlöst und aufgenommen. In großer Dankbarkeit gedenke ich ihr und werde sie niemals vergessen.

Vor etwa 12 Jahren (1998) las ich das Buch Koreas Beter, die Geschichte der koreanischen Erweckungsbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts. Ich war beeindruckt und wollte gerne teilhaben an dieser Gnade.

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