Schlagwort-Archiv: Kreuz

Karfreitag – Der Weg ans Kreuz

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Nach etwa drei Jahren Predigt und Wundern – zuletzt hatte er Lazarus von den Toten auferweckt – zog Jesus Christus auf einem Esel in Jerusalem ein. „Hosianna dem Sohn Davids“ riefen die Menschen, das war am Palmsonntag. Am Montag war der „Sohn Davids“ im Jerusalemer Tempel, im Bethaus seines Vaters. Wieder tat er Wunder, heilte Blinde und Lahme.

In seiner Vollmacht heilte er die einen, die anderen aber trieb er aus dem Bethaus hinaus: „Alle, die im Tempel kauften und verkauften.“ Und so setzte sich der Machtkampf fort zwischen Jesus Christus auf der einen Seite und denen, die bisher die Macht im Tempel hatten. Am Dienstag und Mittwoch kamen die Ältesten mit Fangfragen und suchten Streit, Jesus antwortete in Gleichnissen und warnte sie. Allein mit seinen Jüngern hielt er auf dem Ölberg seine bekannte Rede über die Endzeit. Zurück im Nachbarort Bethanien salbte Maria Jesus, aus Liebe zu ihm. Judas aber beschloss, ihn zu verraten, und ging zu den obersten Priestern. Die einen waren mit Jesus, die anderen gegen ihn.

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Der Prozess von Jesus Christus

»Was geht hier vor? Kein gewaltiger Kampf wird geführt; keine erschütternden Antworten werden gegeben; keine geheimnisvolle Größe bricht durch, welche die Gegner bezwänge oder auf ihr Verhalten wirklich Einfluss hätte und wäre es nur so, dass sie aus der Fassung kämen. Der Prozess geht genau den beabsichtigten Gang, erzielt das vorgesehene Ergebnis und Jesus kämpft nicht. Er beweist nicht. Er widerlegt nicht. Er greift nicht an. Er lässt dem Geschehen freien Lauf. Sein Schweigen macht, dass geschieht, was geschehen soll.«

– Romano Guardini

Die Kreuzesstrafe im »Antiken Palästina«

Kreuzigung-Jesus

Die antiken Verfahrensweisen bei der Kreuzigungsstrafe sind recht verschieden. Wir skizzieren hier nur kurz den Ablauf, der im römischen Palästina der üblichste war. Die Kreuzigung war – nach den Schilderungen des römischen Staatsmannes und Anwalts Cicero – die grausamste und fürchterlichste Todesstrafe. Die Römer hatten sie von den Karthagern übernommen. Sie wandten diese Form der Hinrichtung nur bei Sklaven und gemeinen Verbrechern an. Römische Bürger durften nicht gekreuzigt werden.

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Spurgeon: Der Preis, den Christus zahlte

Gemessen an dem Preis, den Christus zahlte, ist die Erlösung groß

kreuz jesus dornenkrone
Wir können nicht ermessen, wie groß die Todesleiden unseres Heilands waren, aber wenn wir sie betrachten und einen vagen Einblick bekommen, erlangen wir ein wenig Vorstellung davon, welch hohen Preis er für uns bezahlte. …

Lasst uns an den Ort gehen, wo er sich gerade noch in ringendem Kampf befand. Was sehen wir dort auf der Erde? Es ist Blut! Woher stammt es? Hatte er eine Wunde, die durch seinen furchtbaren Kampf wieder aufbrach? Nein. »Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen.« Seine Qualen übertrafen alles, wofür dieses Wort je benutzt wurde. Seine Leiden können nicht in Worte gefasst werden. Was war es, das dem Heiland so zu schaffen machte, dass sein Schweiß wie Blutstropfen von seinem Körper rann? Dies ist der Anfang seiner schlimmsten Leidensstunden. Folge ihm wehklagend, du trauernde Gemeinde, um Zeuge der Vollendung seiner Leiden zu werden. Er wird durch die Straßen getrieben, von der einen Anklagebank zur nächsten gezerrt und vom Synedrium verurteilt. Von Herodes wird er verspottet und von Pilatus verhört, dann wird sein Urteil verkündet: »Er werde gekreuzigt!«

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Was andere dürfen, haben und können

Kreuz– das gilt nicht für Dich.

Wenn Gott dich berufen hat, wirklich so zu sein, wie Jesus, dann ruft er dich zu einem Leben des Kreuzes und der Demut. Dann wird er von dir einen solchen Gehorsam verlangen, dass du gar nicht in der Lage sein wirst, anderen Menschen zu folgen oder dich mit anderen Christen zu vergleichen. Und oft wird es den Anschein haben, dass er anderen Menschen erlaubt, Dinge zu tun, die er dich niemals tun lässt.

Es kann sein, dass andere Christen und Pfarrer, die einen sehr religiösen Eindruck machen, auf eigene Faust vorankommen, ihren Einfluss geltend machen, zielstrebig ihre Pläne ausführen. Aber du kannst das nicht und, wenn du es versuchst, wirst du so versagen und der HERR wird dich so zurechtweisen, dass du dich schrecklich schuldig fühlen wirst.

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Weihnachten wird vor dem Kreuz entschieden

mediamarkt

Jedes Jahr zur gleichen Zeit predige ich dasselbe, und nun hab ich endlich die passende Überschrift. Media Markt hat mir geholfen. Nicht unterm Baum, sondern vor dem Kreuz wird Weihnachten entschieden. Was unterm Baum liegt oder ob wir überhaupt einen Baum haben, wird am Ende völlig egal sein. Sie, lieber Leser, stehen vor der Entscheidung Ihres Lebens! Nicht nur an Weihnachten.

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