Schlagwort-Archiv: Märtyrer

Im Gedenken an Maximilian Kolbe

Rochuskirche_Christus

Am Turm der katholischen Rochuskirche in Düsseldorf hängt eine überlebensgroße Bronzeplastik des gekreuzigten Jesus Christus. Man kann sie kaum übersehen. Sie wurde zu einem Katholikentag geschaffen, an dem man in besonderer Weise des Märtyrers Maximilian Kolbe gedachte. Kolbe war im Dritten Reich im Konzentrationslager. Eines Morgens beim Appell gab es wegen eines Fluchtversuches einen schrecklichen Befehl:

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Paul Schneider – Der Prediger von Buchenwald

Paul_Schneider„Der Schutzhäftling Paul Schneider, z.Zt. im Arrest, legte am 28. August (1938) ein unglaubliches Verhalten an den Tag. Morgens, gegen 6.30 Uhr, bei der morgendlichen Meldung der Stärke des Schutzhaftlagers an mich, öffnete Schneider plötzlich sein Zellenfenster, kletterte in seiner Zelle hoch, bis er Blickfeld zu den angetretenen Häftlingen bekam. Mit lauter Stimme predigte Schneider etwa zwei Minuten zu den angetretenen Häftlingen. Meinem Befehl, sofort seine Predigt abzubrechen, beachtete er in keiner Weise. Darauf gab ich dem Arrestverwalter den Befehl, Schneider mit Gewalt von dem Fenster wegzubringen.“

Ostersonntag: Der Pfarrer Paul Schneider predigt mit lauter Stimme von seinem Fenster aus auf den Gefängnishof, bevor er von den Wärtern gewaltsam davon abgebracht wird. Ihm ging es nicht um sein eigenes Leben, er hatte die vom Tod bedrohten Mithäftlinge im Auge: „So spricht der Herr: Ich bin die Auferstehung und das Leben!“ (Johannes 11,25). So lautet Schneiders Botschaft an diesem Tag.

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Joseph der Massai-Krieger

Massai-KriegerEine bewegende Geschichte von einem Menschen, der Jesus als seinen Retter fand und das unbedingt anderen weitersagen wollte. Die Geschichte erzählte John Piper vor ein paar Jahren auf einer großen amerikanischen Jugendkonferenz. Aber lest selbst…

“Eines Tages lief Joseph der Massai-Krieger die heißen und schmutzigen Straßen Afrikas entlang und traf jemanden, der ihm das Evangelium Jesu Christi weitergab. Auf der Stelle nahm er dort Jesus Christus als seinen Herrn und Retter an. Die Kraft des Heiligen Geistes fing an, sein Leben von Grund auf zu verändern und er war so voll Aufregung und Freude, dass das Erste, was er tun wollte, war, in sein eigenes Dorf zurückzukehren und die frohe Botschaft den Mitgliedern seines eigenen Heimatstammes weiter zu geben.

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Christenverfolgung: „Schwerter über den Köpfen“

Sorrow-and-Blood-BookInformieren, beten, handeln: Ein neuer Sammelband über Christenverfolgung weltweit lädt dazu ein, sich mit dem komplexen Thema vertraut zu machen. „Sorrow and Blood“ („Leid und Blut“) beschreibt auf umfangreiche Weise die Situation von Christen in Bedrängnis.

Der komplett in Englisch gehaltene Band sammelt Beiträge von 62 Autoren aus 23 Ländern. Er bietet zunächst einen allgemeinen Überblick zur Thematik und erläutert anschließend, was die Bibel zum Leid der Christen zu sagen hat. Im umfangsreichsten Abschnitt folgen Einzelstudien zu Personen und Ländern. Das Buch schließt mit einer Hilfestellung, wie Christen der Verfolgung begegnen können sowie mit Hinweisen zu ergänzenden Informationen.

Es ist ein ambitioniertes Projekt, das sich die Herausgeber, die drei zentralen Kommissionen der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), vorgenommen haben. Die Kommissionen für Mission, für Religionsfreiheit und die Theologische Kommission haben einen Band vorgelegt, der eine große Bandbreite abdeckt, mit der Beschreibung von Einzelschicksalen berührt, das Phänomen der Christenverfolgung theologisch bedenkt und auch die Selbstkritik nicht vergisst.
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48 Stunden für das Evangelium

maedchen_nordkoreaSun-Hi* hat die Uhr fest im Blick. Sobald sich die Tür öffnet und ein Flüchtling aus Nordkorea eintritt, hat die Mitarbeiterin von Open Doors 48 Stunden, um ihr oder ihm das Evangelium von Jesus Christus nahezubringen. „Die nordkoreanische Regierung warnt alle Flüchtlinge eindringlich vor den Christen: Sie seien Spione des Westens, die Nordkoreaner umbrächten“, erklärt Sun-Hi. „Trotzdem suchen viele bei ihrer Ankunft in China sofort nach Christen. Denn auf der Straße kursieren Gerüchte, wonach nur die Christen geflohenen Nordkoreanern helfen. Wenn sie den Weg zu uns gefunden haben, verschaffen wir ihnen eine sichere Bleibe und sie erhalten eine Bibel.“

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Wofür lohnt es sich zu sterben?

JesajaHebräer 11 listet uns einige Glaubenshelden auf: Abel, Henoch, Noah, Abraham, Sara, Isaak, Jakob, Josef, Mose, Rahab, Gideon, Barak, Simson, Jeftah, David, Samuel und die Propheten. „Zersägt“ worden sind manche, sagt uns Vers 37 und von Jesaja ist überliefert:

“Jesaja aber schrie weder, noch weinte er, als er zersägt wurde, sondern sein Mund unterhielt sich mit dem Heiligen Geist, bis er entzwei gesägt war.“ (Ascensio Jesaiae 5,14)

Ein weiterer Held ist Eleasar, dem man mit Gewalt Schweinefleisch zuführen wollte. Er aber weigerte sich standhaft und wies auch den Vorschlag ab, sich Fleisch zu besorgen und zuzubereiten, das er essen dürfte, dann aber so zu tun, „als wäre es das vom König befohlene Opferfleisch.“ Nach der Überlieferung sagte er:

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Nordkorea: Wie ein Christ gefoltert wurde

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Einzelheiten über seine Folter in nordkoreanischer Haft hat der US-amerikanische Christ Robert Park (Tucson/Bundesstaat Arizona) veröffentlicht. Der 31-jährige Missionar koreanischer Herkunft war am 25. Dezember 2009 festgenommen worden, als er von China aus über den gefrorenen Fluss Tumen in das kommunistisch regierte Land eindrang. Nach 43 Tagen wurde er überraschend freigelassen und nach Peking abgeschoben.

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Penner, Im Schatten des Kreuzes

RB_Im_Schatten_des_Kreuzes_final.inddDas bereits in viele Sprachen übersetzte Standardwerk des 2010 an Krebs gestorbenen kanadischen Theologieprofessors Glenn M. Penner ‚Im Schatten des Kreuzes‘ ist nun auch in deutscher Sprache erschienen. Es wird von Hochschulen weltweit in der Theologenausbildung eingesetzt.

Glenn M. Penner widmet sich in seiner umfassenden Studie einem oft verdrängten Thema: dem Verhältnis von Verfolgung, Leid und echter Christusnachfolge. Hierfür untersucht er ausgewählte Texte der gesamten Bibel – von den fünf Büchern Mose bis zur Offenbarung des Johannes. Außerdem zeigt er, dass es bereits in der Bibel viele verfolgte Menschen gab und dass Gott selbst ein leidender Gott ist. Doch Leid und Verfolgung haben nicht das letzte Wort, sondern Christen dürfen auf ein besseres Leben hoffen, auf die Ewigkeit.

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Mord an Bibelschülerinnen im Jemen

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Im Jahr 2009 erschütterte das Schicksal von zwei jungen Frauen viele Christen in Europa: Die beiden Bibelschülerinnen Anita Grünwald (24) und Rita Stumpp (26) aus Wolfsburg wurden am 12. Juni im Jemen entführt und am 15. Juni tot aufgefunden. idea-Mitarbeiter Klaus Rösler erinnert an die beiden christlichen Märtyrerinnen und an die Folgen ihres gewaltsamen Todes.

Zum Hintergrund: Die beiden Christinnen wollten in dem vorderasiatischen Land den Ärmsten der Armen helfen und absolvierten deshalb ein Praktikum als Pflegehelferinnen in einem staatlichen Krankenhaus in Saada im Norden des Landes. Anita und Rita sind Cousinen. Als überzeugte Christinnen wollen sie ihr Leben dazu einsetzen, dass es auf der Welt etwas gerechter zugeht.

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Christen riskieren ihr Leben für das Evangelium

Gesicht IranIm Iran verschenken Angehörige von Hauskirchen jeden Tag eine Bibel an Nichtchristen. Das berichtet der Informationsdienst Mission Network News (MNN) in Grand Rapids (US-Bundesstaat Michigan). Die Christen träfen sich wöchentlich, beteten über den Bibeln und für die Aktion und nähmen dann sieben Exemplare, die sie im Laufe der Woche weitergeben.

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Gedenken an ermordete Christen in der Türkei

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Am 18. April 2007 wurden der Deutsche Tilmann Geske (46), Pastor Necati Aydin (36) und Ugur Yüksel (32) in den Räumen des christlichen „Zirve“-Verlages von jungen Muslimen gefoltert und umgebracht. Die fünf verhafteten damals 19- und 20-jährigen Männer lebten in einem islamischen Studentenwohnheim. Auf Zetteln, die sie in ihren Taschen trugen, hatten sie erklärt: „Das soll den Feinden unserer Religion eine Lehre sein. Wir haben es für unser Land getan.“ Der Prozess gegen sie dauerte im März 2014 immer noch an, bis Ende 2016.

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