Schlagwort-Archiv: Mission

Jim Elliot

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„Der ist kein Narr, der loslässt, was er nicht behalten kann,
damit er das gewinnt, was er nicht verlieren kann.“

Während seiner Jugend war er im Schultheater aktiv und entdeckte sein Vortrags- und Redetalent. Nach der High School begann er ein allgemeines Studium am Wheaton College, wo er als Hauptfach Griechisch wählte. Gleichzeitig vertiefte er seine Kontakte in die Mission, unter anderem als Präsident von Foreign Mission Fellowship, und sammelte erste Erfahrungen als Evangelist und Prediger. Nach dem Studienabschluss 1949 engagierte er sich in der Gemeinde in Portland und war als Evangelist unterwegs. 1952 begann er als 25jähriger seine Missionstätigkeit in Ecuador.

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Was ist Missionsarbeit?

Missionsarbeit

Egal in welchem Land, egal in welchem Kulturkreis: Was ist christliche Missionsarbeit? Seit 15 Jahren leben wir als Missionare – in Gambia, in Korea, seit langem in Deutschland. Wir haben studiert, bilden uns fort, führen Gespräche, erleben dieses Projekt und jene „Initiative“ und machen uns dabei selbst viele Gedanken, wie wir unseren Glauben leben und dabei missionarisch arbeiten sollen. Wir wollen uns von Gott führen und auch korrigieren lassen. Immer wieder stellen wir uns dabei die simple Frage: Was ist eigentlich Missionsarbeit? Oder andersrum: Was ist es nicht? Ist das, was wir machen und erleben, schon (oder immer noch) Missionsarbeit?

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Welche Krankheit hatte Paulus?

Paulus_Markus_DuererÜber die Krankheit von Paulus gibt es verschiedene Theorien. In dieser Abhandlung werde ich versuchen, einige darzustellen. Am Schluß werde ich eine These vertreten, die für mich die wahrscheinlichste ist.

Paulus spricht von seinem Augenleiden

Nach der Erscheinung auf dem Wege nach Damaskus war Paulus drei Tage blind: »Und er konnte drei Tage nicht sehen und aß nicht und trank nicht.« – Apostelgeschichte 9, 9

Vielleicht haben seine Augen sich seitdem nie wieder ganz gebessert. Paulus sagt von den Galatern: »Denn ich bezeuge euch, ihr hättet, wenn es möglich gewesen wäre, eure Augen ausgerissen und mir gegeben.« (Galater 4, 15) Am Schluß des Briefes an diese Gemeinden schreibt er: »Seht, mit wie großen Buchstaben ich euch schreibe mit eigener Hand!« (Galater 6, 11) Es sieht so aus, als spreche er von der großen Schrift eines Menschen, der kaum sehen kann.

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Gemeinde zwischen Erstarrung und Schwärmerei

Odysseus

In der Odysseussage wird berichtet, wie der griechische Held mit seinen Leuten auf der sturmreichen Heimfahrt in seinem Schiff viele Gefahren zu bestehen hatte. In der Meerenge von Messina musste er zwischen zwei Felsen hindurchfahren, der »Skylla« und der »Charybdis«. In der Skylla wartete ein Meeresungeheuer mit sechs Hälsen und zwölf Füßen, um das Schiff zu verschlingen, und gegenüber in der Charybdis ein anderes, das täglich dreimal die Flut einsog und wieder ausspie.

Eine gefährliche Fahrt zwischen Skylla und Charybdis ist auch der Weg der Gemeinde. Wie diese beiden Strudel, so sind es zwei große Gefahren, die die Gemeinde heute bedrohen. Auf der einen Seite die Gefahr der Erstarrung, auf der anderen die Gefahr der Schwärmerei: Gemeinde zwischen Erstarrung und Schwärmerei.

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Die besonderen Versuchungen des Boten Gottes

Schlange-Versuchung

Jeder Beruf hat seine besonderen Gefahren und Versuchungen, und gar zu oft ist der Träger eines Berufs durch diese geprägt und geformt und hat seine eigentümliche »Berufskrankheit«. Ist das auch beim Boten Gottes so, dem Prediger und Geistlichen, dem hauptberuflichen Mitarbeiter in unseren freikirchlichen Gemeinden? Unter der Überschrift »Die Gefahren unseres Berufes« brachte The Fraternal (Engl. Journal of the Baptist Ministers´ Fellowship) die Wiedergabe einer Ansprache vor Geistlichen.

Mir scheint, es könnte uns nützlich sein, wenn wir uns auch ein wenig mit ihren Hauptgedanken beschäftigen. Sie mögen vielleicht doch unser Gewissen erreichen, vor allem soweit wir Boten Gottes mit einem besonderen Auftrag sind. Wenn dabei der hauptberufliche Geistliche im Blickfeld steht, so hat das doch nichtsdestoweniger auch jedem anderen Mitarbeiter in der Gemeinde etwas zu sagen. Abgesehen davon dürfte jedem Gemeindeglied die Sicht für die besonderen Versuchungen seines Predigers ein Antrieb sein, zu beten und zu arbeiten, dass er nicht mitschuldig werde, wenn dieser zu Fall kommt.

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Wehe mir, wenn ich nicht predige!

Pastor-Hirte-Schafe

Ich werde bisweilen von jungen Männern gefragt: Soll ich Prediger werden? Abgesehen von einer Reihe anderer Momente, die in der Antwort bedacht werden müssen, geht es immer wieder grundlegend um die Frage der Berufung. Sie muss mit Recht gestellt werden, denn ohne das Bewusstsein, zum Verkünder des Evangeliums berufen zu sein, kann man nicht predigen.

Wie aber kann man nun einem jungen Mann helfen, den Ruf zum hauptamtlichen Dienst im Reiche Gottes zu erkennen? Es mag mehrere Zeichen dafür geben. Ganz gewiss aber gibt es in vielen Fällen das Merkmal, das ich das negative nennen möchte. Könnte ich auch anders? Diese Frage habe ich mir selbst oft in meinem Leben stellen müssen, auch bei Einzelentscheidungen und bei der grundlegenden Frage nach der Berufung zum ausgesonderten Boten Gottes.

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Auf das Tun kommt es an!

Arbeit

»Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg!« – Matthäus 21, 28

Ich kenne Menschen, die die Aufforderung: »Arbeite!« nicht lieben! Sie blicken sehr finster drein, wenn ihnen etwas von Pflicht gesagt wird. Wer mit dieser Anordnung nicht zufrieden ist, ist mit Gott unzufrieden! Das sollte er bedenken! – Wer den praktischen Teil des Christseins nicht liebt, mag mit der Lehre tun, was ihm beliebt; aber ihm fehlt das Wichtigste.

Der Text sagt: »Arbeite!« Das ist etwas Praktisches, etwas Wirkliches. Arbeite! Er sagt nicht: »Mein Sohn, denke und grüble, mache merkwürdige Versuche, finde neue Lehren und überrasche deine Mitmenschen mit deinen eigenen, oft wunderlichen Seltsamkeiten!«

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Ernest Klassen, Man trifft sich nie von ungefähr

Onkel_Ernie„Ist das wirklich etwas für Intellektuelle? Ich bin Professor an der Universität in Trier. Ich habe meine Doktorarbeit in den Fächern Philosophie und Theologie gemacht. Ich bin römisch-katholisch. Ist das etwas für solche?“ So war einst die Frage nach einer Predigt von Onkel Ernie, der dann antwortete: „Ja, es ist etwas für Intellektuelle, wenn Sie bereit sind, zu werden wie ein Kind. Jesus sagt: ‚Es sei denn, daß ihr werdet wie die Kinder, so könnt ihr nicht ins Reich Gottes kommen.‘“ (S.92)

Was für seine einfachen Predigten gilt, gilt genauso für das vorliegende Buch. Es ist sehr locker geschrieben, eine Erzählung reiht sich an die nächste. Ernest Klassen, Jahrgang 1917, gründete zusammen mit anderen die Bibelschule Brake. „Man trifft sich nicht von ungefähr“ wird einer seiner Aussprüche gewesen sein. Vielleicht haben auch Sie ihn sogar – nicht zufällig – getroffen? Dann wird er Ihnen wahrscheinlich von Jesus erzählt haben. Wie er das so oft getan hat, davon berichtet Klassen in diesem kleinen Buch. Seine Botschaft war immer über Jesus Christus als den einzigen Weg in den Himmel. Das Evangelium ist ganz einfach und für jeden leicht verständlich. Manche Theologen werden die Nase rümpfen, aber stattdessen sollten sie von Klassen lernen.

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Kang / Nelson, Erinnerungen an die Genesis

Kang_GenesisEs gibt viele apologetische Ansätze, den Wahrheitsgehalt der Bibel zu verteidigen. „Erinnerungen an die Genesis“ ist ein ungewöhnlicher, aber äußerst interessanter und spannender Weg, den Menschen die Urgeschichte gemäß der Bibel nahe zu bringen. Über den Inhalt fasst der Prolog treffend zusammen:

„Dieses Buch möchte zeigen, daß es wirklich bestätigte Belege dafür gibt, daß die Berichte in 1. Mose der Wahrheit entsprechen. Der Höhepunkt ist der Aufweis einer gewissen Parallelität zwischen 1. Mose und den chinesischen Schriftzeichen, von der bisher niemand wußte.

Zunächst wird ein kurzer Blick auf die Geschichte und auf den religiösen Hintergrund notwendig sein, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen. Um die chinesischen Schriftzeichen verständlich zu machen und sie dem Leser nahezu bringen, schließt sich eine kurze Einführung in den Aufbau der chinesischen Schrift an. Dadurch soll Interesse geweckt, und der Leser in die Untersuchung mit hineingenommen werden.

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