Schlagwort-Archiv: PND

Pränatale Selektionsverfahren in Deutschland

embryo

Weitgehend unbemerkt wurde von der „amedes-Gruppe“, einem Unternehmen für medizinisch-diagnostische Dienstleistungen, in Deutschland ein neuer Test für „nicht-invasive“ Pränataldiagnostik (NIPT-Test) mit dem Namen „Panorama“ eingeführt. Eine Presseerklärung dazu (der vollständige Text kann hier gelesen werden) wurde am 13. Mai veröffentlicht. Diese wurde von „Russo Partners“, ein im Pharma- und Biotechnologiesektor tätiges PR-Unternehmen redigiert. Die Streuung der PM übernahm „Business Wire“, das der Firma „Berkshire Hathaway“ des weltberühmten Investors Warren Buffet gehört. Man blieb sozusagen „unter sich“: Die Meldung wurde ausschließlich in den wichtigsten Portalen für Wirtschafts- und Unternehmensnachrichten wie Börsen Manager und ähnlichen, reproduziert.

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Für das Kind entschieden

In der Schwangerschaft meiner Frau wurde auch ein Indikator für Trisomie an unserem Ungeborenen festgestellt. Daraus wird eine Prozentzahl errechnet und die einem hingeworfen. „Die Chance besteht zu xx%.“ Danach kann man sich entscheiden, ob man das Risiko einfach eingeht oder wenn nicht, abbricht. Wir haben uns für das Kind entschieden und es ist pumperlgsund. Gesünder geht gar nicht. Das Leben ist voller Risiken, oft muss man sie einfach eingehen ohne sich Körperteile abzuschneiden.

– Kommentar unter Angst vor Krebs: Angelina Jolie hat sich Brüste amputieren lassen

Sicherheit für sein Kind – wer will das nicht?

Schlagworte wie »Vorsorge bedeutet Sicherheit für Ihr Kind« ködern werdende Eltern in der Frühphase einer Schwangerschaft, in vorgeburtliche Untersuchungen einzuwilligen, die über die reguläre Schwangerschaftsvorsorge hinausgehen. Sicherheit für sein Kind — wer will das nicht? Tatsächlich geht es hier aber zuallerletzt um die Sicherheit des Kindes. Denn es gibt zwar inzwischen ein großes Instrumentarium zur pränatalen Diagnostik, aber fast keine Praxis vorgeburtlicher Therapie. Die Diagnose hat also im Regelfall gar nicht die Heilbehandlung für das Kind zum Ziel, sondern seine Abtreibung.

– Geiernotizen, Monika Hey · Mein gläserner Bauch

Down-Syndrom: Der Dammbruch war die Abtreibung

down-syndromDer vorgeburtliche Test zur Diagnose des Down-Syndroms, der seit dem 20. August 2012 in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Liechtenstein in Kliniken und Arztpraxen verfügbar ist, bewegt die Gemüter.

In ihrer Ausgabe vom 21. August 2012 berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, der baden-württembergische Ministerpräsident, Winfried Kretschmann (Grüne) halte den Test für „bedenklich“. Die Landessozialministerin von baden Württemberg, Karin Altpeter (SPD), fordert eine „breite gesellschaftliche Debatte“. Diese beiden Politiker waren besonders gefragt, denn Freiburg i. Br. war das zuständige Regierungspräsidium für die Zulassung. Aus der CDU gab es viele Politiker, die das Verfahren kritisiert haben. Insbesondere hat sich gegen die Einführung der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU), eingesetzt.

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GATC / Lifecodexx: Satter Gewinn mit Bluttest

Blutttest

Nachdem das zuständige Regierungspräsidium Freiburg den Trisomie-Test der Firma GATC/Lifecodexx aus Konstanz am 31. Juli 2012 freigegeben hat, kann dieser ab Mitte August 2012 bundesweit angeboten und angewendet werden. Mit diesem „PraenaTest“ wird es möglich sein, die Jagd nach “mongoloiden” Kindern im Mutterleib früher als bisher zu beginnen. Laut Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn werden z.Zt. 90 % der entdeckten Behinderten abgetrieben… wir nennen dies “ermordet”.

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