Schlagwort-Archiv: Spurgeon

Sollen wir die Bibel verteidigen?

Bibel-Lesen

Ich meine, die Zeit sei vorüber, da man es für eine notwendige Aufgabe hielt, die Bibel zu verteidigen. Sie ist nun so oft verteidigt worden, daß alles Weitere dieser Richtung unnötig ist.

Es geht der Bibel jetzt wie einem Waldkirchlein, das ich einmal sah. Es war vielen Stürmen ausgesetzt, dazu war es auf nicht ganz zuverlässigem Boden erbaut. Darum hatten die guten Leute gemeint, sie von allen Seiten stützen zu müssen, und sie hatten dazu noch einmal so viele Steine verwandt, wie in die Kirche selbst hineingebaut worden waren. So scheint es mir, hat man zweimal soviel zur Verteidigung der Bibel getan als zu ihrer Auslegung. Somit können wir es jetzt wohl der Bibel überlassen, sich selbst zu verteidigen.

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Auf das Tun kommt es an!

Arbeit

»Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg!« – Matthäus 21, 28

Ich kenne Menschen, die die Aufforderung: »Arbeite!« nicht lieben! Sie blicken sehr finster drein, wenn ihnen etwas von Pflicht gesagt wird. Wer mit dieser Anordnung nicht zufrieden ist, ist mit Gott unzufrieden! Das sollte er bedenken! – Wer den praktischen Teil des Christseins nicht liebt, mag mit der Lehre tun, was ihm beliebt; aber ihm fehlt das Wichtigste.

Der Text sagt: »Arbeite!« Das ist etwas Praktisches, etwas Wirkliches. Arbeite! Er sagt nicht: »Mein Sohn, denke und grüble, mache merkwürdige Versuche, finde neue Lehren und überrasche deine Mitmenschen mit deinen eigenen, oft wunderlichen Seltsamkeiten!«

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Spurgeon, Erwählt vor Grundlegung der Welt

Spurgeon_ErwählungIn sechs Predigten durchstreift der bekannte C.H. Spurgeon die Tiefen der Theologie: (1) Die Souveränität Gottes (Mt 20:15); (2) Erwählung (2.Thess 2:13f.); (3) Persöhnliche Sühne (Mt 20:28); (4) Die Unfähigkeit des Menschen (Joh 6:44); (5) Wirksame Berufung (Lk 19:5); (6) Die Lehren der Gnade verleiten nicht zur Sünde (Röm 6:14f.)

Mutig, wortgewandt wie immer und überzeugend legt Spurgeon kostbare Wahrheiten offen, die ans Herz gehen. Die Kapitel sind keine trockenen Lehrgebäude, sondern praxisbezogene Aufrufe an seine Hörer bzw. Leser. Ihre thematische Ordnung beginnt mit Gottes Souveränität. Lassen wir Gott Gott sein und Ihn tatsächlich auf dem Thron regieren, ergibt sich das Übrige beinahe von selbst.

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Spurgeon: Der Preis, den Christus zahlte

Gemessen an dem Preis, den Christus zahlte, ist die Erlösung groß

kreuz jesus dornenkrone
Wir können nicht ermessen, wie groß die Todesleiden unseres Heilands waren, aber wenn wir sie betrachten und einen vagen Einblick bekommen, erlangen wir ein wenig Vorstellung davon, welch hohen Preis er für uns bezahlte. …

Lasst uns an den Ort gehen, wo er sich gerade noch in ringendem Kampf befand. Was sehen wir dort auf der Erde? Es ist Blut! Woher stammt es? Hatte er eine Wunde, die durch seinen furchtbaren Kampf wieder aufbrach? Nein. »Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen.« Seine Qualen übertrafen alles, wofür dieses Wort je benutzt wurde. Seine Leiden können nicht in Worte gefasst werden. Was war es, das dem Heiland so zu schaffen machte, dass sein Schweiß wie Blutstropfen von seinem Körper rann? Dies ist der Anfang seiner schlimmsten Leidensstunden. Folge ihm wehklagend, du trauernde Gemeinde, um Zeuge der Vollendung seiner Leiden zu werden. Er wird durch die Straßen getrieben, von der einen Anklagebank zur nächsten gezerrt und vom Synedrium verurteilt. Von Herodes wird er verspottet und von Pilatus verhört, dann wird sein Urteil verkündet: »Er werde gekreuzigt!«

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Es fehlt an Brot, darum essen sie Asche

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Tatsache ist, dass viele gern Kirche und Theater, Spielkarten und Gebet, Tanz und Sakrament verbinden möchten. Wenn wir zu schwach sind, uns diesem Sturzbach entgegenzustellen, können wir doch wenigstens vor ihm warnen und bitten, sich davor in Acht zu nehmen. Wenn der alte Glaube dahin und die Begeisterung für das Evangelium erloschen ist, so nimmt es nicht wunder, dass die Leute sich etwas anderes suchen, an dem sie Gefallen haben.

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Spurgeons Wahrheitsliebe

Ein Magazin, das nicht seine Stimme erhebt und keine Prinzipien hat, ist ein literarischer Unfug. Wir verwenden die Kelle, wo immer wir einem guten Zweck dienen können, aber wir haben auch ein Schwert und wissen, es zu gebrauchen. Wir erwarten Gegenschläge, und darum wird uns keine Betroffenheit erschüttern. Die Wahrheit Christi ist uns zu lieb, als dass wir zurückweichen und sie nicht verteidigen.

– Charles H. Spurgeon in seiner Zeitschrift „The Sword & the Trowel“ (1870)

„Um deines Sohnes willen“

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Zur Zeit des amerikanischen Krieges trat eines Tages ein Soldat in das Zimmer des Richters Arthur. Er war sehr dürftig bekleidet und auf seinem Angesicht prägten sich unverkennbar Leiden und Entbehrungen aus. Der Richter beachtete ihn kaum, da er sehr beschäftigt war und nicht gestört werden wollte. Mit den Worten: „Ich habe einen Brief an Sie abzugeben“, legte der Soldat dem Richter ein Papier auf das Pult. Als der Richter eben sagen wollte, dass er jetzt keine Zeit für dergleichen Dinge habe, erkannte er auf dem Schreiben die Handschrift seines Sohnes, von dem er wusste, dass er auf dem Schlachtfelde stand.

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Spurgeon, Unter dem Banner Jesu Christi

Spurgeon_BannerDass die Wahrheit zu allen Zeiten umkämpft war, dessen war sich Spurgeon ebenso gewiss wie der Überzeugung, dass die Versammlung der Heiligen eine Gemeinde unter Waffen war und bleiben musste, solange sie sich auf dieser Erde befand. Warum dies so sein muss, verkündigte der junge Spurgeon seiner Gemeinde im Dezember 1858:

»Das ist die rechte Ordnung, und es muss so sein. Wahrheit kann in dieser Welt nicht Wahrheit sein, wenn sie nicht umstritten wäre, und sogleich erahnen wir, dass es nicht so wäre, wenn der Irrtum ein Freund der Wahrheit wäre. Die fleckenlose Reinheit der Wahrheit wird immer im Krieg sein mit der Finsternis der Irrlehre und der Lüge.«

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Gottes Souveränität und die Verantwortung des Menschen

„Ich kann mir kein besseres Instrument zum Verderben einer Seele in den Händen Satans vorstellen, als ein Prediger, der den Sündern verkündet, dass es nicht ihre Pflicht ist, Buße über ihre Sünde zu tun oder an Christus zu glauben, und der die Arroganz besitzt, sich als Diener des Evangeliums zu bezeichnen, indem er lehrt, dass Gott einige Menschen unendlich und unveränderlich alleine aus dem Grund hasst, weil er sich entscheidet, so zu handeln. O meine Brüder! Möge der Herr euch von der Stimme dieses Beschwörers bewahren und eure Ohren für die Stimme des Irrtums verschließen.

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Die Gefühle eines Christen

„Das einzige Gefühl, das ich jemals anstrebe, ist dies: Ich will fühlen, dass ich ein Sünder bin und dass Christus mein Retter ist. Behalte deine Visionen und Verzückungen und Entrückungen und dein Tanzen für dich, das einzige Gefühl, nach welchem ich mich sehne, ist eine tiefe Buße und ein demütiger Glaube; und wenn du, lieber Sünder, dies hast, dann bist du errettet.

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Spurgeon zum Thema Erweckung

„Ein sehr großer Teil der modernen Erweckungsbewegung war mehr ein Fluch als ein Segen, denn es hat Tausende zu einer Art Frieden geführt bevor sie ihr Elend erkannten; der verlorene Sohn wird mit dem Vaterhaus versöhnt ohne dass man ihn lehrt zu sagen: „Vater, ich habe gesündigt.“ Wie kann der geheilt werden, der nicht krank ist, oder der mit dem Brot des Lebens gesättigt der nicht hungrig ist? Das traditionelle Verständnis von Sünde wird verachtet… Alles in dieser Zeit ist oberflächlich… Deshalb springen die Menschen in die Religion hinein und springen dann wieder heraus. Ohne Demut kamen sie zur Kirche, ohne Demut blieben sie dort, und ohne Demut gehen sie wieder hinaus.“

– C. H. Spurgeon, 1882

Schafe weiden oder Böcke belustigen?

Schafe»Ein Übel hat sich unter die bekennenden Christen eingeschlichen, so kraß und ungehörig, daß die Allerkurzsichtigsten es kaum übersehen können. Während der letzten paar Jahre hat es sich rasant ausgebreitet, wie Sauerteig, der wirkt, bis der ganze Teig durchsäuert ist. Selten hat der Satan den Gemeinden etwas Schlaueres eingeredet, als daß es ein Teil ihres Auftrages sei, den Menschen Unterhaltung zu bieten, um sie gewinnen zu können.

Das Zeugnis der Kirche hat sich immer mehr verflacht. Die Puritaner sprachen noch geradeheraus. Dann wurde man gleichgültig und nahm weltliche Einflüsse nicht mehr so tragisch. Bald wurden sie am Rande der Gemeinden toleriert. Heute werden sie offiziell eingesetzt mit dem Argument, daß man so die großen Massen erreichen könne.

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