Schlagwort-Archiv: Vergebung

Sünde und Vergebung in der Gemeinde

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Gedanken zu Matthäus 18,21-35

Wenn dein Bruder an dir gesündigt hat, dann geh zu ihm und sprich ihn darauf an. Versuche, deinen Bruder zu gewinnen. Sprich mit ihm und bete für ihn. Hört er auf dich, dann hast du ihn gewonnen. Wenn er hört, dann sieht er seine Sünde und bittet um Vergebung. Er tut Buße und ändert sein Leben. Was aber sollen wir tun, wenn er wieder und wieder sündigt? Wie oft sollen wir ihm vergeben? Wie geduldig und langmütig sollen wir mit unseren Geschwistern sein?

Petrus fragt Jesus in Matthäus 18,21:

„Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, der gegen mich sündigt? Bis siebenmal?“

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Versöhnungstag

Eine alte jüdische Geschichte erzählt von zwei verfeindeten Männern, die sich am Versöhnungstag begegnen. An diesem Tag soll jeder seinem Feind vergeben, was der ihm angetan hat. So gibt sich der eine einen Ruck, geht auf den andern zu und sagt: »Ich wünsche dir alles, was du mir wünscht!«. Darauf der andere: »Fängst du schon wieder Streit an?«

Mit Gott in der Hölle des ruandischen Völkermords

RuandaIch bin in einer christlichen Familie geboren und aufgewachsen. Meine Eltern waren von Ruanda nach Burundi und danach in den Kongo geflohen. Schon in den sechziger Jahren gab es politische Unruhen zwischen den sogenannten ethnischen Gruppen in meinem Land Ruanda. Tutsi wurden nach 1959 zu Tausenden von Hutu getötet und als Kakerlake oder Schlangen bezeichnet. Viele Tutsikinder durften nicht zur Schule gehen. So war ich in Burundi geboren, im Kongo aufgewachsen und habe in Ruanda im Dezember 1987 geheiratet.

Im Jahr 1990 begann für mich eine harte Zeit wegen der Ideologie des Völkermords gegen alle Tutsi in Ruanda. Bald nach meiner Hochzeit wurde mein Mann Charles mit anderen Intellektuellen ins Gefängnis geworfen. Nach fünfeinhalb Monaten wurde er befreit, aber er verlor seine Stelle, weil die so genannten extremistischen Hutu keine Tutsi mehr in der Fabrik haben wollten. Er musste fliehen, wir konnten uns nur manchmal heimlich treffen und 1994 wurde er ermordet – ich weiß nicht, wie.

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Seelsorge: „Dir sind deine Sünden vergeben.“

Vergebung SündenPsychotherapeutische Aspekte des Vergebungszuspruchs

Vergebung ist das große Thema in der Seelsorge. Jeder Christ braucht einen Seelsorger. Manchmal ist es der Mensch, der bei der Bekehrung den „Hebammendienst“ geleistet hat und mit dem der neue Christ dann verbunden bleibt während seines wachsenden Lebens mit Jesus. Der Seelsorger erklärt ihm den Glauben, ist ihm Vorbild im Leben und im Glauben und beantwortet alle Fragen. Immer wieder bekennt der Christ vor seinem Seelsorger Gott seine Sünden und bekommt die Vergebung zugesprochen. Das sind heilige Stunden, in denen man die eigenen Sünden deutlich sieht und schonungslos beim Namen nennt. Erlöst, befreit und gereinigt geht man von seinem Seelsorger nach Hause. Die göttliche Vergebung hat man handgreiflich erlebt. Manchmal merken das die Lieben, wenn man nach Hause zurückkommt.

Ich bin froh, seit vielen Jahren meine Seelsorgerin zu haben. Wir kennen uns inzwischen sehr gut, sind Freundinnen. Aber immer kann ich sie anrufen oder besuchen, wenn ich eine Not habe. Sie hört meiner Beichte zu und sagt mir im Namen Jesu Vergebung zu. Wohl den Pfarrern und anderen Mitarbeitern in der Gemeinde, die gewohnt sind, Beichten anzuhören und im Namen Gottes Vergebung zuzusprechen.

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Wo liegt deine Sünde?

Die Sünde hat nur zwei Orte, wo sie ist. Entweder ist sie bei dir, dass sie dir auf dem Halse liegt, oder sie liegt auf Christus, dem Lamm Gottes. Wenn sie nun dir auf dem Rücken liegt, so bist du verloren; wenn sie aber auf Christus ruhet, so bist du frei und wirst selig. Nun greife zu, welches du willst.

– Martin Luther

Nunn, Die verändernde Kraft der Vergebung

Die-verändernde-Kraft-der-Vergebung„Eins der größten Probleme unter Christen ist nach meinen Beobachtungen der Mangel an Vergebung. Er wirkt heutzutage wie Gift in den Gemeinden.“

Der Autor Philip Nunn (*1962) hat 15 Jahre lang als Missionar und Bibellehrer in Kolumbien gearbeitet. Er predigte u. a. über die zentrale biblische Botschaft der Vergebung, die Gott jedem Menschen aus reiner Gnade unverdient anbietet. Dazu lehrte er die jungen Gläubigen, dass wir nach den Worten des Evangeliums jetzt auch anderen Menschen vergeben sollen. In der Seelsorge erlebte er oft hautnah, welche radikale Veränderung es bewirkte, wenn Christen den Personen vergaben, die an ihnen schuldig geworden sind. Dadurch wurde ihr Leben von den geistlichen Blockaden einer zerstörerischen Bindung an die Schuld eines anderen befreit, und von der daraus entstehenden Bitterkeit.

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„Um deines Sohnes willen“

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Zur Zeit des amerikanischen Krieges trat eines Tages ein Soldat in das Zimmer des Richters Arthur. Er war sehr dürftig bekleidet und auf seinem Angesicht prägten sich unverkennbar Leiden und Entbehrungen aus. Der Richter beachtete ihn kaum, da er sehr beschäftigt war und nicht gestört werden wollte. Mit den Worten: „Ich habe einen Brief an Sie abzugeben“, legte der Soldat dem Richter ein Papier auf das Pult. Als der Richter eben sagen wollte, dass er jetzt keine Zeit für dergleichen Dinge habe, erkannte er auf dem Schreiben die Handschrift seines Sohnes, von dem er wusste, dass er auf dem Schlachtfelde stand.

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So geht Vergebung – Major Dapozzo

Kaffee & Kuchen

Diese Geschichte handelt vom Heilsarmee-Major Dapozzo, der hier seine eigene Geschichte erzählt. Es ist eine unendlich traurige aber auch eine sehr schöne Geschichte. Traurig, weil sie von der entsetzlichen Dunkelheit menschlicher Grausamkeit und Sünde spricht; schön, weil sie uns viel von der Menschen verändernden Liebe und Treue erfahren lässt. Er erzählt:

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So geht Vergebung – Pastor Demitri

Richard WurmbrandPastor Richard Wurmbrand, der selbst im kommunistischen Rumänien für Christus gefoltert wurde, erzählt:

Ich will Ihnen von einem Mann erzählen, der mit mir im Gefängnis war. Er war ein Pastor und hieß Demitri. Die Wärter schlugen mit einem Hammer auf seine Wirbelsäule ein. Als sie eine bestimmte Stelle trafen, wurde er gelähmt. Er konnte nur noch seinen Hals bewegen, sonst nichts.

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Wie ein Massenmörder Christ wurde

Kaing_Guek_EavIn Kambodscha ist der einstige Chef-Folterer der kommunistischen Roten Khmer, Kaing Guek Eav, genannt „Duch“, zu 35 Jahren Haft verurteilt worden.

Wegen bereits verbüßter Strafe und zu Unrecht erlittener Untersuchungshaft wird der 67-Jährige noch 19 Jahre absitzen müssen. Angehörige der mehr als 12.000 Opfer, für deren Tod Eav verantwortlich ist, zeigten sich empört und enttäuscht wegen des nach ihrer Ansicht zu milden Urteils. Vor dem Sondertribunal hatte Eav seine Untaten eingestanden und um Entschuldigung gebeten. Er war 1995 von dem kanadischen Missionar Christopher LaPel in Kambodscha zum Glauben an Jesus Christus geführt und getauft worden. LaPels Eltern und zwei Geschwister wurden von den Roten Khmer umgebracht.

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