Schlagwort-Archiv: Zitate

Über die guten Werke der Christen

Der Katholik tut Werke, um sich den Himmel zu verdienen. Der Pharisäer tut Werke, damit er geehrt und von den Menschen beachtet und angesehen wird. Der Sklave tut Werke, damit er nicht geschlagen und verdammt wird. Der Formalist tut Werke, um das Gewissen zu besänftigen und ruhig zu stellen, da es ihn anklagt, wenn er keine Werke tut. Der übliche Bekenner tut Werke, weil es eine Schande ist, nichts zu tun, wo er doch so viel bekennt.

Der wahre Gläubige jedoch tut Werke, weil er liebt. Das ist die hauptsächliche, wenn nicht die einzige Motivation, die ihn zu Werken antreibt. Wenn es keine anderen Motive für ihn gäbe, würde er dennoch für Gott wirken und Christus dienen, weil er ihn liebt. Diese Liebe ist wie Feuer in seinen Gebeinen.

– David Clarkson

Zum Islam konvertieren?

Sie sagten mir dauernd, dass Ungläubige nicht in den Himmel kommen und dass ich doch konvertieren soll. Aber ich sagte ihnen: Ihr schlagt mich und ich soll konvertieren? Das sahen sie ein. Dass sich jemand im Al-Kaida-Kerker in den Islam verliebt, das ist, wie wenn sich ein Jude im KZ für die Nazis begeistert. Es ist einfach undenkbar. Manche sind trotzdem konvertiert. Aber sie wurden danach auch nicht besser behandelt.

– Theo Padnos, chrismon-Interview

Gottes Stimme

Gott flüstert in unseren Freuden, er spricht in unserem Gewissen, in unseren Schmerzen ruft er laut. Sie sind sein Megaphon, eine taube Welt aufzuwecken.

– C.S. Lewis

Kunstgewerbedeutsch

Der Schriftsteller Martin Walser (geb. 1927) schreibt in einem seiner Bücher: »Mit Lisa in der Kirche gewesen. In der Sprache der Gebete kann ich mich nicht unterbringen. Kunstgewerbedeutsch.« Ich weiß nicht, in welcher Kirche Martin Walser war, aber ich muss zugeben, dass man ihm gar nicht so leicht widersprechen kann. Aber ich möchte ihm einen Vorschlag machen: Das Gebet eines Kollegen zu lesen. Der Dichter der Psalmen 42 und 43 spricht eine Sprache, in der wir uns wiederfinden können.

– Pastor Lothar Leese, Remscheid

Jesus Christus ist der Herr deiner Lage

Vor vielen Jahren hielt der damalige Direktor der Berliner Stadtmission, Heinrich Giesen, die Abendandacht in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Er sagte: »Hausfrauen! Küche, Nähen, Geschrei, Windeln, Abwasch, Dreck, Ärger – das ist ihre Lage.« Dann: »Manager! Vier Telefone, hübsche Sekretärin, Versuchung, Arbeit, 19 Stunden am Tag, gehetzt, gejagt, Termine, Konferenzen – das ist ihre Lage!« Danach kamen noch viele andere Gruppen an die Reihe. Jeweils am Schluss sagte Giesen: »Das ist ihre Lage.« Nach einer besonders langen Pause richtete er sich dann voll auf und rief: »Jesus aber spricht: Ich bin der Herr deiner Lage.«

Nicht aus eigener Kraft

»Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht der Herr der Heerscharen.« – Sacharja 4,6

»Du schlägst uns gerade das, o Herr und Gott, aus der Hand, worauf wir so gern vertrauen. Du sagst, es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen. Wir lieben Heer. Wir schätzen Kraft. Nichts geht uns über unsere eigene Macht, eigene Überzeugung, eigene Meinung, eigene Kraft. Du schlägst uns alles aus der Hand. Du sagst: Nur durch deinen Geist geschehe etwas nach deinem Willen in der Kirche und in der Welt. So bitten wir dich denn um deinen Heiligen Geist, dass wir auf Heer oder Kraft, auf all das, was wir gern in Händen behalten, auf all das, worauf wir nicht verzichten möchten, endlich verzichten und all unser Vertrauen auf dich allein setzen. Nur wenn wir still werden vor dir, werden wir stark sein in dir.«

– Heinrich Giesen

Spruch auf dem Grabstein

»Noch eine kleine Zeit, dann ist´s gewonnen,
dann ist der ganze Streit in nichts zerronnen.
Dann darf ich laben mich an Lebensbächen
und ewig, ewiglich mit Jesus sprechen.«

– Sören Kierkegaards selbstgewählte Grabinschrift

Zum Thema Ehe

Ehe-Paar

»Wie geht es Ihrer Tochter?« – »Danke! Ausgezeichnet. Sie hat einen wunderbaren Mann. Er sorgt mit für den Haushalt, hilft das Geschirr spülen und kümmert sich um die Kinder.« – »Und wie geht es Ihrem Sohn?« – »Ach, mein Sohn! Ja, der hat so ein Pech mit seiner Frau. Er muß mit für den Haushalt sorgen, muß beim Geschirrspülen helfen und sich auch noch um die Kinder kümmern.«

Vor der Trauung spricht die Schwiegermutter zum Schwiegersohn: »Ich möchte dich dringend bitten, in deiner Ehe stets einen Grundsatz zu befolgen, der sich in meiner Ehe so gut ausgewirkt hat. Ihr bekommt nie Streit, wenn ihr folgendes miteinander ausmacht: Wenn du mit deiner Frau einer Meinung bist, gilt deine Ansicht; wenn ihr jedoch verschiedener Meinung seid, gilt die Ansicht deiner Frau.«

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Sehnsucht nach Herzensfrieden

Es war im Februar 1776, als der junge Goethe, vom Weltschmerz gepeinigt, »Wanderers Nachtlied« niederschrieb: »Der du von dem Himmel bist, alles Leid und Schmerzen stillest, den, der doppelt elend ist, doppelt mit Erquickung füllest – ach, ich bin des Treibens müde! Was soll all der Schmerz und Lust? Süßer Friede komm, ach komm in meine Brust!«

Dieses Blatt kam in die Hände der Mutter von Frau von Stein, die auf die Rückseite schrieb: »Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Jesus Christus!«