Thomas Lange, Zorn

Lange_Zorn„Wenn jemand sich im Wort nicht verfehlt, so ist er ein vollkommener Mann.“ (Jakobus 3:2) Wer von uns kann das schon von sich behaupten? Unangebrachter, sündiger Zorn ist ein Problem in unserem Leben und eine Schande für unser christliches Zeugnis. Das vorliegende Buch hilft, ihn als solchen bei sich zu erkennen, seine Ursachen zu erforschen und auf dem biblischen Weg der Heiligung davon frei zu werden.

Dies geschieht zunächst in Abgrenzung vom gerechten Zorn. „Jesus war auch zornig“, hört man oft unter Christen. Das stimmt, doch blieb er dabei ohne Sünde. Der Autor zeichnet im ersten Kapitel den wichtigen Unterschied zwischen dem ungerechten, sündigen Zorn und dem heiligen, gerechten, sogar nötigen und gebotenen Zorn gegen alles, was die Ehre Gottes angreift, ja gegen Satan selbst. Dem Zorn Gottes ist anschließend ein eigenes Kapitel gewidmet.

Quelle unserer Sünde ist das verdorbene menschliche Herz. Auch der Zorn kommt aus dem Herzen und ist i.d.R. Folge unserer eigenen Begierden und „eine Reaktion auf die Nichterfüllung unserer egoistischen Ziele und Motive“, oft gepaart mit Auslösern wie Provokation, Enttäuschung, Stress und Beziehungskrisen. Im sündigen Zorn steht nicht mehr Gott im Mittelpunkt, sondern das Ego. Entscheidend ist die Frage nach unserer Motivation: „Geht es darum, meinen Willen durchzusetzen? Geht es um Dinge, die mir nicht gefallen und mir gegen den Strich gehen? Explodiere ich, wenn ich meinen Kopf nicht durchsetzen kann? Passen mir die Umstände nicht, die mich momentan umgeben? Geht es um Ansprüche, welche mir aber aus verschiedenen Gründen verwehrt bleiben? … Haben wir ein Recht, wütend zu sein?“ (S.71-73)

Das Buch listet die geistlichen und körperlichen Auswirkungen von Zorn auf und schließt mit einem Plädoyer für Buße und Heiligung, gibt hierzu auch praktische Hinweise. Viele, viele Beispiele aus der Bibel und dem Leben sowie Zitate namhafter Christen bereichern das Buch maßgeblich. Der Anhang bietet ein Index mit mehr als 120 verwendeten Bibelstellen und ihren Seitenangaben. So wird ein relevantes Thema seelsorgerlich und biblisch durchleuchtet – zur Ehre Gottes und zur Freiheit des christlichen Lesers, sich im Wort seltener zu verfehlen.

Fazit: Relevant. Herausfordernd. Biblisch. Also lesenswert.