Warnungen vor der Hölle

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„Fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!“

– Matthäus 10:28

Das »Feuer« ist eine der ersten Beschreibungen, die Johannes und der Herr Jesus für die Hölle gebrauchten (Matthäus 3,12; 7,19). Bevor wir in diesem Kapitel einige von Jesu weiteren Schilderungen der Hölle näher untersuchen, verschaffen wir uns einen Überblick, welche Wörter und Umschreibungen er für die unerlöste Existenz nach Tod und Auferstehung verwendete:

11 Mal spricht er von der »Hölle« (»Gehenna«; Matthäus 5,22.29.30; 10,28; 18,9; 23,15.33; Markus 9,43.45.47; Lukas 12,5). 4 Mal spricht er vom »Hades« (»Totenreich«); Matthäus 11,23; 16,18; Lukas 10,15; 16,23). In 6 Versen beschreibt er das göttliche Gericht gleichnishaft als »Feuer« (Matthäus 7,19; 13,40; Markus 9,44.46.48; Johannes 15,6).

In 9 Versen bezeichnet er das ewige Gericht buchstäblich als »Feuer«: Matthäus 13,42.50 (»Feuerofen«); 18,8.9 (»ewiges Feuer«, »Hölle des Feuers«); 25,41 (»ewiges Feuer«); Markus 9,43.45.47 (»unauslöschliches Feuer«); Lukas 16,24 (»Flamme«). 7 Mal warnt der Herr vor dem »Weinen und Zähneknirschen« der Hölle (Matthäus 8,12; 13,42.50; 22,13; 24,51; 25,30; Lukas 13,28). 3 Mal kommt in Jesu Reden der Ausdruck »äußere Finsternis« vor (Matthäus 8,12; 22,13; 25,30).

17 Mal redet er von einem letzten »Gericht« oder dem »Tag des Gerichts« (Matthäus 5,22; 10,15; 11,22; 12,36; 12,41.42; 23,33; Markus 12,40; Lukas 10,14; 11,31.32; 12,58; 20,47; Johannes 5,24.27.29; 12,48; bei der Beschreibung seines Gerichts in Matthäus 25,31ff kommt das Wort »Gericht« selbst nicht vor. Die Wörter »Gericht« und »richten« verwendet Jesus noch häufiger, aber dabei ist nicht immer eindeutig die Rede von einem letzten Gericht Gottes.)

An 4 Stellen warnt er davor, in Ewigkeit keine Vergebung Gottes zu haben (Matthäus 6,15; 12,31; Markus 3,29; Lukas 12,10). 2 Mal kündigt er an, dass er zu Menschen sagen wird »Weichet von mir« (Matthäus 7,23; Lukas 13,27). Als Andeutung auf das kommende Gericht spricht Jesus häufig, nämlich 30 Mal, ein bloßes ››Wehe«. 3 Mal bezeichnet er die Gerichtsvollstreckung als »Gefängnis« (Matthäus 5,25; Lukas 12,58-59), bzw. Strafe durch »Folterknechte« (Matthäus 18,34), von wo es kein Entrinnen gibt, »bis der letzte Pfennig bezahlt« ist.

Johannes der Täufer spricht außerdem 3 Mal vom kommenden und bleibenden Zorn Gottes (Matthäus 3,7; Lukas 3,7; Johannes 3,36). Außerdem verwendet der Herr Jesus folgende Begriffe für das letzte Gericht je einmal:

  • Verderben (Matthäus 7,13)
  • Ewige Strafe (Matthäus 25,46)
  • Es wäre besser, nicht geboren zu sein (Matthäus 26,24)
  • Verdammnis (Markus 16,16)
  • Qualen und Pein (Lukas 16,23-28)
  • Verlorengehen (Johannes 3,16)

 

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.“ – Johannes 3:16-18

 

Quelle: Wie wird es in der Hölle sein?, S.48f. // Bild: Offering to Molech, Charles Foster 1897. Im „Tal der Söhne Hinnom“ wurden dem Moloch Kinder geopfert (2. Könige 23:19), daraus wurde das griechische „Gehenna“ (Markus 9:43), zu Deutsch „Hölle“.