Bibelzitate – Unerfüllte Prophezeiungen #1

Bibelzitate-Prophetie

These: Laut Bibel hätte Jesus bereits vor langer Zeit zurückgekehrt sein müssen, und auch unsere Welt dürfte schon lange nicht mehr existieren!

Antwort: Jesus Christus spricht vom „Reich Gottes“. Das beinhaltet beides, sein erstes Kommen und sein zweites Kommen. Das erste ist bereits erfüllt, das zweite kommt noch.

Lesen wir, was Jesus Christus selbst auf die Frage nach dem „Reich Gottes“ antwortet, z.B. in Lukas Kapitel 17, stellvertretend für viele andere Bibelstellen: „Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. Man wird nicht sagen: Siehe hier!, oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ (Lukas 17,20f.)

„Mitten unter euch“ meint die Anwesenheit von Jesus Christus. Zu seinen Wunder wie z.B. die Dämonenaustreibungen sagt Jesus: „Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen!“ (Lukas 11,20) Oder nehmen wir die Geschichte der Verklärung in Lukas 9, 28ff. Sie passiert direkt nach der oben zitierten Prophezeiung „Einige von denen, die hier stehen, werden den Tod nicht schmecken, bis sie das Reich Gottes sehen.“ Auch Johannes hatte später eine Vision auf der Insel Patmos. Die vermeintlich „unerfüllte“ Prophezeiung von Jesus hat sich also längst erfüllt.

Andererseits warten wir tatsächlich noch auf das zweite Kommen, auch davon prophezeit die Bibel an vielen Stellen. Gleichzeitig warnt sie ausdrücklich davor, sorglos zu sein und zu sagen: „In den letzten 2000 Jahren ist nichts passiert, es wird nie mehr etwas passieren.“ So sorglos waren die Menschen zur Zeit Noahs und später in Sodom und Gomorrha. Jesus predigt weiter:

„Und wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging; und die Sintflut kam und vernichtete alle. Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu: Sie aßen, sie tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten; an dem Tag aber, als Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle. Gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird.“ – Lukas 17,26-30

Für uns Menschen sind 2000 Jahre eine lange Zeit. Nicht aber für Gott. Hier noch eine Bibelstelle, die gerade vor dieser Sorglosigkeit und trügerischen Sicherheit warnt:

„Vor allem müsst ihr wissen, dass in den Tagen vor dem Ende Spötter auftreten werden, denen nichts heilig ist und die nur ihren eigenen Begierden folgen. »Wo bleibt denn die Erfüllung seiner Zusage?«, höhnen sie. »Er hat doch versprochen, dass er wiederkommt! Inzwischen sind unsere Väter gestorben, aber geändert hat sich nichts. Alles ist immer noch so, wie es seit der Erschaffung der Welt war.«

Denen, die das behaupten, entgeht freilich, dass es in alter Zeit schon einmal einen Himmel und eine Erde gab, die auf Gottes Wort hin entstanden waren (wobei das Land sich aus dem Wasser erhob und das Wasser dem Land Platz machte). Und es entgeht ihnen, dass diese damalige Welt vernichtet wurde, und zwar ebenfalls auf Gottes Wort hin und ebenfalls mit Hilfe von Wasser – dem Wasser der großen Flut. Genauso sind auch der jetzige Himmel und die jetzige Erde durch dasselbe göttliche Wort zur Vernichtung bestimmt, allerdings zur Vernichtung durch das Feuer.

Sie bleiben nur noch so lange bestehen, bis der Tag des Gerichts da ist und die gottlosen Menschen dem Verderben ausgeliefert werden.

Eines freilich dürft ihr nicht vergessen, liebe Freunde: Für den Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind für ihn wie ein Tag.“

– 2. Petrus 3,3-8 (NGÜ)