Bis 2011 etwa 8 Millionen Abtreibungen in Deutschland

Berlin, Buß- und Bettag, Marsch "Schutz des ungeborenen Lebens"

Was der Mensch sät, das wird er ernten. Die Deutschen haben seit 1974 etwa acht Millionen mal entschieden, ihren Nachwuchs schon im Mutterleib zu töten. Nun müssen sie sich sorgen, wie ihre Gesellschaft fortbestehen, wer in Zukunft ihre Rente bezahlen und wie wirtschaftliches Wachstum ohne kaufende Menschen funktionieren soll. Die Gesellschaft überaltert und Deutschland schafft sich ab – mit oder ohne Migration.

Statistisch erfasst sind pro Jahr nur etwa 60% der Fälle, wie das zuständige Bundesamt selbst zugibt. Ausgehend von etwa 120-130.000 erfassten Abtreibungen errechnen sich rund 200.000 Tötungen pro Jahr. Das sind pro Tag etwa 550 Kinder und damit mehrere Kindergärten, die Deutschland sich erspart. Eine Rückrechnung ergibt die unglaublich hohe Zahl von acht Millionen Kindern in den letzten 37 Jahren – das sind mehr als die Einwohner von Berlin, Hamburg, München und Köln zusammen!

Der Deutsche mag eben die Kleinen nicht. Die Geburtenrate liegt bei etwa 1,3 Kindern pro Frau. Ebenso rückläufig ist die Zahl der Eheschließungen und nicht zu vergessen, dass jede dritte Ehe später wieder geschieden wird. Modern hingegen und rechtlich wie sogar kirchlich zugelassen sind nun die gleichgeschlechtlichen Ehen und sollte das Adoptionsrecht für schwule Paare Wirklichkeit werden, wird der ‚Muttertag‘ wohl zukünftig ins neutrale ‚Eltertag‘ umbenannt. So nimmt die Perversion ihren Lauf und erlangt zur vollen Reife.

Woran liegt’s? Was können wir tun? Wo Menschen Weihnachten und Ostern feiern ohne zu wissen, dass weder Weihnachtsmann noch Osterhase biblische Figuren sind, da fehlt dem Menschen auch das Wissen über die Schöpfungsordnung. Das Konstrukt von Ehe und Familie wird ihm so fremd wie der Glaube an Gericht und Auferstehung. Es fehlt dem Menschen die Orientierung genauso wie das Bewusstsein zur Verantwortung vor Gott.

Wie aber sollen sie glauben ohne Prediger?

– Bild: Buß- und Bettag 1990 in Berlin, ©Wikipedia/Hubert Link (CC BY-SA 3.0 DE)

Abtreibungsstatistik

Quelle: pro-leben.de // destatis.de (offizielle Zahlen)

 

Todesursache Nummer eins in Europa

In der Europäischen Union werden täglich 3.309 Kinder im Mutterleib getötet. In 15 Jahren wurden 20 Millionen Kinder abgetrieben.

Jeden Tag werden in der Europäischen Union 3.309 Kinder im Mutterleib getötet, also 138 pro Stunde. Das ergab eine Studie des spanischen Institutes für Familienpolitik, die in Brüssel vorgestellt wurde. Im Jahr 2008 waren dies 1.207.646 Menschen, die in den 27 EU-Ländern bei einer Abtreibung ihr Leben verloren. Diese Zahl entspricht dem Defizit der Geburtenrate in Europa und sie entspricht der Bevölkerung von Luxemburg und Malta zusammen. In zwölf Tagen gibt es in den 27 EU-Ländern damit mehr Abtreibungen als Verkehrstote in einem ganzen Jahr: Die Zahl der Verkehrstoten betrug 39.000 im Jahr 2008.

In den vergangenen 15 Jahren (1994 bis 2008) ist die Zahl der Abtreibungen in der Europäischen Union auf 20 Millionen angestiegen. Dies entspricht der Bevölkerung der beiden Länder Rumänien und Niederlande. In Gesamt-Europa wurden allein im Jahr 2008 2,86 Millionen Kinder im Mutterleib durch  Abtreibung getötet! In der Schweiz werden die Zahlen der abgetriebenen Kinder erst seit dem Jahr 2002 in offiziellen behördlichen Statistiken erfasst. Seither bewegen sich die Abtreibungszahlen gemäss Bundesamt für Statistik zwischen 10000 und 11000 pro Jahr.

Der italienische Präsident der Bewegung für das Leben, Carlo Casini, erklärt dazu: «Viele denken, dass Kinder, bevor sie auf die Welt kommen, keine Kinder seien. Das hat mit einer Wertekrise zu tun, die den Alten Kontinent befallen hat. Solange wir keinen Mentalitätswechsel herbeiführen, kann diese europäische Tragödie nicht überwunden werden.»

– Quelle: factum im April 2010

 

Abtreibung ist die häufigste Todesart

Der Bundesvorsitzenden der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr (Königstein/Taunus), zufolge, wird Abtreibung international immer häufiger als Menschenrecht eingefordert und als vom Staat unterstützte Maßnahme angesehen. So werde in Deutschland jede Abtreibung staatlich finanziert. Nach Angaben Löhrs werden laut Weltgesundheitsorganisation weltweit 40 Millionen Abtreibungen pro Jahr vorgenommen. Abtreibung sei damit die häufigste Todesart.

Dabei entspreche eine Abtreibung in der Regel nicht dem Wunsch der betroffenen Frauen, so Löhr. Etwa 80 Prozent der Frauen, die eine Abtreibung vornehmen lassen, würden von ihrem Umfeld dazu gedrängt; viele litten danach unter Depressionen. Wenn sich eine Frau in einer schwierigen Lage befinde, komme es jedoch darauf an, das Problem zu beseitigen und nicht das Kind. Nach Auffassung Löhrs steht der Schutz des ungeborenen Kindes derzeit für keine der im Bundestag vertretenen Parteien an vorderer Stelle der Tagesordnung.

– Quelle: idea im September 2012

 

China: In 30 Jahren 400 Millionen Abtreibungen

Im kommunistischen China wurden in den letzten 30 Jahren ca 400 Millionen Kinder abgetrieben, viele davon durch staatlichen Zwang. Dies berichtete nach Angaben der Nachrichtenagentur „Zenit“ ein Sprecher der chinesischen Regierung. Rot-China zwingt mit einer rigorosen Ein-Kind-Politik chinesische Ehepaare seit 1980, nur ein einziges Kind zu bekommen. Oft werden Frauen noch in den letzten Schwangerschaftsmonaten zur Tötung ihres Kindes gezwungen. Auch die gezielte Abtreibung vor allem weiblicher Ungeborener ist eine weitverbreitete Praxis, die zu einer radikalen Geringschätzung der Frau beitrug.

Quelle: Christoferuswerk/Christliches Forum

 

China: Die Katastrophe der Ein-Kind-Politik

Massenhafte Abtreibung, Suizide, Überalterung der Gesellschaft. Die Mitte der 1980er-Jahre eingeführte Ein-Kind-Politik in China erweist sich heute als eine Katastrophe für das Land: massenhafte Abtreibungen weiblicher Föten, 250 000 Suizide jährlich, die Gesellschaft überaltert. In den vergangenen 30 Jahren hat die Ein-Kind-Politik Schätzungen zufolge 340 Millionen Geburten verhindert. Wie viele Frauen abgetrieben haben, um den drakonischen Strafen für ein zweites Kind zu entgehen, wird nie zu klären sein – aber es sind sicher Millionen Menschenleben, die im Mutterleib getötet wurden.

Eine Folge der Ein-Kind-Politik ist, dass sich werdende Eltern entscheiden, ob sie ein Mädchen oder einen Jungen bekommen wollen. In der konfuzianisch geprägten Kultur führt der Sohn die Familienlinie weiter und erweist so den Ahnen Ehre. Für die Altersversorgung der Eltern sind die Söhne verantwortlich, weil die Töchter in fremde Familien einheiraten. All das hat dazu geführt, dass vor allem weibliche Föten abgetrieben werden.

In China kommen heute auf 100 neugeborene Mädchen 118 Jungs. Es gibt in Südchina Provinzen, in denen 137 Jungs auf 100 Mädchen kommen. Auf den Einzelkindern lastet ein enormer Druck: Sie müssen erfolgreich sein und gut verdienen, um der Aufgabe gerecht zu werden, die ihre Eltern und die Gesellschaft von ihnen erwarten. Für viele ist der Druck zu gross. In der Altersgruppe der 15–34-Jährigen ist Selbstmord die häufigste Todesursache. Jedes Jahr nehmen sich 250 000 Chinesen das Leben.

Als Folge der kommunistischen Familienpolitik verändert sich das demografische Gefüge auch hinsichtlich der Alterspyramide. Im Jahr 2050 wird etwa ein Viertel der Chinesen über 60 Jahre alt sein. Auf zwei Arbeitskräfte kommt dann ein Pensionär. Das wird für die chinesische Wirtschaft in absehbarer Zeit zu einer kaum zu bewältigenden Herausforderung.

– Quelle: factum