Bühne, Das Gebetsleben Jesu

das-gebetsleben-jesuIn der Regel kennt der inter­es­sierte Bibel­le­ser über das „Gebets­le­ben Jesu“ bes­ten­falls einige grund­le­gende Dinge. Lei­der zie­hen die Wenigs­ten dar­aus Schluss­fol­ge­run­gen für ihr eige­nes Gebets­le­ben. Das ist Wolf­gang Bühne in die­sem Buch sehr gut gelungen!

Das Buch ist keine theo­lo­gi­sche Abhand­lung über das Thema Gebet, son­dern viel­mehr eine prak­ti­sche Betrach­tung. Nach jedem Kapi­tel mit einem bestimm­ten Schwer­punkt gibt es ein „Was kön­nen wir dar­aus ler­nen“, mit „Ers­tens“ das und „Zwei­tens“ das… Meis­tens ist der zweite Teil genauso lang wie die Betrach­tung selbst, so dass das Buch ins­ge­samt sehr prak­tisch gelebt wer­den will.

Schon in sei­nem Vor­wort zeigt der Autor unsere Gebets­ar­mut auf, die am bes­ten mit dem von ihm ver­wen­de­ten Zitat wie­der­ge­ge­ben wer­den kann.

Das Aschen­put­tel der heu­ti­gen Gemeinde ist die Gebets­ver­samm­lung. Diese „Die­ne­rin des Herrn“ bleibt unge­liebt und unbe­ach­tet, denn sie behängt sich weder mit den Per­len der Intel­lek­tua­li­tät, noch glänzt sie mit den Sei­den­stof­fen der Phi­lo­so­phie oder bezau­bert mit der drei­fa­chen Krone der Psy­cho­lo­gie. Sie trägt das Selbst­ge­strickte der Ernst­haf­tig­keit und Demut und schämt sich nicht zu knien!

Das zweite Kapi­tel wird mit einem wert­vol­len Zitat von Spur­geon zusammengefasst:

Sieh kei­nem Men­schen ins Gesicht, bis du das Ange­sicht Got­tes gese­hen hast, Sprich mit nie­man­dem, bevor du nicht das Gespräch mit dem höchs­ten gehabt hast. Gehe nicht an deine Arbeit, ohne dass deine Len­den mit dem Gür­tel der Andacht umgür­tet sind, damit dir dein Werk gelingt. Beginne nicht den Lauf, bevor du nicht im Gebet alle Last bei­sei­te­ge­legt hast, sonst ver­lierst du den Wettkampf.

Im drit­ten Kapi­tel lässt er den von Vie­len geschätz­ten A. W. Tozer mit einer erns­ten Mah­nung an die Pre­di­ger zu Wort kommen:

Sieh zu, dass du mehr betest als pre­digst! Ver­bringe mehr Zeit mit Gott im Ver­bor­ge­nen als mit Men­schen in der Öffent­lich­keit. Halte dein Herz für den Geist Got­tes offen, dass er dich beein­flus­sen kann. Pflege mehr die Bekannt­schaft mit Gott als die Freund­schaft mit Men­schen. Dann wirst du immer genü­gend Brot für die Hung­ri­gen haben!

Immer wie­der wer­den — abge­se­hen von Jesus Chris­tus — posi­tive Bei­spiele für ein gutes Gebets­le­ben aus der Geschichte auf­ge­zeigt. David Brai­nerd, Aidon Tozer, Hud­son Tay­lor, Bakht Singh, Georg Mül­ler, John Patons Eltern, Ole Hal­lesby, John Welch, John Wes­ley u.v.a. schmü­cken dabei in selbst­lo­ser Hin­gabe den Ehren­kranz der Gebetskrone.

Zusam­men­fas­send ist das Buch ein kur­zer und sehr prak­ti­scher Abriss über das Gebets­le­ben Jesu, das mit vie­len Zita­ten hei­li­ger Män­ner Got­tes „gewürzt“ ist. Und mit sei­nen rund 100 Sei­ten ist es ein Buch, das in ein, zwei Aben­den genüss­lich „ver­zerrt“ wer­den kann.

– Quelle: eugen/nimm-lies.de