Christenverfolgung in Nordkorea


Wohlstand schadet den Christen im Westen

Am „Gebetstag für verfolgte Christen“ treten nicht nur in Freiheit lebende Christen für ihre unterdrückten Glaubensgeschwister ein. So beten Christen in nordkoreanischen Straflagern für jene, die im Westen in Freiheit und Wohlstand leben. Das berichtet der US-amerikanische Pastor Eric Foley (Colorado Springs/Bundesstaat Colorado), der die Organisation „Seoul USA“ leitet. Sie setzt sich besonders für Christen in nordkoreanischen Straflagern ein. Wie Foley dem Informationsdienst Assist sagte, stößt die Frage, welche Fürbitte westliche Christen für sie leisten sollten, vielfach auf Verwunderung: „Ihr betet für uns, und wir beten für euch.“ Westliche Christen verließen sich oft so sehr auf ihren Wohlstand und ihre politische Freiheit, dass sie gar nicht wüssten, was es bedeute, völlig von Gott abhängig zu sein. Deshalb lernten sie ihn auch nicht so intensiv kennen wie Glaubensgefangene. Durch den Materialismus könnten sie Schaden an ihrer Seele nehmen.

Nicht für ein Ende der Verfolgung beten

Laut Foley legen viele unterdrückte Christen Wert darauf, dass man nicht in erster Linie für ein Ende der Verfolgung bete, sondern dafür, dass sie in ihrer Lage Gott treu bleiben. Foley ruft dazu auf, mit den Verfolgten und nicht nur für sie zu beten. Zu dem Gebetstag ruft die Weltweite Evangelischen Allianz auf. Die Zahl der wegen ihres Glaubens benachteiligten, unterdrückten und verfolgten Christen liegt nach Expertenschätzungen bei mindestens 100 Millionen. Das kommunistisch regierte Nordkorea zählt zu den Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Von den 24 Millionen Einwohnern sind offiziellen Angaben zufolge etwa 12.000 Protestanten und 800 Katholiken, die zu vier staatlich anerkannten Kirchengemeinden gehören. Die Hilfsaktion Märtyrerkirche schätzt, dass sich aber etwa 100.000 Christen im Untergrund versammeln. In Arbeitslagern sollen sich bis zu 30.000 befinden.

– Quelle: idea im November 2012