Archiv der Kategorie: Bücher

Spurgeon, Erwählt vor Grundlegung der Welt

Spurgeon_ErwählungIn sechs Predigten durchstreift der bekannte C.H. Spurgeon die Tiefen der Theologie: (1) Die Souveränität Gottes (Mt 20:15); (2) Erwählung (2.Thess 2:13f.); (3) Persöhnliche Sühne (Mt 20:28); (4) Die Unfähigkeit des Menschen (Joh 6:44); (5) Wirksame Berufung (Lk 19:5); (6) Die Lehren der Gnade verleiten nicht zur Sünde (Röm 6:14f.)

Mutig, wortgewandt wie immer und überzeugend legt Spurgeon kostbare Wahrheiten offen, die ans Herz gehen. Die Kapitel sind keine trockenen Lehrgebäude, sondern praxisbezogene Aufrufe an seine Hörer bzw. Leser. Ihre thematische Ordnung beginnt mit Gottes Souveränität. Lassen wir Gott Gott sein und Ihn tatsächlich auf dem Thron regieren, ergibt sich das Übrige beinahe von selbst.

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Schirrmacher / Antholzer, Was hilft wirklich?

Schirrmacher Antholzer Seelsorge«Psychotherapie ist nicht vorrangig eine angewandte Wissenschaft. Es erinnert in einigem eher an eine Religion», sagt der Psychiater Jerome Frank im American Journal of Orthopsychiatry. Mit zahlreichen Zitaten ähnlicher Brisanz – zuerst von selbstkritischen Insidern (20 Seiten, Kapitel 1), dann auch von Vertretern anderer wissenschaftlicher Disziplinen (15 Seiten, Kapitel 2) – gelingt Prof. Schirrmacher im ersten Teil des Buches „die Entthronung jener, die meinten, den Menschen endlich verstanden zu haben, jedenfalls besser als die Bibel und die christliche Seelsorge.“ (S.75)

Der Autor beginnt mit dem starken Zeugnis des Psychoanalytikers Jeffrey Mousaieff Masson, ehemaliger Anhänger Sigmund Freuds. Er wurde dessen Gegner, nachdem er interne Briefe und Unterlagen sichten durfte. Das Ergebnis hat er trotz gegenteiliger Aufforderung und schließlich auf Kosten seines Arbeitsplatzes veröffentlicht und bleibt uns hier in der Zusammenfassung dokumentiert. In seinem Buch resümiert Masson allgemein: «Jeder sollte daher wissen, dass er, wenn er in das Behandlungszimmer eines Psychotherapeuten kommt, eine Welt betritt, in der ihm schwerer Schaden zugefügt werden kann, gleichgültig, welcher Schule der Therapeut angehört.»

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Tschanz, Angst – von verfolgten Christen lernen

Tschanz Angst„Jede Angst, die dazu dient, den Menschen vom Gehorsam gegen Gott abzubringen, muss im geistlichen Kampf als satanischen Ursprungs betrachtet werden. Und der Widersacher scheut sich nicht, sie in allen möglichen Lagen virtuos zu nutzen.“ (S.16)

Wer Angst hat, gehorcht in seinem Denken und mit seinem Verhalten nicht mehr Gott, sondern seiner Angst. Das obige Zitat macht deutlich, dass „Angst“ ein Thema für alle Christen ist, auch in Deutschland. Vielleicht wird die Angst vor möglichem Leiden mit zunehmender Gefahr größer. Das Wesen der Angst, ihre Folgen und die Wege zu ihrer Überwindung bleiben jedoch gleich.

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Kauffmann, Franz Eugen Schlachter Biographie

Kauffmann Schlachter Biographie

Wenn Sie – wie ich – Leser der Schlachter-Bibel sind, dann werden Sie sich wahrscheinlich auch früher oder später fragen: Wer ist eigentlich dieser Mann, nach dem ‚meine‘ Bibel benannt ist?

Karl-Hermann Kauffmann hat uns den wertvollen Dienst erwiesen, die heute noch zur Verfügung stehenden Informationen über Franz Eugen Schlachter zusammenzutragen und zu einer Biographie zu verarbeiten. Strukturiert ist das Buch (über 150 Seiten) wie folgt:

 

 

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Fritsch, Märchen und Sagen

Märchen Sagen FritschWer Kinder hat, kommt nicht nur mit Märchen in Berührung, sondern muss sich auch Gedanken darüber machen, ob sie als Lektüre (oder Hörspiel) für ihre Kleinen wohl sinnvoll sind. Szenen aus bekannteren Geschichten seien hier noch einmal aufgezeichnet:

Aschenputtel verliert trotz innigem Gebet ihre leibliche Mutter, um dann bei der Stiefmutter zu leiden. Die Stiefschwestern passen nicht in den Schuh, obwohl sie ihre Füße verstümmeln. Mit der verstorbenen Mutter bleibt Aschenputtel in engem Kontakt. Für Dornröschen bittet der König die Hexen um ihren Segen. Von der dreizehnten wird sie jedoch verflucht und fällt in einen tiefen Schlaf. Bei dem Versuch, sie zu erreichen, müssen viele Freier in der Dornenhecke sterben. Hänsel und Gretel werden weinend von den Eltern in den Wald gejagt und dort von einer Hexe beinahe gegessen. Doch zuvor werfen sie die Hexe in den Backofen, der eigentlich für sie bestimmt war. Rapunzel wurde von ihrem Vater an die benachbarte Zauberin verkauft. Im Froschkönig sorgt der König für die Einhaltung des unbedachten Versprechens seiner kleinen Tochter, mit dem Frosch ihr Bett zu teilen. Rumpelstilzchen hilft dem jungen Mädchen, auf Druck ihres Vaters Stroh in Gold zu spinnen. Als Ausgleich verlangt das kleine Männchen ihr erstes Kind.

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Piper, Wenn die Freude nicht mehr da ist

Piper FreudeEs gibt Bücher, die kann man einfach lesen, und Bücher, die muss man durcharbeiten. John Pipers Werk gehört zu der letzten Kategorie. Der Rezensent hat es zweimal gelesen und den Wert – zugegeben – erst beim zweiten Studium so richtig erkannt. Das mag auch an der Verpackung liegen.

Das Cover ist milde gesagt einfach nicht ansprechend. Auf schwarzem Hintergrund eine weiße Milchpackung, aus der Milch ausläuft. Der Betrachter assoziiert ein Malheur am Küchentisch. Noch schlechter als das Bild ist der übersetzte Titel des Buches, denn er ist – mehr noch als das Cover – irreführend und passt nicht zum Inhalt, im Gegenteil. „Wenn die Freude nicht mehr da ist“ unterstellt zum einen, dass sie vorher irgendwann mal da war, dann aber verloren gegangen ist. Und zum anderen lässt der Titel völlig offen, welche Freude eigentlich gemeint ist. Der Originaltitel trifft es besser: „When I don’t desire God“ (Wenn ich nicht nach Gott verlange).

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Liebi, Weltgeschichte im Visier des Propheten Daniel

Liebi DanielDie Einstellung zur Bibel entscheidet sich bei vielen auch am Buch des Propheten Daniel. Wer sich mit Daniel beschäftigt, muss letztlich zwischen zwei Lagern wählen. Das Buch enthält zahlreiche – wahre – Aussagen zur antiken Weltgeschichte, die konkret und einfach genug formuliert sind, dass sie jeder leicht nachvollziehen kann: Nach Babylon kam Persien, dann Alexander der Große, danach die Römer. Wurden die Texte nun vor oder nach den Ereignissen geschrieben? Das eine Lager datiert Daniel (etwa 400 Jahre zeitversetzt) auf die Zeit danach, das andere davor. Letzteres erkennt das Buch als prophetisch an und stellt damit die Weichen, in der Folge auch den Rest der Bibel als Heilige Schrift und Wort Gottes zu lesen.

Roger Liebis „Weltgeschichte im Visier des Propheten Daniel“ ist eine große Hilfe bei eben dieser Aufgabe, die Weichen in Richtung Wahrheit zu stellen. Sein kleiner aber feiner Beitrag zur Daniel-Prophetie stellt zahlreiche historische, wissenschaftliche Fakten in den Vordergrund. Auf den ersten Seiten über das Buch Daniel selbst, auf den folgenden Seiten über die politischen Ereignisse. Viele werden das Buch gedankenlos verwerfen. Der ehrliche Wahrheitssucher jedoch wird den ausgesprochenen Tatsachen auf den Grund gehen wollen. Tut er das, wird er in Daniel mit der Größe Gottes konfrontiert.

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Binde, Die heilige Einfalt

Binde Heilige EinfaltIm vorliegenden Buch zeichnet Fritz Binde in 49 Schritten ganz ausführlich und klar das wunderschöne Bild von der Heiligen Einfalt eines Christen im Glauben an seinen Herrn.

Noch mehr als zu seiner Zeit ist der einfache und einfältige Glaube an den Allmächtigen in der heute so schnellebigen, vielfältigen, orientierungslosen und hochmütigen Welt notwendig geworden. Selten ist die Einfalt auch deshalb, weil sie verpönt ist. Wer möchte schon als einfältig betitelt werden? Dem Weltmenschen ist sie Dummheit und Torheit, doch Christen wissen um den Unterschied zwischen Menschenweisheit und der Weisheit Gottes.

Die Einfalt ist in der Absonderung, in der Enthaltsamkeit und in der Stille zu finden. Sie ist stets nach innen gerichtet und von Sensibilität im Hören auf den Hirten geprägt und geleitet. Das Wort Gottes ist ihre Speise. Ihre heldenhafte Tat ist das vertrauliche, kindliche, beharrliche Gebet. Sie bleibt beständig und standhaft gegen die vielfältigen Anfechtungen von außen, die auf uns einprasseln. Auch in der Gemeinschaft bleibt sie treu. Die Einfalt entleert das verdorbene Ich und füllt es mit Christus. Wie ihr Vorbild ist sie enthaltsam, geduldig, tapfer, gelassen, gerade, keusch, sanftmütig, demütig u.v.a.m.

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Liebi, Herkunft und Entwicklung der Sprachen

Liebi SprachenUnzählige Hinweise aus zahlreichen Fachgebieten wie Physik, Astronomie, Biologie und Informatik sprechen bereits für den Ursprung des Lebens durch göttliche Schöpfung und gegen eine Evolution nach Darwin. Von interessanter Seite trägt Roger Liebi ein weiteres, starkes Argument zur Diskussion bei. Grundthese ist, „die empirisch feststellbaren Fakten der modernen Linguistik widersprechen den evolutionistischen Theorien … und harmonieren mit den biblischen Aussagen bezüglich der Herkunft des Phänomens »Sprache«.“ Herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen will das Buch auch als wissenschaftlicher Beitrag gelesen werden.

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Graf-Stuhlhofer, „Das Ende naht!“

Graf-Stuhlhofer EndePünktlich zum Weltuntergang der Maya-Anhänger (21.12.2012) drängt sich der passende Beitrag für die christliche Leserschaft förmlich auf:

„Das Ende naht!“ von Graf-Stuhlhofer ist ein schon etwas älteres Werk über die Irrtümer der damaligen – selbsternannten – Endzeitspezialisten unter christlicher Flagge. Leider, wie Schirrmacher in seinem Vorwort schreibt, gibt es kein aktuelles Buch zum Thema und so „muss Graf-Stuhlhofers Werk als Klassiker anhand älterer Beispiele die Warnung aufrecht erhalten, dass nicht jede Endzeitsicht ‚bibeltreu‘ ist, die sich auf die Bibel beruft.“

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Stephan, Sintflut und Geologie

Stephan Sintflut GeologieDas vorliegende Buch zum Thema Geologie wurde herausgegeben von der bekannten christlichen Studiengemeinschaft Wort und Wissen e.V. Es gehört zu ihren Werten und Tugenden, auf schwierige wissenschaftliche Fragen keine übertrieben einfachen Antworten zu liefern. Stattdessen haben sie sich „auf Grundlage der Heiligen Schrift … der Ehrlichkeit und Transparenz verpflichtet.“

Vor diesem lobenswerten Hintergrund ist das Buch zum einen als wissenschaftlicher Beitrag zur geologischen Forschung, zum anderen aber auch als Gegenpol zu pauschalen Aussagen wie „Die Sintflut kann das alles viel besser erklären“ zu lesen. Stephan stellt heraus: „Es gibt keine einfachen Antworten bei der Zusammenschau biblischer Aussagen mit naturhistorischen Daten. Eine ehrliche Darstellung der Situation muss dies einräumen.“ (S.260)

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Thomas, Alles. Für Dich.

Thomas Alles für dichEin christliches Buch über Freude und Vergnügen steht in der Gefahr, von denen gelesen zu werden die ihren lauwarmen oder gar ausschweifenden Lebensstil bestätigt sehen wollen und von denen eben nicht gelesen zu werden, für die es eigentlich geschrieben wurde. Viele Christen schwenken von der heute so populären Selbstliebe über zum genauen Gegenteil, zum Selbsthass. Mit vielen Argumenten, Bibelstellen, Lebensbeispielen und Zitaten namhafter Christen versucht der Autor stattdessen ein Gegengewicht zu finden, das zur Balance führt und dem Schöpfer alle Ehre gibt.

Freuen wir uns über ein Geschenk, freut sich auch der Schenkende. Das ist im Alltag so wie auch in unserer Gottesbeziehung. Der HERR ist traurig, wenn wir seine Gaben ablehnen. Noch trauriger ist er, wenn wir trügerischem Ersatz unterliegen. Heilige, reine, maßvolle Vergnügungen und einfache Sinnesfreuden wappnen uns gegen die unreinen, sündhaften Versuchungen dieser Welt, schreibt Gary Thomas. Er korrigiert falsche Denkweisen, benennt krankhafte Symptome, zeigt Wege der Freude auf und warnt dabei auch vor heutigen Gefahren.

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Kim, Ein Leben ist kostbarer als die ganze Welt

Kim Ein Leben ist kostbarer„Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.“ – Philipper 2:5-11

Dass der Höchste sich selbst entäußerte, sich bis ins Grab erniedrigte und wir ebenso gesinnt sein sollen ist sicher eine der größten Herausforderungen unseres christlichen Lebens. Wie so etwas ganz praktisch aussehen kann lesen wir im Buch über Pastor Kim, der trotz seiner guten Ausbildung in den Slums von Seoul lebte, den Menschen dort selbstlos diente und dabei an seine Grenzen ging. So arbeitete er zeitweilig gar als Müllsammler und das ganz freiwillig, weil er seinen Nachbarn ein Vorbild sein und aufzeigen wollte, auf welchem Weg sie selbstständiger leben können.

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Carson, Emerging Church

Carson Emerging ChurchEine neue Kirche entsteht, die „Emerging Church.“ Vielleicht haben Sie schon davon gehört, vielleicht haben Sie im Internet ihr Logo entdeckt oder Sie sind – wie auch wir – bereits vor dieser neuen Strömung gewarnt worden. Wer das Schlagwort nicht so richtig einzuordnen weiß mag sich auch auf D.A. Carson verlassen. Wenn er sich dieses Themas annimmt, dann muss es von Bedeutung sein. Und seine Analyse ist fair und kompetent.

Eine große Gefahr im Umgang mit der „Emerging Church“ liegt darin, dass sie sehr vielschichtig und nicht so richtig greifbar ist. Sie ist schwer zu definieren, ihre Kennzeichen sind schwer hervorzuheben und gerade das ist paradoxerweise sogar Teil ihres Wesens. Carsons Ansatz ist deshalb lobenswert, weil er sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt und auch die positiven Aspekte findet und diese im ersten Teil seines Buches deutlich herausstellt. Gefährlich wird es, wenn jede falsche Praxis oder Irrlehre unter dem einen Dach „Emerging Church“ gesammelt und dabei auch jeder noch so richtige Ansatz bereits im Keim erstickt wird, nur weil er im gleichen kritischen Zusammenhang gesehen, beurteilt und folglich abgelehnt wird.

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Erdmann, Der Griff zur Macht

Erdmann Griff zur MachtDas Buch „Der Griff zur Macht“ greift sich den vielleicht größten Götzen unserer Zeit: Einfluss.

Die diktatorische Alleinherrschaft im Sinne eines Antichristen will die moderne Kirche wohl eher nicht forcieren, jedenfalls scheint das nicht die erklärte Absicht ihrer prominenten Repräsentanten zu sein. Nicht weit davon entfernt, will sie aber weltweiten Einfluss üben und das gemeinsam mit den Regierungen und der Geschäftswelt. Dass man dazu strategische Allianzen auch mit Nichtchristen eingehen, mit anderen Religionen zusammenarbeiten, den Wahrheitsanspruch der Bibel entsprechend aufgeben und den Missionsbefehl neu interpretieren muss, ergibt sich wie selbstverständlich aus dem neu gesteckten Ziel.

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