Dangers, Neue Hoffnung für Uganda

neue_hoffnung_fuer_ugandaDie Tochter des Gründers erzählt die Geschichte des innovativen Waisenprojekts

Im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich der Veröffentlichung der deutschen Übersetzung ihres Buches Neue Hoffnung für Uganda rief die Autorin Jennie G. Dangers dazu auf, Waisenkindern weltweit die Möglichkeit zu geben, in familienähnlichen Strukturen heranzuwachsen und auf das konkrete Alltagsleben ihrer Umwelt vorbereitet zu werden, statt im Waisenheim eine Versorgungsmentalität zu erlernen, die sie für das Leben als Erwachsene nicht vorbereite.

Die Neuerscheinung erzählt die bewegte Geschichte des innovativen Waisenprojektes New Hope Uganda (NHU), in dem Waisen in familienähnlichen Zellen aufwachsen, und das nun schon seit 16 Jahren von den gemeinnützigen Bonner Organisationen Gebende Hände gGmbH und Hilfe weltweit e.V. gefördert wird. Jennie G. Dangers ist die älteste Tochter von NHU-Gründer Jay Dangers und wurde selbst in Afrika geboren. Sie studierte Geschichte und Pädagogik am Hillsdale College in Michigan, USA, und arbeitet seitdem als Assistentin ihres Vaters im Kinderzentrum Kasana. Im Jahr 2006 erschien ihr Buch in der englischen Originalausgabe. Soeben erschien die aktualisierte deutsche Ausgabe im Auftrag von Gebende Hände gGmbH und Hilfe weltweit e.V. im Bonner Verlag für Kultur und Wissenschaft.

1978 machten sich Jay und Vicki Dangers aus Südkalifornien nach Afrika auf, um ihre Vision von einem christlichen Kinderzentrum für afrikanische Waisen mit familienähnlichen Strukturen zu verwirklichen. Sie waren beide kaum mehr als 20 Jahre jung, seit einem Jahr verheiratet und in Erwartung ihres ersten Kindes. An ihren eigentlichen Bestimmungsort im bürgerkriegsgeplagten Uganda gelangten sie aber erst auf Umwegen einige Jahre später.

Im ugandischen Luweero-Dreieck entstand dann ab dem Jahr 1988 quasi aus dem Nichts und noch in den Nachwehen des Bürgerkrieges ein Projekt, das heute über 600 Kindern ein Zuhause mit familienähnlichen Strukturen, Schul- und Ausbildung und medizinische Versorgung bietet. Anfangs waren es Bürgerkriegs-Waisen, später und bis heute zunehmend Aids-Waisen, die hier geistlich, materiell und ideell auf ein eigenständiges und verantwortungsbewusstes Leben vorbereitet werden.

Grundlegend und prägend für die gesamte Arbeit war die Vision von Jay Dangers, (nach Psalm 68,6+7) den Vaterlosen in Afrika die Liebe und Fürsorge des himmlischen Vaters erlebbar zu machen und selbst vorzuleben. Deshalb verfolgte er stets das Ziel, die Kinder nicht in einer Waisenheim-Atmosphäre aufwachsen zu lassen, sondern ihnen die Geborgenheit einer Familie mit „Eltern“ und „Geschwistern“ zu bieten. Nach einigen Jahren konnte er dieses Ziel in seinem Kinderzentrum Kasana verwirklichen, indem er aus dem Kreis seiner Mitarbeiter Ledige und Ehepaare ohne eigene Kinder zu „Ersatzeltern“ machte und ihnen in einer eigenen Wohneinheit mit den landestypischen Rundhütten jeweils eine Gruppe Kinder anvertraute.

Heute umfasst die Arbeit nicht nur das Kinderzentrum, Kirche, Schulen, Werkstätten und ein Schulungszentrum für Christen, sondern auch ein christliches Rundfunkprogramm, ein Therapiezentrum für ehemalige Kindersoldaten und ein Feriencamp am Viktoriasee, in dem Familien- und Kinderfreizeiten sowie Seminare für Jugendliche und junge Erwachsene durchgeführt werden.

Jennie G. Dangers beschreibt auf anschauliche Weise, mit welchen Schwierigkeiten und Rückschlägen ihre Eltern bei der Verwirklichung ihrer Vision und im weiteren Fortgang ihrer Arbeit zu kämpfen hatten. Sie erzählt aber auch von den Erfolgen und Ermutigungen, die sie erleben durften, davon, dass Gott ihnen immer wieder seine Treue erwies, neue Türen öffnete und ihnen Kraft gab, wo sie sich am Ende glaubten.

Das Buch „Neue Hoffnung für Uganda“ ist ein lebendiges Zeugnis dafür, dass mit Gottes Hilfe eine solche Arbeit wachsen und gelingen kann, wenn die Betroffenen ihre Vision nicht aus den Augen verlieren und auch in Zeiten unverständlicher Rückschläge und größter Hoffnungslosigkeit ihr Vertrauen in Gottes Gnade und Fürsorge nicht aufgeben, sondern sich Ihm und Seiner Führung rückhaltlos anvertrauen.

– Quelle: Bonner Querschnitte