Der wahre Gläubige liebt Gottes Wort

Open Holy BibleGleichgültigkeit gegenüber der Schrift ist ein Zeichen für geistlichen Tod

Wahr in Bezug auf den wahrhaften Gläubigen ist, dass er das Wort Gottes liebt. Ein wahrer Christ liebt das Wort Gottes. Im Neuen Testament finden wir das wieder und wieder wie beispielsweise in den Worten unseres Herrn Jesus Christus im 8. Kapitel des Johannesevangeliums, wo er in Vers 31 sagt: „Wenn ihr in meinen Worten bleibt, wenn ihr euren Ruheort … in meinem Wort findet, dann seid ihr wahrhaft meine Jünger.“ Echte, wahre Jünger bleiben im Wort, weil es ihre einzige geistliche Nahrung ist… Wahre Gläubige wissen, dass es das Wort Gottes ist und das Wort Gottes allein, das sie am Leben erhält, sie stark macht, Segen hervorbringt und Freude und Kraft und Stärke und Frucht….

Gleichgültigkeit gegenüber dem Wort ist nicht ein Zeichen der Wiedergeburt. Gleichgültigkeit der Schrift gegenüber ist nicht ein Zeichen für Errettung. Gleichgültigkeit gegenüber der Schrift ist ein Zeichen für geistlichen Tod. Und ich glaube in allen Generationen, einschließlich dieser, ist Gottes wahre Gemeinde, die wahrhaft Erlösten, äußerst hungrig nach der Wahrheit. Sie wollen mit Gottes Wort genährt werden, sie wollen, dass ihnen Gottes Wort gelehrt wird, sie wollen, dass ihnen Gottes Wort verkündet wird, sie wollen, dass ihnen Gottes Wort erklärt wird in all seinem Reichtum und all seiner Tiefe.

Aber meistens bekommen sie das leider nicht. Ein ernsthaftes Studium von Gottes Wort, das fleißige, eiserne Arbeiten in den Texten der Schrift in den ursprünglichen Sprachen und das Erkennen der Analogie der Schrift*, wie sie sich selbst in den 66 Büchern der Bibel erklärt, der Fleiß, der hierfür notwendig ist, um aus dem reichen Schatz der Schrift zu schöpfen, ist nicht gerade das wichtigste Anliegen der meisten populären Persönlichkeiten in der Christenheit.

*Dieses Prinzip ist das, was die Reformatoren die analogia scriptura (Analogie der Schrift) nannten. Es bedeutet, dass die Bibel sich nicht selber widerspricht. Wenn wir zu einer Auslegung einer Schriftstelle gelangen, die einer Wahrheit widerspricht, die an anderer Stelle der Schrift gelehrt wird, muss unsere Auslegung falsch sein. Schrift muss mit Schrift verglichen werden, um ihre volle Bedeutung zu entdecken.

– John MacArthur, Übersetzung: G.W. distomos // Bild: ©Fotolia/Yuriy Zakharov