Es fehlt an Brot, darum essen sie Asche

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Tatsache ist, dass viele gern Kirche und Theater, Spielkarten und Gebet, Tanz und Sakrament verbinden möchten. Wenn wir zu schwach sind, uns diesem Sturzbach entgegenzustellen, können wir doch wenigstens vor ihm warnen und bitten, sich davor in Acht zu nehmen. Wenn der alte Glaube dahin und die Begeisterung für das Evangelium erloschen ist, so nimmt es nicht wunder, dass die Leute sich etwas anderes suchen, an dem sie Gefallen haben.

Es fehlt an Brot, darum essen sie Asche; sie verwerfen die Wege des Herrn, darum rennen sie ungestüm auf den Pfaden des Irrtums. … Das Aufleben der Massen unter neu erfundenen Reizmitteln setzen wir zu leicht mit der Kraft Gottes gleich. Dieses Zeitalter der Neuheiten scheint geistliche Kraft in Blaskapellen und Tamburinen entdeckt zu haben … Diese Zeit neigt zu Größe, Gepränge und Kraftprotzerei, als ob diese gewisslich das schaffen würden, was man mit regulären Mitteln nicht fertigbrachte. …

Jesus sagte, «das Evangelium jeder Kreatur». Doch die Menschen werden des göttlichen Planes überdrüssig; sie wollen lieber durch den Priester gerettet werden, oder sie wollen durch Musik gerettet werden, oder durch Theatervorführungen, oder durch was weiß ich noch alles! Nun gut, mögen sie diese Dinge ausprobieren, solange sie wollen; aber nichts kann je bei der ganzen Sache herauskommen, außer bitterer Enttäuschung und Verwirrung, Gott wird entehrt, das Evangelium entstellt, Heuchler werden zu Tausenden hervorgebracht, und die Kirche wird auf die Ebene der Welt herabgezogen. Lasst uns zurückkehren und von Paulus ganz neu lernen:

„Und ich, als ich zu euch kam, Brüder, kam nicht, um euch mit Vortrefflichkeit der Rede oder Weisheit das Geheimnis Gottes zu verkündigen. Denn ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen, als nur Christus, und ihn als gekreuzigt.“ (1.Korinther 2:1-2)

– Charles H. Spurgeon in „Spurgeon, wie ihn keiner kennt“, Reformatorischer Verlag 1992