Fünf gute Vorsätze für eine gute Ehe

Traumhochzeit

Berührung ist der kurze Weg, den zwei Arme nehmen müssen, um sich um ein Gegenüber zu legen. Welch eine Freude war es, willkommen zu sein! Man hatte aufeinander gewartet mit klopfendem Herzen. Und dann fiel man sich in die Arme. Wenn ich weinte, suchte seine Hand die meine, und drückte sie als Zeichen: Du bist nicht allein. Ich bin da. Berührung!

Wann haben wir aufgehört, uns zu berühren? Als du Mundgeruch hattest, und ich in die Wechseljahre kam? Oder schon, als unser Kind den Platz zwischen uns im Ehebett bezog? Vielleicht auch, als ich enttäuscht davon war, dass du mich nicht so verstanden hast, wie ich verstanden werden wollte? Lass uns wieder damit beginnen! Ich werde nicht warten und enttäuscht sein, wenn du nicht den ersten Schritt machst. Ich werde deine Hand suchen und sie festhalten, wenn ich sie brauche. Und ich werde dich als Überraschung immer wieder umarmen, egal, wie du reagierst.

Ermutigung ist die Vitaminbombe Nr. 1. Sie motiviert, aktiviert, baut Hoffnung auf. Sie sagt: Es ist zu schaffen. Es ist gut, dass du da bist! Früher dachtest du, ich wäre jemand, der alles schaffen würde. Du schautest zu mir auf. Aber ich war auch begeistert, wenn Du etwas in Angriff nahmst. Ich wusste, Du bist echt gut! Ermutigung! Wann haben wir aufgehört, uns zu ermutigen? Als Du mich nicht mehr ermutigt hast? Als du nur noch meine Unvollkommenheit bemängelt hast? Oder hat es sich im Sand verlaufen, weil ich dich nur noch kritisierte und unzufrieden war? Ich werde wieder anfangen, dich zu loben! Ja, ich werde wieder nach dem Guten in Dir suchen und es ausdrücken, um dich zu ermutigen und zu unterstützen. Nein, ich werde nicht darauf warten, dass du beginnst. Ich werde beginnen, mich neu auf das Gute zu besinnen, und es ausdrücken.

Segen heißt: Gott in unsere Mitte nehmen als Dolmetscher, Versöhner, Vertrauten. Segen sprach man uns zu, als wir heirateten. Zu jener Zeit meinten wir noch, wir könnten alles besser machen als die anderen, denn wir liebten uns so sehr. Bis wir spürten, dass unsere eigene Liebe nicht reicht. Sie brauchte sich auf, ohne dass wir es merkten. Sie schlich sich einfach davon. Gleichgültigkeit war fast noch schlimmer als Streit. Auch nach einer Auseinandersetzung war es schwer, den ersten Schritt zu gehen. Jeder dachte nämlich Recht zu haben! Es ist Gottes Segen, den wir wieder brauchen. In seiner Nähe zu leben, bewahrt uns davor, vom anderen zu fordern, was wir selbst nicht geben. Gott sagt: Komm und tanke auf! Ich habe die Fülle, denn ich bin die Liebe. Ja, ich werde beten, und sei es nur das Vaterunser, das ich laut vor dem Einschlafen für uns beide sprechen werde!

Teilen von Küssen, Infos, Pralinen, Salzstangen oder guten Worten fördert ein entspanntes Miteinander! Das war früher alles kein Problem. Das machte Spaß! Vor allem das Küssen! Und das Reden! Er fand es wundervoll, wie ich mich ausdrückte. Ich himmelte ihn an, wie er mir zuhörte und wie intelligent er war. Aber später störte mich, wenn er nicht redete. Und er hoffte, dass ich endlich aufhören würde, alles bis in Einzelheiten zu erzählen. Wann fängt er endlich an, sich mitzuteilen, dachte ich – und er fragte sich: Wann berichtet sie nur das Wichtige? Wir schwiegen beide, enttäuscht, vorwurfsvoll, verbittert. Nein, ich werde ihn jetzt nicht wieder mit meinem Wortschwall belästigen. Ich werde auch nicht vorwurfsvoll neben ihm sitzen, wenn er schweigt. Ich werde liebevoll schweigen lernen – und dann werden ohnehin noch genügend Dinge übrig bleiben, die ich unbedingt mitteilen will!

Erneuern heißt neu machen: Gute, alte Dinge wieder hervorholen und entstauben! Wie damals liebevolle Blicke schenken, heilsame Worte reden, Zeit miteinander verbringen, Gutes tun, Vergebung schenken und Vergebung annehmen. Diese liebevollen Blicke, die signalisierten: Lass uns mal wieder zärtlich miteinander sein! Wie aufregend war das! Und die Sprache, wie wundervoll klangen die Liebkosungen wie „Mäuschen“, „Häschen“, „Schätzchen“. Die Gedanken drehten sich um dich und hüllten dich in Liebe ein. In meinen Gebeten flehte ich Gott darum an, Dich zu bewahren, wenn Du aus dem Haus gingst. Doch der Alltag fraß die liebevollen Blicke auf mit Arbeit, Überforderung erstickte den Dank.

Das Beten mit – und füreinander fiel aus wegen Zeitproblemen. Ich werde wieder auf die Suche gehen nach den alten Wertschätzungen, nach den ´kleinen Tierchen, die man streicheln kann, nach Worten der Annahme und des Dankes. Nein, ich werde nicht mehr meine negativen Gefühle füttern! Ich werde Gott bitten, dass er mir Kraft zur Vergebung schenkt. Vielleicht findest Du dann auch wieder die Worte, die du damals für mich hattest. Ob du es tust oder nicht, ich werde erneuern, was verschmutzt und im Müll gelandet ist. Doch zuallererst werde ich mir Rat holen bei dem, der uns einander finden ließ. Gott wird mir geben, was mir fehlt, denn er ist der Erfinder der Ehe. Ja, ich werde heute noch beginnen, wenigstens einen der Buchstaben im Alltag umzusetzen!

Wer etwas ändern will, muss bei sich beginnen! Vorsätze können der Beginn sein zu guter Veränderung! Wann wollen Sie damit anfangen?

– Quelle: Family Life Mission // Bild: ©pixelio/Petra Bork